Pauschalpreis

simyo: Kunden-Hotline ab sofort für 49 Cent pro Anruf erreichbar

01805-Nummer weiter aktiv - Probleme mit kostenloser Warteschleife
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simyo-HotlineDie simyo-Hotline kostet nun 49 Cent pro Anruf Die E-Plus-Discount-Tochter simyo hat zum 1. September die Tarifierung ihrer Hotline geändert. Ab sofort kann der simyo-Kundenservice auch zum Preis von 49 Cent pro Gespräch angerufen werden - sofern der Anruf vom Handy mit eingelegter simyo-Karte erfolgt.

Wer die simyo-Hotline ab sofort über die interne Kurzwahl 1145 anruft, zahlt nicht mehr 14 Cent pro Minute, sondern 49 Cent pro Anruf. Damit rechnet sich der Anruf gegenüber der minutenbasierten Abrechnung ab einer Gesprächsdauer von etwa 3,5 Minuten - ein Wert, der inklusive Ansagen, eventueller Warteschleifen und Erläuterungen gegenüber dem Hotline-Agent schnell erreicht ist. Die E-Plus-Gruppe hatte bereits zum 1. Oktober vergangenen Jahres einen Pauschalpreis von 49 Cent pro Anruf bei der jeweiligen Kunden-Hotline eingeführt, simyo war jedoch bei der minutenbasierten Abrechnung geblieben.

simyos 01805-Hotline bleibt weiterhin geschaltet

Für die bislang (auch) aus dem Festnetz erreichbare 01805-Hotline (01805 / 45 44 55) ändert sich nichts: Diese Rufnummer ist weiterhin geschaltet und wird auch weiterhin mit 14 Cent pro Minute aus dem Festnetz beziehungs­weise maximal 42 Cent pro Minute vom Handy abgerechnet. Durch das Inkrafttreten der Novelle des Telekom­munikations­gesetzes (TKG) müssen im Rahmen einer Übergangsregelung seit 1. September - unter bestimmten Bedingungen - die ersten zwei Minuten einer Warteschleife kostenlos sein. Diese Regelung trifft auch auf die simyo-Hotline zu.

teltarif.de hat das Procedere mit drei Testanrufen auf die 01805-Hotline von simyo getestet. Zu Beginn des Gesprächs hörte der Anrufer zunächst die Ansage: "Die ersten zwei Minuten dieses Gesprächs sind kostenfrei." Nachdem unser Anruf bei zwei von drei Anrufen nicht in den ersten zwei Minuten angenommen wurde, hörten wir diese Information: "Nach dem Signalton kostet das Gespräch 14 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz und maximal 42 Cent pro Minute aus den Mobilfunknetzen."

Nach Ende der kostenfreien Warteschleife war auch das Gespräch beendet

Allerdings: Nach Ertönen des Signaltons erfolgte bei beiden Anrufen kein Transfer in die kostenpflichtige Warteschleife, sondern das Gespräch wurde ohne Vorwarnung getrennt. Wir wollten von simyo wissen, warum die Weitervermittlung nicht funktioniert - nach einigen Recherchen der Düsseldorfer E-Plus-Tochter erhielten wir dann folgende Erklärung:

"(...) Wir haben jedoch festgestellt, dass bei Anrufen aus dem deutschen Festnetz und den Mobilfunknetzen frühzeitig Verbindungs­abbrüche erfolgten. Laut diverser Tests unseres Dienstleisters liegt dies aber nicht an einer fehlerhaften technischen Einrichtung seitens simyo, sondern vielmehr an dem jeweiligen Telekom­munikations­anbieter des Anrufers, der die technische Implementierung des verzögerten Connects nicht pünktlich zum 01.09.2012 realisiert hat. Um unseren Kunden einen einwandfreien Service bieten zu können, haben wir kurzfristig eine alternative Rufnummer zum Ortstarif geschaltet. Diese wird dem Anrufer angesagt, wenn es einem Service Mitarbeiter nicht möglich ist, das Gespräch direkt anzunehmen."

simyo-Hotline vorübergehend per Festnetznummer erreichbar

Diese Festnetz-Rufnummer lautet 0211 / 911 91 000. simyo betont, man habe "bereits erste Schritte in die Wege geleitet, damit die Telekommunikationsanbieter die gesetzlichen Anforderungen des verzögerten Connects schnellstmöglich erfüllen".

Blau: Weiterhin 01805-Hotline geschaltet

Wir haben testweise auch die zwei 01805-Hotlines (getrennte Rufnummern für die Allnet-Flat und den 9-Cent-Tarif) des KPN-Discounters Blau getestet. Blau realisiert seine Hotline weiterhin per 01805-Nummer aus dem Festnetz, was für Kunden mit 14 Cent pro Minute auch deutlich vorteilhafter ist. Denn beim Anruf der Hotline über die interne Kurzwahl 1159 werden teure 49 Cent pro Minute fällig.

Löblich indes: Bei unseren Testanrufen wurde das Gespräch jeweils innerhalb weniger nach dem Hinweis auf die ersten 120 kostenfreien Sekunden in der Warteschleife angenommen. Ob die Weitervermittlung nach Ende der kostenfreien zwei Minuten funktioniert, konnten wir daher erst gar nicht überprüfen.

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