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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | teltarif.de | 21.03.2010 |
Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Meldung kommen würde:
Hackern ist es gelungen, in zahlreiche Regierungscomputer einzudringen
und so ein großes
Spionagenetzwerk aufzubauen. Die Spuren
des GhostNet führen nach Fernost, aber das kann auch Tarnung sein.
Hunderte der betroffenen Rechner sollen sich in Außenministerien,
Botschaften, internationalen Institutionen, Medien und Organisationen
befinden. Die Aktion blieb über Monate oder gar Jahre hinweg
unerkannt; erst der Dalai Lama sorgte für die Offenlegung des
Netzwerkes, indem er seinen Computer an Experten zur Untersuchung
gab.
Andere Würmer setzen hingegen auf Masse aus Klasse. So schätzen Sicherheitsexperten, dass weltweit über 50 Millionen Rechner von Conficker infiziert sind. Davon sind über zwei Millionen gleichzeitig aktiv (verschiedene IP-Adressen). Der Nutzen, den der Wurm seinen Erfindern bringen soll, ist dabei weitgehend im Unklaren; eine auf den 3. Mai getimte Selbstzerstörungsroutine könnte aber ein Hinweis darauf sein, dass Confickers Einsatz bevorsteht. Die dafür notwendige Schadroutine könnte er ebenso nachladen, wie bisher schon neue Versionen seiner selbst. Den Schaden haben alle, nicht nur die, deren Computer befallen sind. Alle größeren Organisationen betreiben erheblichen Aufwand für Spamfilter, Firewall und Virenschutz. Über die Laufzeit eines Arbeitsplatz-PCs können die jährlich neu zu erwerbenden Antivirus-Lizenzen sogar teurer werden als das Betriebssystem. Und diese Kosten entstehen für ein Programm, dass keinerlei Arbeit erleichtert, aber die andere Arbeit am PC erschwert, indem es diese langsamer macht. Das Kernübel ist schnell ausgemacht: Computer sind doofe Befehlsempfänger, darauf optimiert, den jeweiligen Programmcode schnellstmöglichst abzuarbeiten. Das tun sie auch bei Schadcode ohne Rücksicht auf Verluste. Auch Betriebssysteme wurden bisher mit dem Fokus der einfachen Bedienbarkeit entwickelt, was auch die mehr oder weniger unbemerkte Nachinstallation von Schadsoftware einschließt. Windows Vista ist zwar deutlich sicherer als seine Vorgänger, nervt aber die Nutzer mit zahllosen Rückfragen. Windows 7 soll bei der Sicherheitskonfiguration wieder flexibler sein, was möglicherweise als "weniger sicher" zu übersetzen ist.
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