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Ratgeber: Das Smartphone im klassischen Business-Einsatz

12.04.2010
10:23

Hardware-Voraussetzungen, Zusatz-Software, Netzwerkzugriff, Daten-Sicherheit

Inhaltsverzeichnis:

1. Was zeichnet eigentlich ein echtes Business-Handy aus?
2. Nützliche Software für effektives Arbeiten unterwegs
3. Mobiler Zugriff aufs Firmennetzwerk per VPN-Verbindung

Vor gar nicht allzu langer Zeit war die Trennung klar: Handys richteten sich an Privatkunden, Smartphones an Mitarbeiter von Unternehmen und an Selbstständige. Nokia hatte bei den Smartphones mit der Communicator-Serie die Nase vorne, weitere wichtige Player waren Microsoft, RIM und Palm. Mit der Zeit sind die Grenzen zwischen Handy und Smartphone aber immer weiter verschwommen. Grob könnte man noch immer sagen: Business-Geräte legen den Fokus weniger aufs Multimediale, dafür installieren die Hersteller von Haus aus Office-Software und bieten einen besseren Support. Das Problem: Selbst nach diesen Kriterien lässt sich nicht jedes Smartphone treffend einordnen.

Was also zeichnet heute noch ein echtes Business-Handy aus? Was sollte es mitbringen? Welche Betriebssysteme sind Office-tauglich? Braucht es noch Zusatzsoftware? Und wie steht es mit der Sicherheit der geschäftlichen Daten? Allen diesen Fragen sind wir nachgegangen.

Wo liegt der Fokus?

Smartphone HTC Touch Pro2
Smartphone HTC Touch Pro2
Zuerst einmal stellt sich die Frage: Warum sollte sich ein Käufer für ein Business-Gerät entscheiden? Was sind die Vor- und was die Nachteile? Zu Beginn der Smartphone-Zeiten waren all diese Geräte eher für den Business- als für den Privatanwender gedacht - zum Beispiel Modelle aus der Communicator-Serie von Nokia oder die P-Serie von Sony Ericsson. Nach und nach erhielten diese Smartphones auch Multimedia-Fähigkeiten und wurden damit für ein breites Publikum interessant. Entscheidend für ein Business-Handy sind die Multimedia-Fähigkeiten allerdings nicht, der Fokus liegt mehr auf den Synchronisations-Möglichkeiten, E-Mail-Push-Diensten und - nicht zuletzt - einer einfachen Texteingabe. Daher bringen viele Smartphones eine mechanische Volltastatur mit, entweder unter dem Display oder auch zum Aufschieben. Wer oft lange Mails tippt, Termine eingibt und vielleicht sogar Office-Dokumente erstellt und bearbeitet, kommt um eine solche QWERTZ-Tastatur nicht herum.

Nicht mehr wirklich aktuell ist die Kamera-Debatte. Viele Unternehmen gestatten Mitarbeitern und Gästen mit Kamera-Handys keinen Zutritt zu sensiblen Bereichen, um sich vor Spionage zu schützen. Lange entwickelten Hersteller wie Nokia parallel Modelle ohne Kamera, allerdings gab es in diesem Bereich in letzter Zeit kaum eine Neuvorstellung mehr. Der weltweit größte Anbieter von Business-Smartphones, Research in Motion (RIM), hat zurzeit dennoch ein Blackberry-Handsetohne Kamera im Angebot: Den Blackberry Bold 9000 verkauft beispielsweise T-Mobile ohne Kamera mit Vertrag für 75,59 Euro zuzüglich Mehrwersteuer.

Wahl der Hardware

Die erste Entscheidung bei der Suche nach dem optimalen Handy fürs Business liegt anfangs in der Wahl der Hardware. Dabei steht ganz oben die Frage, ob das Handy über einen Touchscreen oder eine Tastatur bedient werden soll. Mittlerweile entscheiden sich immer mehr Nutzer für einen Touchscreen, bei vielen besteht aber nach wie vor der Wunsch, das Gerät klassisch steuern zu können. Dass ein Touchscreen-Handy im Business-Bereich nicht automatisch ein Erfolg wird, musste RIM mit dem Blackberry Storm erfahren: Die Erfahrung zeigte, dass die Blackberry-Nutzer mit der Steuerung per Trackball beziehungsweise Touchpad in Kombination mit der QWERTZ-Tastatur besser zurecht kamen. Interessante Business-Handys ohne Touchscreen bieten neben RIM auch Nokia mit der E-Serie wie dem E72 und HTC mit Windows-Mobile-Geräten wie dem Snap an. Nokia N97
Nokia N97

Ein reines Touchscreen-Handy ohne Tastatur kommt für die meisten Anwender nicht in Frage. Dennoch ist das Angebot an Touchscreen-Modellen mit Tastatur recht überschaubar. Neben wenigen Ausnahmen verfügen die meisten Geräte mit Volltastatur und Touchscreen über eine seitlich ausziehbare Tastatur, die oft großzügig gestaltet ist und vom Aufbau an eine PC-Tastatur erinnert - so wie beispielsweise beim Nokia N97. Aus Platzgründen verzichten die Hersteller zumeist auf eine Zahlenreihe. Viel entscheidender als die Optik ist aber die Haptik – die Nutzer müssen mit der Tastatur gut tippen können. Dies lässt sich am besten beim Händler ausprobieren – vorausgesetzt, dieser hat die meistens hochpreisigen Modelle auch im Laden.

Wahl des Betriebssystems

Nach der Hardware stellt sich die Frage nach dem richtigen Betriebssystem für den Business-Einsatz. Eine Übersicht der wichtigsten Plattformen finden Sie in einem separaten Artikel über mobile Betriebssysteme. Windows Mobile bietet sich vor allem dann an, wenn Sie im Büro einen Windows-Rechner nutzen, denn kein anderes Betriebssystem lässt sich in Sachen Kontakte, Kalender und Aufgaben so gut mit Microsoft Outlook abgleichen wie Windows Mobile. Das System unterstützt auch die Synchronisierung mit Exchange Servern, so dass Sie unter anderem Push-Mails nutzen können. E-Mails wandern dann, ähnlich einer SMS, in Sekundenschnelle und ohne manuelles Abrufen aufs Handy. Voraussetzung ist dann allerdings ein geeigneter Datentarif. Außerdem bringt Windows Mobile ein vollwertiges Office-Paket mit Word, Excel und Powerpoint mit. Damit können Sie unterwegs nicht nur Office-Dokumente betrachten, sondern auch bearbeiten und erstellen.

Auf der zweiten Seite unseres Artikels zu Smartphones im klassischen Business-Einsatz erfahren Sie mehr über nützliche Zusatz-Software fürs effektive Arbeiten unterwegs.
 

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Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2012-01, Erwachsene ab 14 Jahre