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Sony Ericsson Satio im ausführlichen Handy-Test

13.11.2009
15:30

Zweites Smartphone mit 12-Megapixel-Kamera im deutschen Handel


Einen Vorwurf darf man dem Handy-Hersteller Sony Ericsson sicherlich nicht machen: Dass er sein neues Smartphone-Flaggschiff Satio übereilt auf den Markt geworfen hat. Seit der ersten Ankündigung und Präsentation eines noch "Idou" genannten Vorserienmodells auf dem Mobile World Congress in Barcelona sind mittlerweile acht Monate vergangen. Dabei benötigt das japanisch-schwedische Konsortium nach einem Einbruch der Handy-Absatzzahlen dringend einen neuen Verkaufsschlager. Welche Schwächen das fertige Sony Ericsson Satio aufweist und über welche Stärken das Smartphone verfügt, haben wir im Test herausgefunden.

Großflächige, leicht per Finger bedienbare Touchscreens liegen im Trend

Sony Ericsson Satio
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Sony Ericsson Satio
Sony Ericsson Satio
Seit der ersten Ankündigung des Sony Ericsson Satio im Februar in Barcelona ist auf dem Handy-Markt viel passiert: Samsung brachte die mit AMOLED-Displays ausgestatteten Omnia-Smartphones heraus, mit dem HTC Hero und Samsung Galaxy sind zwei ausgereiftere Android-Handys in die Läden gekommen, Palm hat mit dem Pre und webOS den Neustart gewagt und Apple mit dem iPhone 3G S die dritte Generation seines beliebten Smartphones auf den Markt geworfen. Diese Geräte zeichnet vor allem eines aus: Sie sind einfach mit dem Finger über einen großen Touchscreen zu bedienen, auf die Nutzung mobiler Datendienste per GPRS oder UMTS ausgerichtet und können um zusätzliche Anwendungen (Apps) erweitert werden.

Das berührungsempfindliche Display des Satio besitzt in der Diagonale eine Länge von 8,9 Zentimetern, so wie auch das iPhone 3G S oder das Nokia N97. Unter den bereits erhältlichen Smartphones weisen nur Geräte wie das Samsung I8910 oder das Toshiba TG01 großflächigere Touchscreens auf. Dazu kommen beim Satio eine vergleichsweise geringe Auflösung von 360 mal 640 Pixel und 16,7 Millionen wiedergegebene Farben, so wie etwa auch beim Nokia N97. Die Inhalte auf dem Touchscreen des Sony Ericsson Satio erscheinen ausreichend scharf und kontrastreich.

Scrollen auf dem Touchscreen nur langsam und selten flüssig möglich

Eigenes Medien-Menü von Sony Ericsson
Eigenes Medien-Menü
Eingaben auf dem berührungsempfindlichen Bildschirm kann sich der Nutzer bei Bedarf per Vibrations-Feedback bestätigen lassen. Dennoch konnte der resistive Touchscreen des Satio im Test nicht wirklich überzeugen: Teilweise ist für Touchscreen-Eingaben ziemlich viel Druck notwendig, das Scrollen ist zuweilen etwas anstrengend. Für eine Fingerbedienung sind auch die Scrollbalken in Menüfenstern oder Browser zu schmal - hier hilft der Griff zum mitgelieferten Eingabestift. Multitouch wie beim Apple iPhone unterstützt der Touchscreen des Sony Ericsson Satio nicht, ebenso wenig wie kinetisches Scrollen. Sobald der Finger die Touchscreen-Oberfläche verlässt, stoppt die Seiten-Bewegung. Da ist es gut, dass es gleich unter dem Display drei und an den beiden Gehäuseseiten weitere leicht bedienbare Steuertasten gibt.

Der Lagesensor richtet die Display-Anzeige zügig und zuverlässig im Hoch- oder Querformat aus, je nachdem wie das Handy gerade gehalten wird - bis auf den Startbildschirm: Der lässt sich nicht in die Seitenlage kippen. Tippen von Texten für Nachrichten oder in Dokumenten sowohl auf der größeren als auch auf der kleineren virtuellen QWERTZ-Tastatur erfordert keine besonderen Zielfähigkeiten, in der Regel landet der Finger treffsicher auf anvisierten Buchstaben oder Zeichen.

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Umständlich bei Nutzung der virtuellen QWERTZ-Tastatur: Bis auf den Punkt und das Komma sind alle Sonderzeichen nur über die Umstelltaste zu erreichen - das merkt man spätestens beim Einrichten des E-Mail-Clients. Bei der Einrichtung einer WLAN-Verbindung steht die QWERTZ-Tastatur gar nicht zur Verfügung sondern nur die langsamer zu bedienende Zifferntastatur.

Doppel-Tippen und schmale Scroll-Balken

Kleine QWERTZ-Tastatur auf dem Sony Ericsson Satio
Kleine QWERTZ-Tastatur des Satio
Abhängig vom verwendeten Betriebssystem Symbian S60 5th Edition - und damit beispielsweise auch auf bestimmten Nokia-Handys vorzufinden - ist das Doppel-Tippen, um einen Menüpunkt zu öffnen. Einmaliges Antippen wählt lediglich einen Menüpunkt aus. So dauert es zwar immer ein bisschen länger, um in die tiefer liegenden Menübereiche vorzudringen, verhindert aber auch, dass man aus Versehen durch ein falsch platziertes Fingertippen in der falschen Rubrik landet oder etwa eine andere Datei löscht.

Menü und auch die unterschiedlichen virtuellen Tastatur-Versionen haben das für Symbian S60 5th Edition typische Aussehen, die Icons für die einzelnen Menüpunkte sind übersichtlich angeordnet. Eingaben auf dem berührungsempfindlichen Bildschirm kann sich der Nutzer bei Bedarf per Vibrations-Feedback bestätigen lassen.

Auf der folgenden Seite lesen Sie mehr über die Benutzeroberfläche und den vorinstallierten Web-Browser.
 

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Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2011-10, Erwachsene ab 14 Jahre