Der schwächelnde Handy-Hersteller
Sony Ericsson
wechselt seinen Chef aus. Die Führung solle Bert Nordberg vom
Netzwerkausrüster Ericsson übernehmen, teilte das Unternehmen heute mit.
Das Gemeinschaftsunternehmen von Sony und Ericsson hatte
zuletzt zunehmend den Anschluss im Mobilfunkmarkt verloren. Im
zweiten Quartal gab es einen Verlust von 213 Millionen Euro, der
Weltmarkt-Anteil schrumpfte im Jahresvergleich von 7,5 auf 4,7 Prozent.
Obwohl Sony Ericsson auf Handy-Modelle mit guten Kameras und
Musik-Playern unter den bekannten Markennamen Cybershot und Walkman
setzte, fanden sie bei den Kunden wenig Zuspruch.
Nordberg arbeitet derzeit in den USA und ist für die
Breitband- und Internet-Sparte von Ericsson zuständig. Er soll den Spitzenjob am
15. Oktober vom 66-jährigen Dick Komiyama übernehmen, der versucht
hatte, die Probleme mit einem massiven Sparprogramm mit Stellenabbau
in Griff zu bekommen. Mitte Oktober soll es auch einen Wechsel an der
Spitze des Aufsichtsrates von Sony Ericsson geben: Der scheidende
Ericsson-Chef Carl-Henric Svanberg wird von Sony-Chef Howard Stringer
abgelöst.