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Offiziell: Microsoft Messenger wird bei Skype integriert

Eigenständiger Messenger soll im kommenden Frühjahr eingestellt werden
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MSN Messenger geht in Skype aufMSN Messenger geht in Skype auf In den vergangenen Tagen gab es bereits Hinweise darauf, dass Microsoft seinen Windows Live Messenger einstellen und mit Skype zusammenlegen wird. Das hat der amerikanische Konzern nun offiziell bestätigt. Der Microsoft Messenger war früher auch unter den Bezeichnungen MSN und Windows Live Messenger bekannt. Er ist für den Windows-PC und für den Mac, für das Windows Phone, den Blackberry und iOS verfügbar.

Skype ist auf diesen Plattformen ebenfalls vertreten. Zusätzlich bietet Skype aber auch offizielle Clients für weitere Betriebssysteme wie zum Beispiel Android an. Darüber hinaus ist die Skype-Anwendung für iOS nicht nur für das Apple iPhone, sondern auch für das größere Display von iPad und iPad mini optimiert. Das ist beim Microsoft Messenger nicht der Fall.

Für die bisherigen Nutzer des Microsoft Messengers sind auf der neuen Skype-Plattform darüber hinaus erweiterte Features verfügbar. Dazu gehören die Bildschirmfreigabe und Gruppen-Videogespräche, die jedoch kostenpflichtig gebucht werden müssen.

Skype-Nutzung ab sofort mit Microsoft-Konto möglich

Anwender, die die aktuellste Skype-Version für den Windows-PC oder für den Mac verwenden, haben bereits die Möglichkeit, sich mit den Daten ihres Microsoft-Kontos einzuloggen. Auch bei der Skype-App für Windows 8 Pro und Windows RT funktioniert das. Wie sich im Test von teltarif.de gezeigt hat, funktioniert der Login mit den Daten des Microsoft-Accounts dagegen nicht mit den Smartphone- und Tablet-Apps. Hier dürfte ein Software-Update erforderlich sein, das Microsoft zuerst veröffentlichen muss.

Auch für Windows-PC- und Mac-Nutzer gibt es bei der verknüpften Nutzung von Skype und Microsoft-Messenger derzeit noch Einschränkungen. Mit der Metro-App für Windows 8 Pro und Windows RT wird nur eine Verbindung zu Skype und den Microsoft-Messenger-Kontakten hergestellt. Kontakte, die den Yahoo! Messenger oder Facebook einsetzen, sind dagegen nicht sichtbar.

Wer Windows 8 Pro nutzt, kann die für den klassischen Desktop verfügbare Skype-Software installieren, die auch auf älteren Betriebssystem-Versionen (Windows XP, Vista, Windows 7) funktioniert. Damit werden zumindest die Facebook-Kontakte sichtbar. Die Verbindung zu Yahoo! klappt dagegen über Skype vorerst noch nicht. Bleibt abzuwarten, ob Microsoft auf die Verbindung mit dem Yahoo! Messenger künftig möglocherweise ganz verzichtet. Der eigenständige Microsoft Messenger soll mit Ausnahme von China im kommenden Frühjahr eingestellt werden.

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