Zwangsmigration

simply-Kunde bekam Wechsel ins Vodafone-Netz angeboten

Migration von Telekom- zu Vodafone-Netz wohl nur in Einzelfällen
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simply-Kunde bekam Wechsel ins Vodafone-Netz angebotensimply-Kunde bekam Wechsel
ins Vodafone-Netz angeboten
Nachdem die Telekom Ende letzen Jahres ihre Zusammenarbeit mit Drillisch beendet hatte, wurden Kunden der Marke simply zum Teil zwangsweise ins o2-Netz migriert. Nun meldete sich ein simply-Kunde bei teltarif.de, der im Vodafone-Netz weiter telefonieren darf.

Das endgültige Ende der Kooperation von Drillisch-Mobilfunkmarken und der Deutschen Telekom hatte für die Kunden der Drillisch-Töchter zum Teil einschneidende Folgen: Wer bei simply im Telekom-Netz telefonierte, musste damit rechnen, ins o2-Netz zwangsmigriert zu werden. Dazu kam eine unglückliche Form der Kommunikation mit den Kunden, die manchmal nur über eine "Modernisierung" der SIM-Karte, aber nicht in allen Fällen explizit über den Netzwechsel informiert wurden.

Mails zur "Modernisierung" der SIM-Karte wieder verschickt

Am 24. Juli erhielt ein teltarif.de-Leser, der ursprünglich mit simply im Telekom-Netz telefoniert hatte, eine entsprechende Mail. Dort heißt es: "...in Kürze erhalten Sie Ihre neue '2-in-1-SIM-Karte'. Diese moderne Karte ist in allen aktuell verfügbaren Handys und Tablet-PCs einsetzbar, [...]. Außerdem hat diese Karte einen erweiterten Speicher, auf dem Sie noch mehr Telefonnummern und E-Mail-Adressen ablegen können."

Als "Köder" fungiert ein Daten-Freivolumen in Höhe von 10 MB fürs mobile Internet, das als "exklusiver Vorteil" der neuen SIM-Karte angepriesen wird. Diese Option sei nur auf der neuen SIM-Karte verfügbar und ab dem Kartentausch im Tarif voreingestellt. Viele Provider drosseln in der Regel nach Erreichen des genannten Limits die Surfgeschwindigkeit auf GPRS-Niveau, doch im Sternchentext der simply-Mail wartet folgende Überraschung: "Sobald das genutzte Surfvolumen mehr als 10 MB im Monat beträgt, wird gemäß der Preisliste jedes weitere MB mit 0,49 Euro berechnet." Selbstverständlich könne der Kunde auch eine Datenflat buchen, doch: "Wenn Sie in eine unserer anderen Datenoptionen wechseln und diese irgendwann kündigen, steht Ihnen wieder automatisch das Handysurf-Paket 10 MB zur Verfügung."

Überraschung: In "bewährter D-Netz-Qualität" weiter telefonieren

In der Mitte der Mail wartet dann folgende Überraschung auf den Leser: "Ihre aktuelle Handynummer 0175-xxxxxxx bleibt Ihnen selbstverständlich erhalten und Sie telefonieren einfach mit Ihrer bisherigen Handynummer in bewährter D-Netz-Qualität weiter!" Dieser Satz deutet darauf hin, dass simply eventuell nun Kunden, die früher im Telekom-Netz telefoniert haben, einen Anreiz bieten möchte, weiterhin bei simply zu bleiben. Man könnte vermuten, dass die Zwangsmigration ins o2-Netz einige Nutzer dazu veranlasst hat, die (neue) Karte nicht (mehr) zu nutzen oder gar das Vertragsverhältnis zu kündigen.

Seitens Drillisch wurde teltarif.de lediglich mitgeteilt, dass man Kunden der Marke fiotel informiert habe, dass sie demnächst neue SIM-Karten erhalten. Neben der 2-in-1 Karte mit erweitertem Speicher könnten fiotel-Kunden jeden Monat 10 MB Datenvolumen gratis nutzen und würden weiterhin von "D-Netzqualität" profitieren.

Da die Zusammenarbeit mit der Telekom aber definitiv beendet ist, lässt dies darauf schließen, dass simply ausgewählten Kunden, die sich eventuell über eine ungenügende o2-Netzversorgung oder -Qualität beschwert haben, in Ausnahmefällen die Migration ins Vodafone-Netz erlaubt. Von einer allgemeinen Aktion kann hier kaum gesprochen werden. Es ist also auch damit zu rechnen, das simply-Kunden, die einen Wechsel ins Vodafone-Netz fordern, eine Absage erhalten.

Auf jeden Fall ist es ratsam, nach der Migration den eigenen mobilen Datenverkehr auf dem Smartphone genau zu überwachen und bei einem höheren Verbrauch als 10 MB eine andere Option zu buchen oder die Datenverbindung zu deaktivieren, damit keine unerwünschten Folgekosten entstehen.

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