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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 22.05.2013 |
Vermeintlich sichere Satellitentelefone geknackt07.02.2012
18:35 Abgewandelter Hack des GSM-Protokolls greift Sat-Telefone an
Von Thorsten Neuhetzki mit Material von dpa
![]() Ein Iridium-Satelliten-Handy erster Generation Forscher haben die Übertragung von Satellitentelefonen geknackt und erhebliche Sicherheitslücken offengelegt. Wie Mitarbeiter des Instituts für IT-Sicherheit an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) mitteilten, gelang es ihnen, die Übertragungen von Satellitentelefonen mit einfachen Programmen aus dem Internet in kurzer Zeit zu entschlüsseln. Bisher galten die Sicherheitsstandards A5-GMR-1 und A5-GMR-2 des Europäischen Instituts für Telekommunikations-Standards als abhörsicher. Weil die Satelliten-Standards ähnlich denen für das GSM-Handynetz seien, habe man deren Entschlüsselungsmethode abwandeln und für den eigenen Angriff übernehmen können, erklärte Benedikt Driessen von der RUB. Erst im Dezember wurde GSM auf einer Sicherheitskonferenz binnen kurzer Zeit geknackt. Verschlüsselungsmechanismen werden in die Kommunikation eingebaut, um die Privatsphäre der Benutzer zu schützen. Weil es keine alternativen Verschlüsselungen gebe, könnten sich Nutzer ähnlich wie bei Mobiltelefonen nicht auf Abhörsicherheit verlassen. Weltweit werden Satellitentelefone in Gebieten eingesetzt, in denen es keine Mobilfunknetze gibt. Etwa in Kriegsgebieten, Dritte-Welt-Ländern und auf hoher See. Die Verbindung wird über Funk mit Satelliten direkt zwischen den Telefonen oder in ein Festnetz hergestellt. Von Privatnutzern in Mitteleuropa wird die Satelliten-Telefonie praktisch nicht angewendet, da sie für die tägliche Nutzung zu teuer ist und auch in Gebäuden keine Netzabdeckung bietet. Unternehmen wie Secusmart bieten eigene Verschlüsselungsmethoden an, um Telefonate im GSM-Netz wieder sicher zu machen. Das Verfahren eignet sich aufgrund seiner hohen Kosten aber nur für Telefonate mit wirklich geheimen Inhalten. Der Kostenpunkt dabei sind allerdings weniger die Telefonate selbst als die Anschaffung der speziellen Telefone bzw. der Speicherkarten mit dem Verschlüsselungs-Algorithmus. Weitere Meldungen zum Thema Sicherheitslücke
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