Einschränkungen

Samsung Galaxy S7: Speicher-Management nicht ausgereift

Wir zeigen auf, welches wichtige Feature von Android Marshmallow dem Samsung Galaxy S7 fehlt. Ferner berichten wir darüber, was Samsung gegenüber früheren Dual-SIM-Handys bei den Dual-SIM-Versionen verschlechtert hat.
AAA
Teilen (41)

Dem Samsung Galaxy S7 fehlen Marshmallow-FeaturesDem Samsung Galaxy S7 fehlen Marshmallow-Features Das Samsung Galaxy S7 kommt in Deutschland zumindest vorerst nur in der Version mit 32 GB Speicherplatz auf den Markt. Die Käufer haben die Möglichkeit, die Kapazität durch den Einsatz von microSD-Speicherkarten zu erweitern. Dabei können die Kunden einem Bericht von Android Central zufolge den zusätzlichen Speicherplatz jedoch nicht ganz so verwenden wie vielleicht erhofft.

Eigentlich ermöglicht es Android 6.0 (Marshmallow), microSD-Speicherkarten so einzubinden, dass sie den internen Speicher erweitern. In einem Test mit verschiedenen Android-Smartphones, die bereits mit der aktuellen Version der Firmware ausgestattet sind, haben wir bereits aufgezeigt, wie das funktioniert. Käufer des Samsung Galaxy S7 und des Samsung Galaxy S7 Edge müssen dagegen auf diese Funktion verzichten.

Samsung hat diese neue Betriebsart für die Speicherkarte abgeschaltet. Es besteht auch nicht die Möglichkeit, das Feature optional zu aktivieren. Der Hersteller begründet das mit den Gefahren, die diese Erweiterung des Systemspeichers mit sich bringt. So sei die Speicherkarte, die neu formatiert werden müsse, mit anderen Geräten nicht mehr lesbar.

Selbst in dem Smartphone, für das die Karte formatiert wurde, lasse sich der Zusatzspeicher nicht mehr lesen, nachdem er einmal entfernt wurde. So bestehe die Gefahr, dass Nutzer möglicherweise sogar unbeabsichtigt für Datenverlust sorgen. Daher habe man darauf gesetzt, dass die Speicherkarte auch in den neuen Smartphone-Spitzenmodellen so verwendet werden kann, wie es auch unter Android 5.1.1 (Lollipop) üblich war.

Dual-SIM-Versionen verschlimmbessert

Verschlimmbessert hat Samsung indes die Dual-SIM-Versionen des Galaxy S7 bzw. Galaxy S7 Edge gegenüber früheren Modellen. Wie beispielsweise auch Huawei setzt nun auch Samsung auf die Wahlmöglichkeit zwischen einer zweiten Nano-SIM-Karte und einer microSD-Speicherkarte. Der parallele Betrieb zweier SIMs und einer Speicherkarte ist dagegen nicht möglich.

Dual-SIM-Funktion verschlechtertDual-SIM-Funktion verschlechtert Für den deutschen Markt sind die Dual-SIM-Varianten der neuen Samsung-Flaggschiffe nicht vorgesehen, während sich Huawei im Falle des Mate 8 dazu entschieden hat, auch hierzulande das Modell zu verkaufen, bei dem es möglich ist, gleich zwei Betreiberkarten zu verwenden. Microsoft hat mit dem Lumia 950 sein aktuelles Smartphone-Spitzenmodell ebenfalls mit Dual-SIM-Funktion auf den deutschen Markt gebracht.

Angesichts der Konkurrenz ist es unverständlich, dass Samsung deutschen Kunden die Dual-SIM-Funktion vorenthält. Genauso ist es nicht nachvollziehbar, dass der Hersteller die 64-GB-Version des Galaxy S7 und des Galaxy S7 Edge in Märkten, in denen die 32-GB-Varianten erhältlich sind, gar nicht erst anbietet, so dass die Kunden mit den beschriebenen Einschränkungen bei der Speichernutzung leben müssen.

Teilen (41)

Mehr zum Thema Samsung