Mit Seitendisplays

Samsung Galaxy S6 Edge im Test: Was taugt das Seitendisplay?

Kernfeature des Samsung Galaxy S6 Edge gegenüber dem Galaxy S6 sind die abgeknickten Seitendisplays. Im Test zeigen wir auf, welche Vor- und Nachteile sie haben, was Samsung hätte besser machen können und wie das Galaxy S6 Edge im Leistungscheck abschneidet.
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In einigen Tagen bringt Samsung seine beiden neuen Flagg­schiffe, das Samsung Galaxy S6 und das Samsung Galaxy S6 Edge auf den Markt. Wie schon in unserem Testbericht zum Samsung Galaxy S6 beschrieben, gibt es gegenüber dem Vor­gänger­gerät Galaxy S5 einige Veränder­ungen. Diese fallen besonders bei der Edge-Variante ins Auge, die wir in diesem Testbericht näher unter die Lupe nehmen wollen. Da die "inneren Werte" des Samsung Galaxy S6 und Galaxy S6 Edge sehr ähnlich sind, konzentrieren wir uns nach dem bereits veröffentlichen S6-Test­bericht dabei zunächst auf die Seitendisplays, lassen die sonstigen Testkriterien im weiteren Verlauf des Tests aber nicht außer Acht. Das Samsung Galaxy S6 EdgeDas Samsung Galaxy S6 Edge

Ein be­son­deres Au­gen­merk gehört beim Galaxy S6 Edge bei­spiels­weise dem Akku: Obwohl dieser auf­grund des ge­schlos­senen Me­tall­gehäuses wie beim Galaxy S6 nicht wechselbar ist, bringt er mit 2 600 mAh exakt 50 mAh mehr an Kapazität als die Batterie des Galaxy S6. Nominell klingt das erst einmal nach einem kleinen Unterschied - im Test erlebten wir allerdings eine Überraschung.

Seitendisplay bringt besseren Blickwinkel

Das Display des Galaxy S6 Edge ist an beiden Längsseiten abgerundet. Dadurch ergibt sich beim Anschauen des Gerätes ein zusätzliches Display, das der Betrachter seitlich im 90-Grad-Winkel anschauen kann, während das übliche Hauptdisplay eines Smartphones auf einem Tisch liegend üblicherweise in einem geschätzten 45-Grad-Winkel betrachtet wird. Samsung nutzt diese beiden daraus resultierenden Seitenleisten aus Seitendisplay auf der Kante des Handys - dem namengebendem Edge. Im Test dieser Edge-Variante zeigten sich sowohl Vorteile aber auch Nachteile des Edge-Displays, dessen Funktionsumfang größer sein könnte.


Swiftkey fällt an den Bildschirm-Rändern ab
Generell sind die beiden Kanten rechts und links Bestandteil des Hauptdisplays. Inhalte wie Webseiten oder Apps fallen also rechts und links etwas ab und werden auf den abgerundeten Kanten des Smartphones dargestellt. Das ist gewöhnungsbedürftig und gefällt nicht jedem und nicht in jeder Situation. Gerade wenn man eine Webseite heranzoomt und Inhalte auf dem Display verschiebt, müssen sich Auge und Gehirn erst daran gewöhnen, dass die Inhalte auch über die Kante hinweg "rutschen".

Buchstaben rutschen bei Swiftkey auf den Rand

Samsung Galaxy S6 Edge
Das hat auch Auswirkungen auf die Bedienung des Handys. Denn wenn Elemente auf der Kante des Displays dargestellt werden, müssen sie auch dort angeklickt werden. So befindet sich in Apps manche Menü-Fläche auf der linken Seite sehr nah an der Kante und auch bei Tastaturen wie Swiftkey rutschen die Taste mit dem "q" bzw. dem "1" links sowie das "p" rechts zu einem Teil auf die Rundung. Daran mag man sich gewöhnen, das hätte man aber dennoch anders lösen können. Bei der Samsung-eigenen Tastatur ist das Problem weniger stark. Als störend empfanden wir die Darstellung des Hauptdisplay-Randes auf den Ecken vor allem bei Videos im Quer-Vollformat. Hier wird jeweils ein schmaler Streifen oben und unten auf den Rändern dargestellt, was das Auge vom eigentlichen Inhalt des Films immer wieder ablenkt.

Was der Edge-Bildschirm dem Nutzer an Vorteilen bringen soll, wann und wie der Bildschirm aktiviert werden kann und wie er zur unauffälligen Anruf-Benachrichtigung genutzt werden kann, lesen Sie auf der folgenden Seite.

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