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Sony Xperia Z5 Compact im Test: Viel Power, aber Aussetzer

Das Sony Xperia Z5 Compact ist ein kleiner Kraftprotz. Das Smartphones macht in unserem Smartphone-Test eine gute Figur, aber nicht immer. Wir haben das kompakte Xperia Z5 in unserem Testbericht auf Herz und Nieren geprüft.
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Das Sony Xperia Z5 Compact wurde auf der IFA 2015 der Öffentlichkeit vorgestellt. Wieder verfolgt Sony mit der kompakten Ausgabe des Xperia Z5 die Devise, ein mittelgroßes Smartphone mit den Eigenschaften des Flaggschiffes auf den Markt zu bringen. Das Xperia Z5 Compact soll sich durch eine lange Akkulaufzeit von zwei Tagen bei normaler Nutzung, einen schnellen Autofokus, einen Power-Button samt Fingerabdrucksensor und Robustheit gegen Wasser und Staub auszeichnen.

Sony Xperia Z5 Compact

Sony Xperia Z5 Compact im Handy-TestSony Xperia Z5 Compact im Handy-Test Uns interessiert vor allem, ob die Kamera die zu erwartende Qualität aufweist, ob der Fingerabdrucksensor schnell und zuverlässig funktioniert und ob das Xperia Z5 Compact tatsächlich so leistungsfähig ist wie angekündigt. Im Online-Shop von Sony wird das Gerät für 549 Euro verkauft, im herkömmlichen Handel ist das Modell derzeit auch nicht günstiger zu haben. Wir werden anhand der Testergebnisse einschätzen, ob dieses Preisniveau gerechtfertigt ist. Ausgeliefert wird hier, wie auch bei anderen Online-Shops, innerhalb üblicher Lieferfristen. Das Vorgängermodell Xperia Z3 Compact wird bei Sony bereits als ausverkauft angezeigt, ist auf dem freien Markt jedoch noch zu Preisen ab 380 Euro erhältlich.

Schimmerffekt beim Rahmen des Sony Xperia Z5 Compact
Schimmerffekt beim Rahmen des Sony Xperia Z5 Compact

Erste Eindrücke: Design und Verarbeitung

Auch beim Testgerät bestätigt sich der erste Eindruck aus unserem Hands-On, nämlich dass es etwas dick ausfällt und mehr wiegt. So hat das Xperia Z5 Compact die Maße 127 mal 65 mal 8,9 Millimeter bei einem Gewicht von 138 Gramm. Zum Vergleich: Das Xperia Z3 Compact misst 127 mal 65 mal 8,6 Millimeter und wiegt 129 Gramm. Allerdings liegt es gut in der Hand und rutscht nicht. Lediglich die Glasrückseite fühlt sich etwas glatt an. Durch den Frosted-Effekt entsteht allerdings haptisch eher ein Eindruck von Kunststoff als von kühlem Glas. Der Rahmen ist komplett aus Kunststoff gefertigt und fasst das Smartphone nun beinahe nahtlos ein. Beim Vorgängermodell Xperia Z3 Compact bestand der Rahmen aus Applikationen, während des Tests war zudem ein Eckelement herausgefallen. Beim Xperia Z5 Compact ist dies nicht mehr möglich. Es sind jedoch leichte Spaltmaße am Übergang zum Display und zur Rückseite zu erkennen. Sie sind kaum ertastbar, jedoch bei näherer Betrachtung gut zu sehen. Verunreinigungen können hier eindringen und dürften schwer zu entfernen sein.

Das Display wird von kratzfestem Corning Gorilla Glass 4 geschützt. Wie Sie auf den Fotos sehen können, was unser Testgerät ein weißes Exemplar. Das Z5 Compact ist auch in den Schwarz, Gelb und "Coral" (Koralle, ein Rotton) erhältlich. Damit nähert sich Sony wieder der Farbgebung des Z1 Compact an, das in Weiß, Schwarz, Lime und Pink erschien.

