Verschlüsselung

Secusmart: Jetzt auch sichere Samsung-Tablets

Secusmart stellt anlässlich der CeBIT ein Krypto-Tablet von Samsung vor. Das Gerät beruht auf dem Galaxy Tab S 10.5 und soll zunächst an deutsche Behörden geliefert werden.
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Secusmart liefert nicht nur das Merkel-Phone, sondern auch sichere Samsung-Tablets an Bundesbehörden.Secusmart liefert nicht nur das Merkel-Phone, sondern auch sichere Samsung-Tablets an Bundesbehörden. Die Verschlüsselungs-Firma Secusmart, die unter anderem die Bundesregierung mit sicheren Smartphones versorgt, hat jetzt auch ein besonders abgesichertes Tablet im Angebot. Zunächst ist es ein Modell auf Basis des Samsung Galaxy Tab S 10.5, sagte Secusmart-Chef Hans-Christoph Quelle der Deutschen Presse-Agentur. Die Geräte sollen zunächst an deutsche Behörden geliefert werden. Die dafür notwendige Zertifizierung durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) dürfte bis Jahresende vorliegen.

Samsung Galaxy Tab S 10.5

Secusmart stelle die Krypto-Software auf dem Gerät sowie die Infrastruktur für den sicheren Datentransfer, auf der bereits die Hochsicherheits-Smartphones aufsetzen. Samsung stellte neben der Hardware seine Sicherheits-Plattform Knox zur Verfügung. Von IBM komme eine Technologie zur Absicherung der einzelnen Apps. Der US-Computerkonzern werde die Tablets voraussichtlich zudem im Ausland vermarkten - auch an Unternehmen.

Freigabe für vertrauliche Dokumente

Auf den Tablets sollen Behörden-Mitarbeiter auch vertrauliche Dokumente lesen können, sagte Quelle. Dafür soll es abgesicherte interne App Stores geben. Die Partner rechneten mit einigen tausend abgesetzten Geräten in diesem Jahr, für 2016 seien Verkäufe im fünfstelligen Bereich angepeilt, sagte Quelle. Das Tablet wird heute auf einer Pressekonferenz im Vorfeld der IT-Messe CeBIT in Hannover präsentiert. Wir werden ab morgen ebenfalls vor Ort sein und über alle Neuheiten von der CeBIT berichten.

Secusmart wurde im vergangenen Jahr vom Smartphone-Pionier Blackberry übernommen. Laut einer Vereinbarung mit der Bundesregierung behält die Firma ihren Sitz in Düsseldorf. Blackberry musste wegen der besonderen Sicherheitsanforderungen auch einen Anti-Spionage-Vertrag unterschreiben, um grünes Licht für den Deal zu bekommen.

Anfang des Jahres war das Gerücht aufgekommen, dass Samsung Blackberry übernehmen könnte. Allerdings hatte Samsung erklärt, dass das Unternehmen sehr wohl an einer Zusammenarbeit mit den Kanadiern, nicht aber an einer Übernahme interessiert sei. Offenbar ist das neue Krypto-Tablet ein erstes Ergebnis dieser Kooperation.

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