Kreuzfahrt

Warnung vor Handynetzen auf Schiffen

Die Verbraucherzentrale Sachsen warnt anlässlich der Urlaubssaison vor der Benutzung von Handynetzen auf Schiffen. Diese sind oft teuer und reguläre Roaming-Konditionen gelten nicht.
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Die Aida hat sogar WLAN an BordDie Aida hat sogar WLAN an Bord Günstige Auslandstelefonate und Mobilfunknutzung haben die Handynutzung bei Urlauben innerhalb der EU längst zur Gewohnheit werden lassen. Bei einer Kreuzfahrt oder Fährpassage hingegen kann es schnell sehr teuer werden. "Auf den Meeresgewässern wie Ostsee, Nordsee oder etwa der Atlantikküste gelten die EU-Roamingtarife nicht, denn das Roaming betrifft nur terrestrische Verbindungen", warnt Katja Henschler von der Verbraucherzentrale Sachsen.

Auf Kreuzfahrten sowie auf Fähren wird die Mobilfunkleitung über Satellit aufgebaut. Diese speziellen Schiffsnetze werden von Firmen unterhalten, die sich auf genau diese Netze spezialisiert haben. Wie beim klassischen Roaming auch rechnet der eigene Mobilfunkanbieter die Kosten für mobiles Telefonieren über die Telefonrechnung oder das Prepaid-Guthaben ab. Diese Dienste sind teuer, Gesprächskosten von nahezu 10 Euro pro Minute kommen vor. Das gilt auch, wenn die Kunden spezielle Roaming-Tarife mit ihrem Netzbetreiber abgeschlossen haben. Auf den Schiffsnetzen gelten weder Freieinheiten noch Flatrates.

"Normale" Netze sind in Küstennähe oft an Deck zu empfangen

"Kreuzfahrturlaubern ist daher zu raten, sich rechtzeitig vor Reiseantritt sowohl beim Mobil­funk­anbieter als auch beim Reise­veranstalter bzw. der Kreuz­fahrtgesel­lschaft über die Kosten zu informieren, um in Kenntnis der hohen Kosten Telefonate bewusst kurz zu halten", so Henschler.

Im Idealfall wird das Handy nur in der Nähe von Küsten genutzt. Über das Wasser strahlen vor allem GSM-Netze weit auf das Meer, so dass an Deck ein Gesprächs­aufbau oftmals möglich ist, wenn man sich nicht gerade mitten auf dem Meer befindet. Die Küste muss dafür nicht unbedingt zu sehen sein. Warnung vor dem NetzWarnung vor dem Netz

Auch Personenfähren, etwa von Deutschland nach Skandinavien, haben mittlerweile derartige Netze an Bord. Aktiviert werden sie in der Regel erst nach dem Ablegen im Hafen und dem Verlassen der 3-Meilen-Grenze. Wer dann jedoch nicht darauf achtet, in welchem Netz er eingebucht ist, zahlt selbst bei einer vergleichsweise kurzen Überfahrt

Mobile Internetnutzung ermöglichen viele Kreuzfahrt­gesell­schaften inzwischen über ein eigenes WLAN auf dem Schiff. Auch hier gilt es, im Vorfeld zu klären, wie die Konditionen sind. Auf den Schiffen der Aida gibt es beispielsweise verschiedene Pakete mit unterschiedlichen Inhalten. Details dazu haben wir in einer Meldung zu WLAN bei Aida Cruises zusammengestellt. Je nach Paket empfiehlt es sich, Synchronisationen, die per WLAN erfolgen, auszuschalten, damit keine automatischen Backups oder Downloads über die vergleichsweise teure Leitung erfolgen.

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