Existenz-Sorgen

Sharp braucht Geld: Gespräche mit Foxconn gehen weiter

Ursprüngliche Frist für einen Deal ist heute abgelaufen
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Der angeschlagene Elektronik-Riese Sharp verhandelt laut einem Medienbericht weiter über einen Einstieg des weltgrößten Auftragsfertigers Foxconn, auch nachdem die ursprüngliche Frist für einen Deal heute abgelaufen ist. Es sei aber nicht mit einer schnellen Einigung zu rechnen, weil es immer noch Differenzen über den künftigen Einfluss gebe, schrieb die Finanznachrichtenagentur Bloomberg weiter unter Berufung auf informierte Personen.

Sharp kämpft mit hohen Verlusten und ist auf frisches Geld von außen angewiesen. Der japanische Flachbild-TV-Pionier ging bereits eine Partnerschaft mit dem Konkurrenten Samsung ein und holte sich den Chip-Spezialisten Qualcomm ins Boot. Im Herbst musste Sharp bereits offiziell Existenz-Sorgen eingestehen, zuletzt hat sich die Finanzlage mit einer Abschwächung des Yen aber etwas gebessert.

Sharp benötigt dennoch zusätzlich viel Geld

Sharp braucht GeldSharp braucht Geld Allerdings brauche Sharp dennoch dringend viel zusätzliches Geld, weil im Juni eine Kreditlinie auslaufe und im September Anleihen fällig würden, berichtet das Wall Street Journal. Dafür wolle das Unternehmen voraussichtlich im Sommer neue Aktien ausgeben, hieß es. Sharp prüfe auch andere Optionen wie den Einstieg von Finanzinvestoren. Allerdings sei das Management nach wie vor nicht dazu bereit, die Kontrolle über das Unternehmen zu teilen, hieß es.

Das galt auch schon als Knackpunkt in den seit einem Jahr laufenden Gesprächen mit Foxconn. Der Apple-Auftragsfertiger wollte ursprünglich 9,9 Prozent von Sharp für 66,9 Milliarden Yen (derzeit 551 Millionen Euro) kaufen. Doch angesichts schlechter Geschäftszahlen sackte die Sharp-Aktie tief unter den damals vereinbarten Preis von 550 Yen und es wurden neue Verhandlungen nötig, die bisher erfolglos blieben.

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