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Sony Xperia X im Hands-On-Test: Einige Verbesserungen

Sony hat mit dem Xperia X ein Smartphone mit guter Selfie-Kamera lanciert. Wir haben einige Kamera-Funktionen und mehr im Hands-On-Test ausprobiert. Doch eine Sache gefällt uns schon jetzt nicht.
Vom Mobile World Congress in Barcelona berichtet
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Sony Xperia XSony Xperia X Mit der neuen X-Reihe löst Sony wohl die bekannte Z-Reihe für Smartphones und Tablets ab. Im Rahmen des Mobile World Congress in Barcelona haben die Japaner - wie berichtet - drei neue Smartphones präsentiert: das Sony Xperia X, XA und X Performance. Allerdings werden nur das Xperia X und XA hierzulande in den Handel kommen. Bei dem Xperia X handelt es sich um das besser ausgestattete Modell der beiden Smartphones, das für 600 Euro in den Handel kommt - ein stolzer Preis.

Sony Xperia X

Wir haben das Modell im einem ersten Hands-On-Test näher angeschaut und unter anderem einen Blick auf die optimierte 23-Megapixel-Kamera geworfen. Diese soll nämlich insbesondere bei der Serienaufnahme von Fotos richtig scharfe Fotos abliefern. Außerdem hat Sony betont, sehr stolz auf die neue innovative X-Reihe zu sein, wir werden ja sehen, ob der Wirbel um die X-Reihe berechtigt ist oder nicht. Die Farben hat das Xperia X zum Teil mit dem iPhone 6 gemein, wie ein Vergleichs-Foto zeigt (das iPhone liegt zwischen zwei Sony Xperia X)

Xperia X und iPhone im Vergleich
Xperia X und iPhone im Vergleich

Sony Xperia X überzeugt mit dem Design

Dass Sony bei seinen Smartphones sich in puncto Design-Veränderungen eher etwas zurückholt und auf bekannte Formgebungen setzt, ist bekannt. Auch beim Sony Xperia X ist das typische Sony-Design ersichtlich. So setzt der japanische Hersteller auf klare Linien mit leichten Rundungen. Das Omnibalance-Design ist auch wieder vorhanden. Alle wichtigen Tasten befinden sich an der linken Seite (mit Blick auf das Display). Von oben nach unten ist zunächst der Power-Button samt dem integrierten Fringerabdruckscanner, gefolgt von der durchgängigen Lautstärketaste und der physischen Kamera-Taste zu sehen. Alle drei Tasten haben bei dem Aussteller-Modell des Sony Xperia X einen guten Druckpunkt bewiesen. Auf der gegenüberliegenden Seite sind der Nano-SIM- und microSD-Schacht zu finden - die Karten werden hintereinander auf einen Schlitten gelegt und in den Schacht geschoben.

Xperia X von der Seite
Xperia X von der Seite
Positiv ist, dass das Sony Xperia X über ein komplettes Gehäuse aus Metall verfügt und der Rahmen nahtlos ineinander übergeht. Bisher setzte sich bei den Xperia-Z-Modellen der Metall-Rahmen aus mehreren Elementen zusammen und Rückseite bestand aus Glas. Trotz der etwas rutschig wirkenden Rückseite liegt das neue Smartphone deutlich besser in der Hand als beispielsweise das Xperia Z5. Grund dafür ist, dass der Rahmen noch etwas runder gestaltet ist. Sony hat hinsichtlich der Ergonomie beim Xperia X auch alles richtig gemacht. Der Rahmen steht auf der Display-Seite nicht mehr über und der aus Gorilla Glass 3 bestehende Display-Schutz ist zu den Seiten hin leicht gewölbt (2.5D-Glas).

Prozessor, Display und Oberfläche im Check

Beim Prozessor des Xperia X setzt Sony auf einen Snapdragon-650-Prozessor und 3 GB RAM. Schade, dass der Hersteller seinem neuen Modell keinen Snapdragon-820-Prozessor spendiert hat, zumal im Xperia X Performance einer eingebaut ist. Dennoch konnten wir uns im Hands-On-Test nicht bei der Bedienung beklagen. Die Bedienung erfolgt flüssig und auch einzelne Apps haben sich zügig geöffnet. In unserem ausführlichen Test muss sich der Prozessor dann unter Beweis stellen.

Einen Pluspunkt gibt es für die leicht optimierte Benutzeroberfläche Xperia UI. Hier hat Sony die Oberfläche noch klarer gestaltet - der Nutzer findet sich schnell zurecht. Auf dem Aussteller lief das mobile Betriebssystem Android 6.0.1 alias Marshmallow.

