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Skype für Android ab sofort kostenlos verfügbar

Test: Skype-Telefonate über WLAN und UMTS möglich
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Skype nimmt ab sofort einen zweiten Anlauf, um auf der Android-Smartphone-Plattform Fuß zu fassen. Bot das Unternehmen vor geraumer Zeit eine Lite-Version seiner Software an, die Telefonate nur über eine Callthrough-Einwahl ermöglicht hatte, so ist Skype ab sofort mit einer Vollversion seiner Instant-Messaging- und VoIP-Software im Android Market verfügbar.

Skype für Android ist kostenlos erhältlich, läuft allerdings nur auf Smartphones, auf denen mindestens Android 2.1 installiert ist. Besitzer eines Handys, für das nur eine ältere Version des Betriebssystems verfügbar ist, sind demnach weiterhin auf Software von Drittanbietern wie Nimbuzz angewiesen, wenn sie den Dienst nutzen möchten. Skype für AndroidSkype für Android

Skype auf drei Smartphone-Plattformen verfügbar

Nach Skype für das Apple iPhone und für die Symbian-Plattform steht damit die inzwischen dritte mobile Anwendung des Unternehmens zur Verfügung. Skype nutzt nach eigenen Angaben den SILK-Audio-Codec, der für eine möglichst gute Sprachqualität sorgen soll. Skype-interne Gespräche sind kostenlos, für Anrufe in öffentliche Telefonnetze gelten die bekannten Skype-out-Tarife.

Kontakte zwischen der Skype-Anwendung und dem Adressbuch des Smartphones lassen sich auf Wunsch synchronisieren. So ist es möglich, aus dem Telefon-Adressbuch heraus Skype-Gespräche zu starten bzw. Namen und Telefonnummern aus dem Adressbuch des Gerätes nach Skype zu importieren.

Skype für Android im kurzen Test

Wir haben Skype für Android einem kurzen Test unterzogen und dabei das Google Nexus One unter der Firmware-Version 2.2.1 genutzt. Die Software war innerhalb weniger Sekunden aus dem Android Market geladen und auf dem Handy installiert. Dabei werden standardmäßig alle Kontakte angezeigt. Die Darstellung lässt sich aber beispielsweise auf die Online-Kontakte beschränken.

Die Sprachqualität war bei einem Testgespräch sehr gut und auch Instant Messages können problemlos ausgetauscht werden. Zudem kann der Nutzer seinen Online-Status verändern. Die Software komplett schließen lässt sich allerdings nur durch eine Abmeldung des Benutzers. Das hat den Nachteil, dass das zum Account gehörende Passwort neu eingegeben werden muss, wenn Skype das nächste Mal verwendet wird.

Insgesamt hinterlässt Skype für Android einen guten Eindruck. Die Software läuft auch über einen längeren Zeitraum stabil, während Multimessenger wie Nimbuzz in früheren Tests hin und wieder den Netzkontakt zum Skype-Server verloren hatten. Vor allem die Sprachqualität ist sehr überzeugend und am Nexus One sogar deutlich besser als bei einem herkömmlichen Handy-Telefonat.

Ein Viertel aller Android-Handys bleiben außen vor

Bedauerlich ist es allerdings, dass Skype Smartphones mit Android 1.x nicht berücksichtigt. So werden rund ein Viertel aller Besitzer eines Google-Handys von der Nutzung der Software ausgeschlossen. Zwar werden einige dieser Geräte perspektivisch auf eine neuere Betriebssystem-Version aktualisiert. Besitzer älterer Smartphones werden aber wohl auch längerfristig damit leben müssen, keine aktuelle Firmware-Version mehr zu bekommen.

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