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Smartphones: Kein technischer Schutz vor dubiosen Apps

27.10.2010
15:21

Klassische Viren für Smartphones sind keine große Gefahr

Smartphones: Technischer Schutz vor dubiosen Apps nicht möglich
Smartphones: Technischer Schutz vor dubiosen Apps nicht möglich
Viren, Würmer und Trojaner: Dass solche schädlichen Programme Computer infizieren können, wissen heute fast alle Nutzer. Viele schützen sich mit entsprechender Software. Moderne Mobiltelefone, sogenannte Smartphones, sind Computer im Westentaschenformat. Und auch sie können durch Schadsoftware infiziert werden. Dabei droht weniger ein Defekt des Geräts als ein großer Lauschangriff auf die persönlichen Daten. Bei iPhone & Co. wird das Telefonieren zur Nebensache. Die Nutzer können sich zahlreiche teils kostenlose Programme, sogenannte Applikationen oder kurz Apps, auf das Handy laden, mit denen man den nächsten Briefkasten finden, durch die Stadt navigieren oder auch einfach nur spielen kann. "So ein Smartphone ist nichts anderes als ein kleiner Hochleistungs-Computer", sagt Toralv Dirro, Experte beim Antiviren-Hersteller McAfee in Hamburg.

Weil Smartphones aber nicht aussehen wie ein Computer, machen sich laut Dirro viele Nutzer keine Gedanken über die Sicherheit, was aber notwendig wäre: "Die Sicherheitsprobleme sind die gleichen wie beim Computer." Diese Programme greifen oft auf die persönlichen Daten des Nutzer zu, etwa auf das Telefonbuch oder den aktuellen per GPS ermittelten Standort. Dabei ist das oft gar nicht nötig, wie Sascha Pfeiffer vom Antiviren-Hersteller Sophos erklärt: "Es gibt extrem wenige Programme, die auf meine Daten zugreifen müssen."

Viele Smartphone-Apps greifen auf die Daten des Nutzers zu

Doch die Realität sieht anders aus. Viele der Mini-Anwendungen greifen auf die Daten des Nutzers zu. Auch unseriöse oder sogar kriminelle Anbieter nutzen dies aus. So sei etwa jeder fünfte der rund 48 000 für das Google-Handy-Betriebssystem Android angebotenen Apps ein Sicherheitsrisiko, ergab eine Studie von SMobile Systems, eines auf mobile Sicherheit spezialisierten Anbieters SMobile Systems. Sie erlauben anderen Programmen Zugriff auf persönliche Informationen. Wenn eine Applikation Zugriff auf die Daten des Nutzers hat, kann das fatale Folgen haben. So gibt es Apps, die automatisch Kopien sämtlicher SMS-Nachrichten verschicken oder sogar das Handy in eine Abhörwanze oder eine Überwachungskamera verwandeln. Andere Programme können automatisch teure Sonderrufnummern an, ohne dass der Nutzer es merkt.

Die Betreiber der Handy-Betriebssysteme, die die Apps auf ihren Plattformen veröffentlichen, bieten nach Ansicht von Experte Dirro kaum Schutz. "Bei Apple gibt es zwar eine Kontrolle aller Apps vor der Veröffentlichung", sagt Dirro. Hier gehe es aber weniger um die Sicherheitslücken der Programme als um die Funktionsfähigkeit. Das Google-System Android sehe gar keine Kontrollen vor: "Da kann jeder Entwickler seine Apps veröffentlichen." Auch klassische Viren, wie man sie von Personal-Computern kennt, haben Kriminelle bereits für Smartphones programmiert. So berichtete das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bereits im vergangenen Jahr vom iPhone-Wurm iKee. Allerdings ist die Bedrohung durch Viren, Würmer und Trojaner auf Smartphones zumindest derzeit nach Expertenmeinung noch äußerst selten. "Das ist zu vernachlässigen", sagt etwa Sophos-Mitarbeiter Pfeiffer.

Gegen dubiose Apps hingegen gibt es keinen technischen Schutz

Sein Kollege Dirro von McAfee geht davon aus, dass diese Bedrohung in Zukunft zunehmen wird. Pfeiffer glaubt allerdings, dass Programme, die das Gerät beschädigen, auch künftig auf Smartphones keine große Rolle spielen werden. Auch künftig werde es vor allem Apps zum Ausspionieren der Nutzerdaten geben, weil dies dem Angreifer viel mehr Vorteile bietet: "Warum sollte ich das Telefon zerstören, wenn ich mit dem funktionierenden Gerät viel mehr Schaden anrichten kann?"

Weil die Viren-Gefahr auf dem Handy noch relativ gering ist, gibt es bislang auch nur wenig Sicherheits-Software speziell für Smartphones. Wichtig ist es daher, regelmäßig die Sicherheits-Updates für das Handy-Betriebssystem zu installieren. Gegen dubiose Apps hingegen gibt es keinen technischen Schutz. Die beste Sicherheitsvorkehrung ist derzeit nach Meinung von Experten eine gehörige Portion Skepsis: Gesunder Menschenverstand ist das Gebot der Stunde. Lassen sich Apps nur dann installieren, wenn der Anwendung ein umfassender Zugriff auf die Daten des Geräts erlaubt wird, sollte man hellhörig werden.

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RE: Avira macht gewaltig Probleme sushiverweig. 31.03.12 14:15
RE: Avira macht gewaltig Probleme Conax 31.03.12 11:21
RE: Avira macht gewaltig Probleme sushiverweig. 31.03.12 00:01
Avira ist Mist sushiverweig. 30.03.12 23:59
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Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2012-01, Erwachsene ab 14 Jahre