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Samsung Gear S: Die Smartwatch mit WLAN, UMTS und GPS im Test

Wir haben die Samsung Gear S einem Test unterzogen und berichten darüber, was die neue Samsung-Smartwatch auszeichnet. Zudem zeigen wir auf, welche Apps für die Handy-Uhr bereits verfügbar sind und wo die Schwächen des Gadgets liegen.
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Der Online-Händler Pearl hatte bisher als einer von ganz wenigen Anbietern Smartwatches auf Lager, die auch ohne Bluetooth-Verbindung mit einem Smartphone funktionieren, da sie über eigene Mobilfunk- und WLAN-Schnittstellen verfügen. Auf der Berliner IFA stellte mit Samsung auch ein großer Hersteller eine solche Handy-Uhr vor. Die Samsung Gear S, wie sich das Wearable nennt, ist seit wenigen Wochen im Handel erhältlich. Wir haben uns ein Gerät besorgt, um dieses einem Test zu unterziehen.

Samsung Gear S

Die Samsung Gear S ist 40 mal 58 mal 13 Millimeter groß und mit 84 Gramm angenehm leicht. Die Uhr ist weitgehend aus Kunststoff gefertigt. Sie ist gut verarbeitet, wirkt aber etwas klobig - ein Schicksal, dass sie mit vielen anderen Smartwatches teilt. Allerdings hat der Hersteller auch einiges an Technik in das kleine Gehäuse gepackt. So verfügt die Gear S nicht nur über ein 2 Zoll großes Super-AMOLED-Display, das eine Auflösung von 360 mal 480 Pixel bietet. Die Uhr hat auch einen 1-GHz-Dual-Core-Prozessor und 512 MB Arbeitsspeicher an Bord.

Samsung Gear S im TestSamsung Gear S im Test Zudem stehen 4 GB Flash-Speicher zur Verfügung. Schade, dass sich die Kapazität nicht erweitern lässt. Immerhin lassen sich beispielsweise Musiktitel und Fotos vom Smartphone auf die Smartwatch übertragen und dort abspielen, so dass der integrierte Speicher schnell an seine Kapazitätsgrenzen stoßen kann.

Samsung setzt auf Tizen

Als Betriebssystem setzt Samsung auf seine Eigenentwicklung Tizen, die der Hersteller auch bei anderen Handy-Uhren verwendet, während die Veröffentlichung eines Tizen-Handys immer wieder verschoben wurde. Die Smartwatch kann nicht nur per Bluetooth mit einem Smartphone gekoppelt werden. Sie hat auch eine eigene GPRS/UMTS-Schnittstelle und ein WLAN-Modul an Bord. So lassen sich zumindest einige Funktionen auch ohne Verbindung mit dem Handy nutzen.

Die Samsung-Smartwatch nimmt auch eine Nano-SIM-Karte aufDie Samsung-Smartwatch nimmt auch eine Nano-SIM-Karte auf Als Zubehör liefert Samsung neben einem Ladekabel eine kleine "Docking-Station" mit, die zum Aufladen des integrierten Akkus benötigt wird. Hier hätte man sich gewünscht, dass der Hersteller einen echten Micro-USB-Anschluss vorgesehen hätte, so dass der Nutzer auf Reisen auf die Mitnahme der "Docking-Station" verzichten könnte. Ohne Auflademöglichkeit sollte der Nutzer das Haus nämlich eigentlich nur für maximal eineinhalb Tage verlassen. Wie sich im Test gezeigt hat, muss der Akku bei normaler Nutzung spätestens dann nachgeladen werden.

Wir haben eine Nano-SIM-Karte in den dafür vorgesehenen Schacht der Samsung Gear S eingelegt, den Akku aufgeladen und das Gerät eingeschaltet. Nach der Start-Animation wurden wir - wie von einem Smartphone gewohnt - zur Eingabe der SIM-PIN aufgefordert. Danach verlangte die Uhr nach der Samsung-Gear-Software auf einem Smartphone. Ganz ohne Handy kommt die Gear S also nicht aus, wie sich auch im weiteren Verlauf unseres Tests gezeigt hat.

Auf Seite 2 lesen Sie unter anderem, wie sich die Inbetriebnahme der Samsung Gear S im Test gestaltet hat und welche Funktionen der Smartwatch uns am besten gefallen haben.

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