
Messaging-Apps im Überblick
Über viele Jahre gehörte die
SMS zu den wichtigsten Diensten
für Handy-Besitzer. So war und ist es noch heute möglich, per herkömmlicher
Kurznachrichten Texte mit bis zu 160 Zeichen zu versenden. Doch es gibt
Alternativen, die mehr können und zudem meistens kostenlos sind. Wir haben uns
die Messaging-Apps für Smartphones einmal angesehen und geben im folgenden
Ratgeber eine Übersicht zu einigen Angeboten.
Die Smartphone-Messenger funktionieren via Internet. Im Gegensatz zur klassischen
SMS müssen die Kunden demnach nicht nur mit dem Mobilfunknetz, sondern auch mit
dem Internet verbunden sein. Es empfiehlt sich die Nutzung einer
mobilen Daten-Flatrate, die Smartphone-Besitzer
in der Regel aber ohnehin verwenden.
WhatsApp: Beliebt, aber teilweise umstritten
Zu den beliebtesten Smartphone-Messengern gehört WhatsApp.
Die Anwendung ist für das Apple iPhone,
für Android-Handys und
Windows Phones, für den
Blackberry und für
Symbian und sogar für einfache
Nokia-Handys, die auf der Serie40-Plattform basieren, erhältlich. Je nach Plattform
ist die Anwendung kostenlos oder für ein geringes Entgelt (weniger als 1 Euro)
erhältlich.
Wie sich WhatsApp finanziert, ist unklar. Von den geringen Einnahmen für die
Kauf-Apps kann die Plattform kaum aufrechterhalten werden. Je nach Smartphone-Betriebssystem
ist die Nutzung zumindest offiziell nur für ein Jahr kostenlos. Danach sollen
Abonnements verkauft werden. In den meisten Fällen wurde die kostenlose Nutzungsphase
bislang aber bei den meisten Anwendern stillschweigend verlängert.
Wird WhatsApp bald kostenpflichtig?
Ein der teltarif.de-Redaktion bekannter Android-Nutzer meldete allerdings vor
wenigen Tagen, von WhatsApp die Nachricht erhalten zu haben, dass seine kostenlose
Nutzungszeit in zwei Wochen endet. Über einen Link gelangte er in den
Play Store, wo er 99 US-Cent für eine
Verlängerung der Nutzung um ein Jahr zahlen sollte. Denkbar ist also, dass
WhatsApp auch in weiteren Fällen die kostenlose Nutzungsmöglichkeit auslaufen
lässt.
Mit WhatsApp - wie auch mit den anderen vorgestellten Messengern - sind die
Textnachrichten nicht auf 140 Zeichen beschränkt. Zudem können nicht nur
Textmitteilungen, sondern auch Fotos, kurze Sprachnachrichten oder zum Beispiel der
eigene Standort übermittelt werden. Darüber hinaus können die Nutzer auch
Gruppen-Chat-Räume eröffnen, um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen.
Handynummer statt neuer Kennung fürs Messaging
Im Gegensatz zu klassischen Instant Messengern,
wo die Anwender eine eigene Zugangsnummer oder einen Benutzernamen bekommen, den
die Freunde und Bekannten zu ihrer Kontaktliste hinzufügen müssen, funktioniert
WhatsApp ganz einfach über das Telefonbuch im Handy. Wer der Anwendung den Zugriff
auf diese Daten verwehrt, kann den Dienst nicht nutzen.
Als Kennung fungiert die eigene Handy-Nummer (die bei der Einrichtung der App
verifiziert werden muss) und alle WhatsApp-Nutzer, die man mit Rufnummer im Adressbuch
gespeichert hat, werden automatisch zur eigenen Favoriten-Liste hinzugefügt.
Auf Seite 2 lesen Sie, welche neue Alternative es zu WhatsApp gibt
und welchen Dienst die Mobilfunk-Netzbetreiber etablieren wollen.