Handy-Uhr

Mehr Details zur Smartwatch Samsung Galaxy Gear

2,5-Zoll-Touchscreen und Kamera im Armband
AAA

Watchphone Samsung S9110Samsung hat bereits Erfahrung mit Handy-Uhren:
Das Watchphone S9110 erschien 2009.
Kurz vor der Eröffnung der IFA lädt Samsung am 4. September zu einem "Unpacked"-Event ein. Erwartet wird neben der Vorstellung des Samsung Galaxy Note 3 auch die Präsentation der Smart-Watch der Koreaner, Samsung Galaxy Gear. Das Tech-Blog GigaOM nennt nun einige Details, mit denen das Gerät aufwarten soll. Galaxy Gear werde einen berührungsempfindlichen OLED-Bildschirm mit einer Diagonale von etwa 2,5 Zoll (6,3 cm) haben, vorgesehen seien auch Lautsprecher und eine Kamera im Armband, hieß es unter Berufung auf mehrere anonyme Quellen.

Laut "GigaOM" bekommt die Uhr auch einen Beschleunigungssensor, der sie automatisch aktiviert, wenn sie zu den Augen geführt wird. Der Bildschirm mit einer Auflösung von 320 mal 320 Pixel solle die üblichen Wisch-Bewegungen unterstützen, aber wegen der geringen Größe wohl keine Text-Eingabe. Im Inneren soll eine Dual-Core-Variante aus Samsungs eigener Mobile-Prozessor-Reihe Exynos werkeln.

Samsung will laut Medienberichten Apps für die Galaxy-Uhr über eine eigene Download-Plattform anbieten. Sensoren ermöglichten den Einsatz als Fitness-Accessoire. Hier könnte Samsung an den bereits eingeschlagen Weg mit eigenen Apps wie "S Health" anknüpfen, die bereits Smartphones wie das Galaxy S3 und Galaxy S4 zu Fitness-Trackern machen. Mit ihren kompakteren Abmessungen könnte die Smartwatch kleinen und leichten Aktivitätstrackern wie Fitbit Flex, Jawbone UP und Nike+ Fuelband besser Konkurrenz machen als ein klobiges Smartphone.

Smartwatch: Echter Trend oder unverdienter Hype?

Es wäre bei weitem nicht die erste Smartwatch auf dem Markt. Neben smarten Uhren von Sony und Motorola gibt es etwa die von Nutzern finanzierte "Pebble" oder die "I'm watch" aus Italien. Diese Geräte sorgten für viel Aufmerksamkeit, haben jedoch einige potenziell entscheidende Schwächen. Zum einen sind da die Einschränkungen bei der Verzahnung mit dem Smartphone. "Besonders bei Apple-Geräten trifft man schnell auf eine Mauer", sagt ein Smartwatch-Softwareentwickler. So kann man zwar Benachrichtigungen wie SMS oder Facebook-Mitteilungen auf der Computeruhr angezeigt bekommen, aber nicht die Lautstärke des Musik-Players auf dem Apple-Handy verändern. Ein weiteres Problem sind die kurzen Batterielaufzeiten. Und die Produktions-Kapazitäten: Einige "Pebble"-Unterstützer warten nach Monaten immer noch auf ihre Geräte.

Neben Samsung sollen auch Microsoft und Apple an der Entwicklung eigener Smartwatches arbeiten. Marktforscher rechnen mit einem ersten Absatzsprung in dem neuen Geschäft im kommenden Jahr. Rund fünf Millionen smarte Uhren sollen 2014 verkauft werden, schätzt etwa die Analyse-Firma Canalys. Das wären zehn Mal mehr als dieses Jahr. Daneben erwarten Experten mit dem technologischen Fortschritt einen immer stärkeren Trend zu immer kompakteren tragbaren Geräten wie zum Beispiel Googles Datenbrille Google Glass.

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