
LTE - hier über einen USB-Stick - gilt in ländlichen Regionen als Hoffnung
Wenn über schnelles Internet gesprochen wird, ist in der Regel von
DSL die Rede. Doch DSL ist nicht die einzige Zugangsform zu
schnellem Internet. Oftmals steht dort, wo DSL technisch nicht oder nur sehr langsam verfügbar ist, mindestens
eine Alternative zum schnellen Surfen im Internet zur Verfügung. Zum Auftakt unseres
Themenspecials
rund um das breitbandige Internet zeigen wir Ihnen, welche Alternativen für Sie in Frage kommen, wenn Sie
kein klassisches DSL bekommen oder aber ihre DSL-Leitung viel zu langsam ist. Dabei beschränken wir uns
allerdings auf jene Zugangstechnologien, die auch eine entsprechende Reichweite haben und für Privatnutzer
finanziell realisierbar sind. Dadurch fallen Techniken wie SDSL, WiMax, Glasfaser oder WLL aus der Auflistung.
LTE: Die Hoffnung für die Landbevölkerung
Eine der derzeit am häufigsten genannten alternativen Zugangsformen derzeit ist der Internetzugang per
LTE.
LTE wurde in den vergangenen eineinhalb Jahren als die Hoffnung für die ländliche Bevölkerung genannt,
endlich einen Zugang zum Highspeed-Internet zu bekommen. Bei LTE handelt es sich um eine Funktechnologie,
ist also zunächst einmal vergleichbar mit UMTS oder
HSDPA, wie man es vom Handy und Surfsticks kennt. Doch
die Technologie und die Frequenzen auf denen gefunkt wird sind neu. Entsprechend bauen die Anbieter
aktuell neue Netze auf. Dabei haben sie die Vorgabe, zunächst Orte zu versorgen, die bei schnellem Internet als
unterversorgt gelten.
In der Tat haben vor allem die Telekom und Vodafone
schon viele Orte mit LTE erschlossen und auch Kunden in den
Netzen aktiv. Dabei können die Anschlüsse auf Wunsch so realisiert werden, dass der Kunde kaum Unterschiede zu
DSL bemerkt, geht es um die reine Handhabung. Vodafone realisiert sogar die Telefonie als Internet-Protokoll-Lösung
über LTE, die Telekom lässt die Kunden weiterhin über eine Kupferleitung telefonieren. Telefone und PC werden
dabei mit Routern verbunden, die das Signal dann umwandeln und per LTE bzw. Kupferleitung zum Netzbetreiber weiterleiten.
Unterschiede zu DSL merken die Kunden vor allem, wenn sie viel Traffic generieren wollen. Denn die LTE-Zugänge sind,
je nach Tarif, ab einem vorher vereinbarten Volumen pro Monat gedrosselt, der Kunde kann also nur noch langsam surfen.
Wer also, wie bei kabelgebundenem Internet möglich, intensiv Multimedia-Dienste oder Internet-Datenspeicher nutzen möchte,
der stößt bei LTE aktuell zeitnah an seine Grenzen.
LTE ist derzeit bei Weitem nicht überall verfügbar. Telekom und Vodafone haben bereits zahlreiche Orte erschlossen,
o2 nach offiziellen Angaben nur einige wenige. E-Plus installiert
derzeit LTE nur im Rahmen von Tests und Piloten.
Ob LTE am eigenen Wohnort verfügbar ist, verraten die Netzbetreiber auf ihren Webseiten. Bei der Telekom heißt das
entsprechende Produkt
Call&Surf via Funk. Allerdings: Wer ein positives Ergebnis
bekommt, bei dem ist noch nicht
gesichert, dass er auch LTE der Telekom bekommt. Denn der genannte Tarif wird teilweise auch über HSDPA realisiert.
Auf der nächsten Seite lesen Sie, wie sie per Mobilfunk schnelles Internet bekommen und wie Sie bundesweit
einen 10-MBit/s-Zugang bekommen können.