Handyschutz

Socke, Folie, Outdoor-Hülle: Guter Schutz fürs Handy

Mobile Geräte sind unverzichtbare Begleiter - aber sie brauchen Schutz
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Ob bei der Arbeit, zu Hause oder auf Reisen: Mobile Geräte wie Smartphones und Tablets sind immer dabei - und werden entsprechend strapaziert. Günstig sind die digitalen Begleiter nicht, weshalb die meisten Besitzer ihre Geräte gerne so lange wie möglich vor Schäden bewahren möchten. Die billigste Lösung dafür mag ein alter Socken aus der Schublade sein. Wer mehr investiert, hat aber sehr wahrscheinlich länger Freude mit seinem Smartphone oder Tablet.

Auswahl gibt es auf dem Markt reichlich: Ob Gummiüberzug, Plastikschale oder Stoffhülle, für jeden Geschmack und Zweck dürfte sich etwas finden lassen. Allerdings helfen nicht alle Varianten in jeder Situation: "Hüllen aus Stoff oder Filz schützen das Gerät nur beim Transport", nennt Martin Puppe vom IT-Verband Bitkom ein Beispiel. Sinnvoll sind solche Lösungen vor allem unterwegs, wenn das Handy gemeinsam mit Schlüssel, Geldmünzen und anderen scharfkantigen Gegenständen in Mantel- oder Handtasche herumfliegt.

Gegen Stürze ist das Gerät mit Stoffüberzug nur unzureichend gesichert. Besser sind da laut Puppe Schutzhüllen aus Gummi oder Kunststoff, die das gesamte Gehäuse abdecken: "Das Gerät ist dadurch gegen grobe Kratzer geschützt und kann auch kleinere Stürze unter Umständen ohne Schäden überstehen." Je nach Modell können solche Hüllen sogar Wasserspritzer fernhalten.

Auch Gorilla-Glas ist nicht unzerstörbar

Mit der richtigen Schutzhülle ausgestattet überlebt ein Smartphone sogar ein Vollbad.Mit der richtigen Schutzhülle ausgestattet überlebt ein Smartphone sogar ein Vollbad. Das Display bleibt dabei allerdings frei, schließlich will der Besitzer es ja noch anfassen und anschauen können. Gleichzeitig ist der Touchscreen aber auch die Achillesferse eines Smartphones: Wenn er Schaden nimmt, lässt sich das Handy oft nicht mehr einwandfrei bedienen, warnt Puppe. Vor Glasbruch am Display soll das sogenannte Gorilla-Glas schützen. Viele Hersteller verbauen dieses als bruch- und kratzfest geltende Material, für dieses Jahr ist bereits die dritte Generation angekündigt.

Unzerstörbar wird das Display eines Geräts allerdings nicht, auch wenn der Bildschirm von kratzresistentem Glas bedeckt ist. Man sollte also seinen Schlüssel nicht unbedingt in die selbst Tasche packen wie das ungeschützte Smartphone. Resistentes Glas ist in der Regel aber wesentlich strapazierbarer als Kunststoff, ein Touchscreen bleibt damit auch mit kleinen Kratzern noch vergleichsweise lange funktionstüchtig.

Wer ein Handy ohne resistentes Glas hat oder sich zusätzlich gegen Displayschäden absichern will, kann das zum Beispiel mit speziellen Schutzfolien tun. Auf Portalen wie www.youniik.com und www.designskins.com sowie www.rebtos.de können Verbraucher sie sogar nach eigenen Wünschen gestalten. Guten Display-Schutz bieten außerdem die sogenannten Flip-Cover, die es vor allem für Tablets gibt. Das sind Hüllen mit einer klappbaren Abdeckung, die gleichzeitig als Stütze für das Gerät dienen kann.

Wasser ist der größte Feind

Im Alltag sollte dem Smartphone mit der Kombination aus Schutzfolie und Gummihülle kaum noch etwas gefährlich werden können. Anders sieht es aus, wenn zum Beispiel im Urlaub oder auf Wanderungen Dreck und Feuchtigkeit ins Spiel kommen. "Gelangt Wasser in das Gehäuse, kann das Smartphone oder Tablet dauerhaft beschädigt werden", sagt Martin Puppe. Sand und Staub verursachen nicht nur hässliche Kratzer, sondern können auch die Anschlüsse für Kopfhörer und Ladekabel verstopfen.

Für Strand- und Abenteuerurlauber empfiehlt sich daher eine wasser- und staubdichte Schale aus Kunststoff, die das Gerät komplett bedeckt. Das muss keine Hülle aus dem Handel sein. Im Notfall tut es auch ein verschließbarer Gefrierbeutel. Am Strand kann allerdings schnell Sand zwischen Schutzhülle und Smartphone geraten, der dann beim Transport in der Hosentasche Ärger macht. Daher wird das Handy am besten noch vor dem Abmarsch vom Strand aus der Hülle befreit und gesäubert.

Für guten Smartphoneschutz müssen Verbraucher mindestens 25 Euro einplanen. Dafür gibt es Outdoorhüllen verschiedener Hersteller. Wer bereit ist, etwas mehr auszugeben, kann auch zu einem Modell von Lifeproof greifen, das es bisher allerdings allerdings nur für das iPhone 4 und 4S gibt, und das außerdem mit 50 Euro relativ teuer ist. Dafür ist diese Hülle vergleichsweise leicht und dünn - und bietet dem Gerät zuverlässig Schutz, wie wir in unserem Härtetest überprüft haben.

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