Veränderung

Klein, mobil, flexibel: Smartphones & Tablets verändern den Markt

Der PC sieht schweren Zeiten entgegen
Von mit Material von dpa
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Der Personal Computer ist noch nicht einmal 40 Jahre alt, steckt aber schon mitten in einer Midlife-Krise. Smartphones und Tablets laufen dem PC den Rang ab und bringen damit auch Branchenriesen wie Microsoft, Intel, HP oder Dell in Verlegenheit. Die Folgen dieser neuen Computer-Revolution sind noch nicht absehbar. Das Jahr 2012 zeigt aber überdeutlich Trends auf, die der IT-Industrie Sorgen bereiten. Die PC-Verkäufe brachen spürbar ein. Die Zahlen der Unternehmen, die bei neuen mobilen Geräten und Geschäftsmodellen nicht so stark sind, gerieten unter Druck.

Dabei stehen wir erst am Anfang der Entwicklung. Bis Ende 2018 werde sich die Zahl der weltweit genutzten Smartphones auf 3,3 Milliarden verdreifachen, prognostizierte jüngst der weltgrößte Telekom-Ausrüster Ericsson. In entwickelten Märkten wie Westeuropa oder Nordamerika dürften dann Computer-Telefone das einfache Handy quasi komplett verdrängen, in Afrika oder Asien soll immerhin jedes dritte Mobiltelefon ein Smartphone sein.

Die Schwergewichte müssen sich umstellen

Der PC - ein Auslaufmodell?Der PC - ein Auslaufmodell? Dieser Trend wird deutliche Spuren in einer Branche hinterlassen, die bislang vor allem auf den Personal Computer gesetzt hat. Die über zwei Milliarden Smartphones, die in den kommenden sechs Jahren hinzukommen dürften, sind mehr als es heute PC-Nutzer gibt. Der Absatz von Laptops und Desktop-Computern sinkt hingegen stetig. Zuletzt lag das Minus weltweit bei neun Prozent - und in Deutschland brach sogar die Hälfte des Marktes weg. Spätestens zum Jahr 2015 dürften mehr neue Tablets als Laptops und Desktop-Computer verkauft werden, prognostizieren Marktforscher wie Gartner.

Allein schon die kleineren Bildschirme der mobilen Geräte machen den Unterschied: Sie bieten weniger Platz für klassische Online-Werbung. Diese Perspektive hielt im Jahr 2012 auch die Aktie des weltgrößten Online-Netzwerks Facebook im Kurs-Keller gefangen. Und selbst Suchmaschinen-Primus Google merkt erste Einschläge, weil der Durchschnittspreis pro Klick auf eine Anzeige sinkt.

Viel dramatischer ist die Entwicklung jedoch für die Großen der klassischen PC-Branche wie Intel, Microsoft oder Hewlett-Packard. Intel dominiert bei Prozessoren für Notebooks oder Tisch-Rechner - aber hat bisher gerade einmal eine Zehenspitze ins Geschäft mit Smartphones und Tablets bekommen. Hier dominiert die stromsparende Technologie des britischen Chipentwicklers ARM, Spitzenreiter wie Apple oder Samsung entwickeln auf dieser Basis zunehmend eigene Prozessoren. Die Chips nach ARM-Muster arbeiten sich auch ihren Weg in Server und erste Laptops wie die Netz-basierten Chromebooks von Google. Und Apple soll intensiv daran arbeiten, auch seine Computer von der Technologie antreiben zu lassen.

Auf der zweiten Seite lesen Sie unter anderem, wie sich Microsoft auf die neuen Zeiten einzustellen versucht.

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