Schäuble gibt Fehler bei Netzsperren zu
10.10.2009 09:02
Minister will Internet dennoch reglementieren
Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hat
handwerkliche Fehler beim sogenannten Zugangserschwerungsgesetz für
Stoppschilder im Internet zugegeben. Das Gesetz zum Schutz vor
Kinderpornografie sei im Endspurt des Wahlkampfes auch deshalb
entstanden, um die CDU gegenüber anderen Parteien abzusetzen,
erklärte Schäuble am Rande eines "Wertekongresses" der
baden-württembergischen Landtags-CDU gestern in Stuttgart. Von
einer Reglementierung des Internet sei er dennoch auch beim
Urheberrecht überzeugt. "Kultur wie Marktwirtschaft gehen nicht ohne
den Schutz geistigen Eigentums", erklärte Schäuble.
Die umstrittenen Internetsperren waren in diesem Jahr von
Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) auf den Weg gebracht
worden. Jedoch trat das Gesetz nicht wie zunächst geplant am
1. August in Kraft, weil das federführende Wirtschaftsministerium es
vorsorglich noch der EU-Kommission in Brüssel vorlegte.
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