Xperia-Prägung beim Sony Xperia Z5 Compact
Xperia-Prägung beim Sony Xperia Z5 Compact
Position der Tasten: Der Abstand zwischen der physischen Kamerataste und der Lautstärkewippe ist etwas schmal geraten. Die wichtigste Neuerung besteht im Ein-/Aus-Schalter: Wie berichtet enthält dieser nun einen Fingerabdruckscanner. Seitlich am Gehäuse ist "XPERIA" eingeprägt, wo früher die Slot-Abdeckungen für microSD- und SIM-Karte lagen. Nun gibt es nur noch eine Abdeckung, die auf der Innenseite über eine Gummierung verfügt. Die SIM-Karte muss im Nano-Format vorliegen. Ansonsten ist auf der oberen kurzen Seite eine 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse integriert. Die Tasten haben generell einen guten Druckpunkt und die Anschlüsse sind gut verarbeitet, sodass nichts wackelt.

Fingerabdruckmanager

Die Entsperrung des Xperia Z5 kann auch über einen Fingerabdrucksensor erfolgen. Die Funktion muss zunächst in den Einstellungen unter dem Menüpunkt "Sicherheit & Fingerabdruckmanager" aktiviert werden. Mehrere Fingerabdrücke lassen sich abspeichern. Der erste Fingerabdruck wird durch eine weitere PIN gesichert. Jeder weitere Fingerabdruck muss bei seiner Erfassung durch einen bereits vorhandenen Fingerabdruck bestätigt werden.

Die Erfassung der Fingerabdrücke wird Schritt für Schritt erklärt. Wie genau dies funktioniert, haben wir bereits in einem separaten Testbericht vorgestellt. In unserem Test des Fingerabdruckscanners mussten wir im Durchschnitt etwa 19 Mal scannen, bis dieser unseren Abdruck "erlernt" hat. Eine kurze Vibration bestätigt jede einzelne Aufnahme.

Fingerabdruckscanner ist im Power-Button des Sony Xperia Z5 Compact
Fingerabdruckscanner ist im Power-Button des Sony Xperia Z5 Compact
Kritikpunkt: Bei der Entsperrung des Smartphones mithilfe des Fingerabdrucks erfolgt beim erfolgreichen Entsperren eine kurze Bestätigung per Vibration. Das gleiche haptische Feedback zeigt jedoch auch einen nicht erfolgreichen Scanvorgang an. Dies ist nur ein kleines Detail, wünschenswert wäre jedoch eine andere Form der Bestätigung gewesen, z.B. eine kurze doppelte Vibration.

Der Fingerabdruckscanner reagiert zudem nicht, wenn man mit dem Finger über den Sensor streicht. Der Finger muss zwingend auf den Knopf gelegt werden. Dennoch beobachteten wir, dass es bis zu drei Versuche brauchte, bevor der Sensor einen gespeicherten Abdruck erkannte. Eine andere Funktion als das Entsperren ist derzeit nicht mit dem Fingerabdruckscanner verknüpft.

Ist die Entsperrung per Finger erst einmal eingerichtet, bedeutet dies nicht, dass ausschließlich die Person mit den registrierten Fingerabdrücken das Smartphone entsperren kann. Das Prozedere kann immer noch mit der Eingabe einer PIN umgangen werden. Das Smartphone muss übrigens zwingend mit der PIN entsperrt werden, wenn das Scannen des Fingerabdrucks fünfmal hintereinander fehlschlug. Daran ändert auch ein Neustart nichts.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, warum das Sony Xperia Z5 Compact in puncto Display schwächelt und warum das Smartphone im Benchmark-Test sogar andere Highend-Geräte schlägt.

Inhalt:
Design, Verarbeitung und Fingerabdruckscanner
Seite 2: Display und Prozessor im Test
Seite 3: Telefonie, Akku, Kamera und Fazit

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