Rückblick

Retro-Test nach 10 Jahren: Ericsson T68m / Sony Ericsson T68i

Killer-Features: 256-Farben-Display, 0,1-MP-Ansteckkamera und GPRS
AAA

Kamera im Handy? Heute selbstverständlich, vor etwas über zehn Jahren noch eine Sensation. Zu Anfang bauten die Hersteller noch Ansteckkameras für die Topmodelle dieser Zeit. Eines der Handys, das T68 von Ericsson, war ein absoluter Bestseller – besonders dann, als Sony hinzukam und das Gerät als T68i bekannt wurde. teltarif.de hat sich das Gerät noch einmal angeschaut und erklärt, welche Features es vor einem Jahrzehnt so beliebt machten.

Beste Übersicht dank Farbdisplay

Farb Display Ericsson T68Im Jahr 2001 etwas Besonderes:
Display mit 256 Farben
Für Superlative war Ericsson wenige Monate vor dem Zusammenschluss der Handysparte mit Sony gut: Die Schweden brachten mit dem T68m das erste Handy mit einem für die damalige Zeit guten Farbdisplay und einem durchdachten Bedienkonzept heraus. Keine außenliegende Stummelantenne, klein, handlich – das T68m setzte neue Maßstäbe. Erst recht, als das überarbeitete Modell Sony Ericsson T68i auf den Markt kam – und die alten T68 bzw. T68m ein umfangreiches Update erhielten. Aber das war längst nicht alles, was das revolutionäre Handy auszeichnete.

Highend aus dem Jahr 2001 – für 699 DM

Wir schreiben das Jahr 2001, kurz vor dem Weihnachtsgeschäft. Ericsson und Sony machten, zumindest auf dem Papier, längst gemeinsame Sache. Die Realität sah aber noch etwas anders aus, wie das eben bei Joint-Ventures so ist. Denn noch kamen Telefone auf den Markt, die lange vor der Kooperation entwickelt worden waren. Eines dieser Modelle und zugleich das letzte Handy mit Ericsson-Logo war das T68m. Um direkt eine persönliche Erfahrung einzustreuen: Nach reiflicher Überlegung stand ich Anfang Dezember 2001 in einem Handygeschäft – und legte 699 DM auf den Tisch, um einer der ersten Besitzer eines T68m zu werden. Das war allerdings schon der subventionierte Preis inklusive Mobilfunk-Vertrag, der Neupreis für das T68m ohne Vertrag betrug zu Verkaufsbeginn noch über 1000 DM.

Ericsson T68Der Nutzer kann selbst Verknüpfungen anlegen Schon allein das Gehäuse begeisterte mich. Zwar bestand das Gerät zu 100 Prozent aus Plastik, die Rückseite allerdings war gummiert – und so lag das T68m hervorragend in der Hand. Positiver Nebeneffekt: Es "verankerte" sich regelrecht auf einem Tisch, und rutschte damit nicht einfach weg. Wackelige Bahnfahrten? Kein Thema. Dann das Design insgesamt: Keine Antenne, runde Form, absolut Hosentaschen-tauglich. Heute sehen wir die Gerätegröße nicht mehr so eng, das T68m aber lag zu seiner Zeit voll im Trend. Mit Maßen von 100 mal 48 mal 20 Millimeter kam es ungemein kompakt daher, lediglich die Dicke könnte heute ein Kritikpunkt sein.

Begeisterung löste das T68m insbesondere aufgrund seines Farbdisplays aus. Was heute nostalgisch anmuten mag, war 2001 neu: 256 Farben konnte das LC-Display darstellen, so war auch die Anzeige von weniger detailreichen Fotos und Grafiken möglich. Aber auch die Funktionalität unter der Haube hatte es in sich: GPRS zur Übertragung von Paketdaten, Infrarot- und Bluetooth-Schnittstelle und der ausdauernde Lithium-Polymer-Akku waren 2001 nicht selbstverständlich. Und: Das Handy war in zwei Farbvarianten zu haben – Grau und Gold. Nachdem ich mich zunächst für Grau entschieden hatte, musste schnell ein Wechselcover her – denn ein T68m in Gold hatte sonst niemand.

Bedienung: Übersichtliche Menüs

Der Gewinn an Übersichtlichkeit durch das verbaute Farbdisplay wirkte sich auch sehr positiv auf die Bedienung aus. Das T68m zeigte beim Drücken des Joysticks ein Menü mit neun großen Symbolen an, auf den unteren Menüebenen erschienen die Informationen in Textform. Menüpunkt Nummer 9 war eine echte Besonderheit, denn dieser konnte vom Nutzer selbst belegt werden. Wichtige Verknüpfungen wie Profilwechsel, Neue SMS oder Bluetooth waren somit schnell erreichbar. Etwas Vergleichbares hatte bis dahin noch kein Hersteller in sein Betriebssystem eingebaut.

Auf der nächsten Seite lesen Sie mehr über die multimedialen Funktionen des T68 und über das große Update nach dem Zusammenschluss von Sony und Ericsson.

1 2 vorletzte