Fitness-Armband

SmartBand Talk SWR30 im Kurz-Test: Fitness-Armband mit eInk-Display

Sony hat auf seinem IFA-Event sein neues Fitness-Armband vorgestellt. Das SmartBand Talk SWR30 verfügt über ein eInk-Display sowie eine Frei­sprech­funktion. Es ist zudem wasser- und staubdicht und ab Herbst verfügbar. Wir haben es einmal im Kurz-Test angeschaut.
Von der IFA in Berlin berichten /
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Wertteranzeige auf dem Display des SmartBand TalkWertteranzeige auf dem Display des SmartBand Talk Neben der Smartwatch 3 SWR50 hat Sony auf der IFA in Berlin ein weiteres mobiles Accessoire vorgestellt: Das Sony Smartband Talk SWR30. Wir waren auf dem Event der Japaner und konnten uns im Rahmen der Messe einen ersten Eindruck vom neuen Smartband machen.

Leicht pixeliges Display

Das Wearable Device ähnelt stark dem Smartband, verfügt allerdings zusätzlich über ein 1,4-Zoll-eInk-Display (3,56 Zentimeter in der Diagonale), auf dem beispielsweise der Name des Anrufers angezeigt wird. Die Auflösung beträgt 296 mal 128 Pixel. Das Display kann die Farbe Schwarz und einen Grauton darstellen. Die Symbole wirken auf dem Display leicht pixelig, wenn man ganz nah ran geht. Zudem wirkt das SmartBand durch das eInk-Display weniger wertig als mit LCD oder einen anderen Display-Technik. Natürlich hat das Display dadurch wiederum den Vorteil, bei Sonnen- bzw. Tageslicht gut ablesbar zu sein. Auf den ersten Blick wirkte das Display als sei nur ein Sticker darauf geklebt und kein wirklich funktionierendes Display. Neben den getätigten Schritten, der Uhrzeit und eingehenden Benachrichtigungen (Anrufe, SMS), kann man auf dem SmartBand beispielsweise das aktuelle Wetter des aktuellen Standortes abrufen. Erste Eingaben über die seitlich integrierten Tasten empfanden wir als vergleichsweise langsam.

Das Armband sowie das wechselbare Modul bestehen aus Kunststoff. Das Armband ist allerdings eher gummiert, wohingegen das Modul aus glatt poliertem Kunststoff besteht.

Auf der einen Geräteseite befinden sich der Power-Button sowie die Lautstärkewippe. Beide bestehen aus Kunststoff, haben zwei einen guten Druckpunkt, wirken aber etwas billig. Auf der gegenüberliegenden Seite ist unter einer Abdeckung der microUSB-Slot angeordnet.

Armband in zwei Größen

Leichtes Armaand mit wechselbarem ModulLeichtes Armaand mit wechselbarem Modul Das Armband kommt mit den Maßen 47,5 mal 23,5 mal 9,5 Millimeter und ist in zwei verschiedenen Längen (L, S; 232 bis 255 Millimeter lang) verfügbar. Je nach Größe unterscheidet sich auch das Gewicht des Gerätes. Die Größe L wiegt mit Modul 26 Gramm, S bringt 24 Gramm auf die Waage.

Beim Wearable von Sony lässt sich das Modul vom Armband entfernen. Dies erforderte im Kurz-Test etwas Fingerspitzengefühl. So zieht man die beiden Armbandenden vom Modul ab. Das SmartBand Talk ist in sechs verschiedenen Farben (Schwarz, Weiß, Rot, Blau, Pink, Lime) erhältlich und das Modul in den Farben Schwarz und Weiß verfügbar. Die Verschluss-Elemente kommen in Metall-Optik aus, was auch den SmartBand einen etwas edleres Aussehen verleiht.

Impressionen zu den Wearables im Video

Einen ersten Vorgeschmack auf das SmartBand und der anderen auf der IFA vorgestellten Geräte gibt es im Video. Danach können Sie unser Fazit zum SmartBand lesen.

Freisprecheinrichtung und interner Speicher

Wenn man sich die Specs des Armbands anschaut, kann man auch die Dicke des Moduls nachvollziehen. Das Sony Smartband Talk SWR30 verfügt über einen M4-32-Bit-Prozessor (ARM Cortex) mit 256 KB RAM. Zusätzlich gibt es einen internen Speicher mit einer Kapazität von 2 GB. Neu ist das integrierte Mikrofon mit dem man via Freisprecheinrichtung Anrufe entgegennehmen kann. Dazu muss das SmartBand Talk allerdings eine aktive und stabile Verbindung zum Smartphone haben. Als weitere Vorraussetzung für das Fitness-Armband gibt Sony ein mobiles endgerät mit Android 4.4 an.

Zudem hat Sony seinem SmartBand wieder einen Fitness-Tracker spendiert. Darüber hinaus kommuniziert es mit der Sony-App Lifelog. Diese App erstellt sozusagen ein persönliches, digitales Tagebuch, bei dem die Tagesabläufe des Trägers grafisch dargestellt werden. Bedient wird das SmartBand Talk SWR30 über das Touchdisplay sowie die Hardware-Buttons an der Seite. Mittels des Power-Buttons kann der Träger das Menü bedienen. Hier gibt es die Standard-Anzeige mit der Uhrzeit, die getätigten Schritte plus der Kalorienverbrauch und der Musikplayer.

eInk-Display vom SmartBand Talk von SonyeInk-Display vom SmartBand Talk von Sony Auch für das Armband gibt es eine App fürs Android-Smartphone oder -Tablet. Hiermit lassen sich noch die Einstellungen des Wearables weiter spezifizieren.

Die Verbindung zum Smartphone erfolgt via Bluetooth 4.0. Auch das SmartBand Talk hat die IP-Zertifizierung IP68 und ist somit wassergeschützt. Es muss also auch nicht beim Duschen oder Schwimmen abgenommen werden (außer es ist länger als 30 Minuten unter Wasser). Das Band ist derzeit hierzulande nur in den Farben Weiß und Schwarz erhältlich. Weitere Farben sollen zum Ende des Jahres folgen. Sony setzt den Preis für das Wearable Device bei 150 Euro an.

Fazit: Da geht noch was

Von dem Smartband Talk sind wir leider nicht so überzeugt wie von der Smartwatch 3 SWR50. Im Vergleich zu den vorherigen Smartbändern wartet es dennoch mit sehr guten Funktionen und Extras auf. Schön wäre es, wenn das Display sich noch etwas verändern würde und das Modul insgesamt einen wertigeren Eindruck vermittelt. Zudem reagierte das SmartBand Talk auf erste Eingabe im Hands-on etwas zu langsam. Die Möglichkeit, mit dem SmartBand Talk freihändig zu telefonieren, ohne dass man das Smartphone aus der Hosentasche nehmen muss, halten wir für das Highlight des Sony-Gerätes.

Auf der IFA hat Sony neben Mobile Devices auch noch ein Tablet sowie zwei Smartphones vorgestellt.

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