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Schwachpunkt Sonne: Samsung N150 Eom mit UMTS im Test09.06.2010
13:26
Nachdem wir Samsungs UMTS-10-Zöller N150 Eom zerlegt haben, folgt nun der ausführliche Test. Wir checken die Akkulaufzeiten mit dem integrierten UMTS-Modul ebenso wie die Abwärme, das matte Display und die Verarbeitung. Wir können viel Positives, aber leider auch Negatives berichten.
Das Samsung N150 Eom ist mit einem integrierten UMTS-Modem ausgerüstet und kostet bei Amazon aktuell 390,10 Euro. Das Modell N150 Endi ist baugleich mit dem Eom und wird über die Mobilfunk-Provider zusammen mit Datenverträgen vertrieben. Mit einem Gerätepreis von ab etwa 350 Euro ist der 10-Zöller deutlich teurer als aktuelle Pine-Trail-Minis mit Windows 7 Starter ohne die 3G-Option. Ist das Samsung N150 Eom/Endi dieses Geld wert? Kann es alles, was wir uns von einem ordentlichen Netbook wünschen? Lest weiter und erfahrt die Antworten. Drum und Dran: Verarbeitung und Optik
Die Stabilität der Konstruktion des Samsung N150 Eom ist OK aber nicht besonders hoch. Mit zwei Händen können wir die Base Unit leicht verbiegen. Eine gewisse Instabilität zeigt sich auch auf der Unterseite. Die Arbeitsspeicher-Klappe und die Lufteinzugsschlitze können deutlich eingedrückt werden. Gut gefällt uns die Einhängung des Akkus. Selbiger rastet überlappend ein. Dadurch sitzt er fast so fest am Gehäuse, als ob es eine Einheit wäre. Der Deckel ist im Gegensatz zur Base Unit vorbildlich. Seine glänzende Fläche kann nur mit Kraft eingedellt werden. Die Gelenke des Displays gefallen uns sehr gut. Obwohl die Scharniere leicht öffnen und wir nur eine Hand benötigen, klebt der Deckel im geschlossenen Zustand förmlich am Chassis. Das ist gut so, denn es können keine Kugelschreiber oder ähnliches hineinrutschen und das TFT beschädigen. Ausrüstung: Einfach Surfen mit dem UMTS-Modem
Eingaben: Toller Druckpunkt aber kleine Auflage
Die Fläche des Multitouch-Pads ist matt wie die Handauflage. Unser Finger gleitet mit geringem Widerstand darüber und der Cursor bewegt sich zielgenau. Die Fläche des Pads gibt nicht nach. Kein gutes Tipp-Feedback haben die Pad-Tasten. Sie zeigen einen für unseren Geschmack zu geringen Hub. Sie klicken jedoch relativ leise. TFT: Matt aber leider schwach
Matten Netbook-Displays wird nachgesagt, sie eignen sich besonders gut für den Einsatz unter Sonnenlicht. Anti-Glare hat seine Fans, denn wo Reflexionen die Sicht verhageln, da schlägt die Stunde der entspiegelten TFT-Anzeigen. Leider kommt es für das Samsung N150 nicht ganz so glamourös. Die Hintergrundbeleuchtung ist nämlich zu dunkel. Für Innenräume reicht es locker, für den zufriedenstellenden Outdoor-Einsatz langt es nicht. Die geringen Blickwinkel sind typisch für Netbooks. Bei blassen Farben können die Augen des Betrachters vertikal nur bis 20 Grad abweichen. Das heißt, wer von oben oder unten in die Anzeige schaut, der erkennt verwaschene Farben und abgedunkelte Bildflächen. Horizontal sind die Winkel deutlich großzügiger. Langsam: Mühsames Arbeiten mit N450
Laufzeit: Nicht ultimativ aber sehr gut
Nach gut acht Stunden ist der Akku leer. OK, das war der Idle-Test. Hierbei hat das Netbook keine Aufgaben und steht einfach so da. Die Helligkeit ist aufs Minimum gedimmt und die Funkmodule sind deaktiviert. Realistischer ist eine Probe der Laufzeit
Unser Energiekosten Messgerät zeigt einen Stromverbrauch von bis zu 15.7 Watt an. Das ist für ein Netbook sehr viel, wird aber nur erreicht, wenn der Intel Atom konstant zu 100 Prozent ausgelastet ist und die Funkmodule aktiv sind. Wenn es nichts zu tun gibt und die maximalen Spareinstellungen aktiviert sind, dann zeigt das Multimeter nur 8.3 Watt an. Das ist der Idle-Strombedarf ohne Ladung des Akkus. Hören und Fühlen: Lautstärke und Temperatur
Schadstoffe stößt der Samsung N150 Eom nicht aus, wohl aber ein klein wenig Wärme. Selbige bleibt im Idle, oder auch bei CPU-Last, gering. Es sei denn, wir stellen den N150 auf Silent-Mode um (Fn-Taste). Hierbei geht der Lüfter aus. Die Abwärme
Unter Belastung ändern sich die Temperaturen gegenüber Idle im Normal-Modus nicht gravierend. Die Temperatur an der Bodenplatte steigt nicht über 35 Grad Celsius (punktuell). Auf der Tastatur messen wir höchstens 33 Grad. Bei der Lautstärke zeigt sich Intels Pine Trail von der besten Seite. Das Samsung N150 bleibt still wie ein Mäuschen. Selbst unter Belastung dreht die Kühlung mit 30.7 dB(A) so leise vor sich hin, dass sie eigentlich nicht hörbar ist. Gleiches gilt für die 2.5-Zoll HDD von Hitachi (HTS545025B9A300). Ihr Rauschen können wir nur mit aufgelegtem Ohr hören. Fazit: Nicht ganz günstig, aber gut
Im Vergleich zu Konkurrenzmodellen, die ebenfalls ein internes 3G-Modem enthalten, steht das Samsung N150 preislich gar nicht so schlecht da. Acer verlangt für sein Aspire One 532 stolze 380 Euro. Lediglich Netbooks der ersten Generation (Atom N270) gibt es mit UMTS bereits ab 240 Euro. Da wären zum Beispiel das Lenovo IdeaPad S10 UMTS (ab 240 Euro) oder der Asus Eee PC 1005HGo (ab 280 Euro). Auch ein Samsung-Modell der alten Generation steht noch ab und an in den Regalen: N310-anyNet (ab 290 Euro). Sebastian Jentsch
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