Sony Xperia X
Sony Xperia X Performance und Xperia X
Das Display des Sony Xperia X hat eine Diagonale von 5 Zoll (Vergleich: 5,2 Zoll sind es beim Xperia Z5) und bietet Full-HD-Auflösung. Es stellt die Farben natürlich dar und hat eine gute Blickwinkelstabilität: So hat haben wir uns das Display aus allen möglichen Winkeln genau angeschaut. Die Schriftzüge bzw. Namen der Apps sind auch von der Seite betrachtet gut ablesbar.

Die 13-MP-Selfie/Cam des Xperia X ausprobiert

Eine 23-Megapixel-Kamera bieten bereits das Sony Xperia Z5, Z5 Compact und Z5 Premium, doch der Hersteller hat an der Kamera-Version für das Xperia X eine grundlegende Sache optimiert: So besitzt die Kamera einen prädiktiven Autofokus, der erkennt, ob ein Objekt in Bewegung ist. Sony sagt dazu: "Aus der Geschwindigkeit und Richtung der Bewegung wird die nächste Position im Voraus errechnet und darauf scharfgestellt." Der Fokus wird bei Serienaufnahmen dann zwischendurch neu gemessen. Sony hat am Messestand speziell dafür bewegliche Testobjekte aufgebaut. Wir haben von einer rollenden Kugel ein scharfes Fotos erhalten, auch bei der Serienaufnahme. Leider durften wir die Testfotos nicht in digitaler Version mitnehmen.

Rückseite des Xperia X
Rückseite des Xperia X
Löblich ist, dass Sony auch beim Xperia X an der physischen Kamera-Taste festhält. Über diese wurden in unseren Versuchen schnell Fotos ausgelöst - die Verzögerung war nur minimal. Dem Nutzer stehen bei der Hauptkamera wieder ein Profi- und Auto-Modus zur Verfügung. Die Fotos werden mit der 23-Megapixel-Kamera im 4:3-Format geschossen, im 16:9-Format sind es 20 Megapixel. Auffällig war bei den Prototypen des Sony Xperia X, dass sich im Manuell-Modus der ISO-Wert nur einstellen lässt, wenn man 8 Megapixel für die Smartphone-Kamera einstellt. Hierzu will uns Sony zu einem späteren Zeitpunkt aufklären, ob dies tatsächlich nur an den Prototypen gelegen hat oder ob es generell gilt.
Xperia X: Kamera-Einstellungen
Xperia X: Kamera-Einstellungen

Die Selfie-Kamera auf der Vorderseite kommt mit 13 Megapixel und verfügt über einen Sony-Exmor-R-Sensor sowie 22-Millimeter-Weitwinkel. Ein Bildstabilisator sowie eine überlegende Automatik gehören auch zu der Ausstattung der Frontkamera. Neu ist, dass auch für die vordere Kamera ein Manuell-Modus zur Verfügung steht, einen Blitz gibt es aber nicht. Gerade bei schummrigen Lichtverhältnissen soll die Selfie-Kamera gute Fotos abliefern. Dies haben wir auf der Messe getestet. Sony hat speziell dafür eine Fotobox aufgestellt, in der es schummrig ist. Nun konnten wir mit einem Sony Xperia X, das an einem Selfiestick befestigt war, eine Testaufnahme machen. Das Fotoergebnis hat überrascht: Das Selfie war wirklich gut gelungen. Leider haben wir auch diese Testaufnahme nicht in digitaler Form erhalten, aber uns wurde das Foto ausgedruckt. In der Box war es wirklich komplett schummrig, aber sehen Sie selbst:

Selfie mit dem Xperia X
Selfie mit dem Xperia X

Weitere Eckdaten zum Xperia X; Vergleich X Performance

Das Sony Xperia X Performance ist durch den Snapdragon-820-Prozessor im Vergleich zum Xperia X dicker und schwerer. So misst das Xperia X 143 mal 69 mal 7,9 Millimeter bei einem Gewicht von 156 Gramm, während die Performance-Version 165 Gramm wiegt und 143,7 mal 70,4 mal 87 Millimeter misst. Zu den weiteren Eckdaten des Sony Xperia X gehören Bluetooth 4.2, NFC-Unterstützung, ein USB-2.0-Port, WLAN-ac sowie LTE Cat. 6 und eine Quick-Charging-Funktion für den Akku.

Erstes Fazit: Eine Verbesserungen, aber kein Snapdragon 820

Das neue Sony Xperia X hat ein gutes Display, einen flotten Prozessor und bietet auch sonst eine solide Ausstattung. Die sichtbaren Verbesserungen sind bei den Smartphone-Kameras, beim Metall-Gehäuse und dem Display zu sehen. Weniger gut finden wir, dass das Modell keinen Snapdragon 820 hat. Wir sind schon auf den ausführlichen Test des Sony Xperia X gespannt, dann geht es ans Eingemachte.

Eine Übersicht zu den weiteren Messeneuheiten auf dem MWC in Barcelona erhalten Sie auf dieser Spezial-Seite.

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