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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 23.02.2012 |
Samsungs Aufstieg im Handy- und Smartphone-Markt22.05.2011
13:48 Galaxy-Reihe katapultiert Samsung nach obenInhaltsverzeichnis:1. Steigende Marktanteile, große Produktpalette2. Samsungs Tanz auf verschiedenen Hochzeiten
Das Apple iPhone brachte den weltweiten Handy-Markt durcheinander. Seitdem
sind frühere Größen wie Nokia, Motorola,
Palm/HP und jetzt auch der Blackberry-Hersteller
Research in Motion in schwere Fahrwasser geraten. Nur wenige Hersteller
schwimmen richtig erfolgreich auf der vom iPhone ausgelösten Smartphone-Welle mit: zum Beispiel
die auf Android setzenden Produzenten HTC und Samsung.
Samsung hat jetzt in Westeuropa Nokia als Marktführer beim Handy-Absatz
abgelöst. Die Südkoreaner zeichneten hier verantwortlich für 29,3 Prozent der Mobiltelefone,
die im ersten Quartal dieses Jahres verkauft wurden. Was macht Samsung zurzeit so
erfolgreich?Während Hersteller wie Nokia mit seinen Communicatoren, RIM mit den Blackberrys und Sony Ericsson mit Modellen der P-Serie schon vor fast einem Jahrezehnt im Smartphone-Bereich aktiv waren, setzte Samsung erst relativ spät auf das jetzt boomende Segment - dabei sorgten die Koreaner schon zuvor mit Regelmäßigkeit für technologische Paukenschläge. Erst Anfang 2006 kam mit dem Samsung SGH-i300 das erste ernstzunehmende Smartphone auf den Markt. Es lief unter dem inzwischen eingemotteten Betriebssystem Windows Mobile und hatte durch die eingebaute Minifestplatte sogar 3 GB Speicher an Bord. In den Folgejahren brachte Samsung noch weitere Smartphones auf Windows-Mobile-Basis heraus, baute aber weiterhin vor allem Handys mit hauseigenem Betriebssystem. Es folgte mit dem erfolgreichen Samsung i8910 HD auch ein kurzer Abstecher ins Symbian-Lager. Vielfalt der BetriebssystemeDieser Versuch sollte aber eine Eintagsfliege bleiben, da in der Folge Google seine Plattform Android auf den Markt brachte und Samsung sich völlig neu orientierte. Samsungs proprietäres Betriebssystem gibt es dagegen immer noch, vor allem im Bereich der sogenannten Feature-Phones, die weniger Funktionen als echte Smartphones bieten und in der Regel lediglich Java-Apps unterstützen. Die hauseigene TouchWiz-Benutzeroberfläche, die auch die Menüstruktur der Geräte bestimmt, kommt sowohl auf Android-Smartphones als auch auf Smartphones mit dem ebenfalls selbst entwickelten Betriebssystem Bada zum Einsatz - aktuell in der Version 4.0. Das erste Bada-Smartphone Samsung Wave S8500 kam im Mai vergangenen Jahres auf den Markt. Seitdem hat Samsung seine Produktpalette kontinuierlich erweitert. Im kommenden September soll die Version Bada 2.0 erscheinen, die unter anderem Funktionen wie Flash, Multitasking, NFC (Near-Field-Communication) und Geräteverbindungen über die WLAN-Schnittstelle bringen soll. "Wichtig für uns sind die Unabhängigkeit und die Möglichkeit, besser und schneller auf Wünsche der Konsumenten eingehen zu können. So können wir die Stärken von Hardware und Software bestmöglich kombinieren", sagt die Samsung-Pressesprecherin Annika Karstadt. "Außerdem hat Bada Smartphones Massenmarkt-fähig gemacht. Das System kostet uns keine Lizenzgebühren und ist zudem äußerst benutzerfreundlich." Eine bislang kleine Rolle in der Betriebssystem-Politik spielt auch die Microsoft-Plattform Windows Phone 7. Hier hat Samsung mit dem Samsung Omnia 7 momentan ein Gerät im Angebot, das allerdings zu den besten Smartphones mit dem noch jungen System gehört. Samsung verbaut hier ein AMOLED-Display, mit dem allein sich das Omnia 7 schon deutlich von den WP7-Geräten der Konkurrenz abhebt. AMOLED-Displays, die bei etlichen Samsung-Smartphones zum Einsatz kommen, sind organische Displays mit leuchtender Farbwiedergabe und hohem Kontrast, da keine Hintergrundbeleuchtung nötig ist. Das ermöglicht eine sehr dünne Bauweise der Geräte und einen geringeren Stromverbrauch als bei herkömmlichen LCD-Komponenten. Mit den Galaxy-Smartphones beginnt die Erfolgsgeschichte
Beim August 2010 eingeführten und noch immer aktuellen Modell Samsung Galaxy S hatte Samsung vor allem in Sachen Design und Benutzeroberfläche aufgerüstet. Beide Komponenten erinnern stark an Apples iPhone - die Menüs zeigen sogar eine ähnliche Anordnung der Favoritenprogramme (vier im unteren Bereich des Bildschirms). Das 4-Zoll-Display kommt mit Super-AMOLED-Technik und beweist Farbenfreude und guten Kontrast. Auch der Akku ist ausdauernder. Der Erfolg des Galaxy S gibt dem Hersteller Recht: Im Oktober 2010 hatte Samsung weltweit bereits etwa fünf Millionen Galaxy-S-Smartphones absetzen können, allein in Korea und den USA zusammen über drei Millionen Geräte. Im November war von über sieben Millionen verkauften Geräten weltweit die Rede. In Japan überholte Samsung damit sogar Apples iPhone 4. Das Galaxy S erschien zum Marktstart noch mit Android 2.1 (Eclair), seit April wird aber die Android-Version 2.3.3 (Gingerbread) für ausgeliefert.
Auf der folgenden Seite lesen Sie, wo Samsungs Reise künftig hingeht.
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