Themenspecial Reise und Roaming Sperre

Samsung Galaxy S5 wird mit Region-Lock ausgeliefert

Wie zuvor schon andere Handys liefert Samsung auch das Galaxy S5 mit einem Region-Lock aus, so dass es nur mit europäischen SIM-Karten funktioniert. Wir berichten darüber, wie sich die Netzsperre auswirkt und darüber, wie Sie als Besitzer des Samsung Galaxy S5 den Region-Lock aufheben können.
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Samsung Galaxy S5 kommt mit Region-LockSamsung Galaxy S5 kommt mit Region-Lock Im vergangenen Jahr sorgte Samsung für Schlagzeilen mit dem Region-Lock. Diese Sperre, mit der zunächst das Samsung Galaxy Note 3 sowie später auch weitere Smartphones des koreanischen Herstellers ausgestattet waren, erfordert die Inbetriebnahme des Handys mit einer SIM-Karte aus der Region, in der es gekauft wurde. Auch das Samsung Galaxy S5, das ab Freitag, 11. April, verkauft wird, verfügt über eine solche Einschränkung.

Ein Aufkleber auf der Verpackung des neuen Smartphone-Spitzenmodells von Samsung verrät unmissverständlich: Die Inbetriebnahme des Galaxy S5 mit der SIM-Karte eines Netzbetreibers, der nicht aus dem europäischen Wirtschaftsraum stammt, wird scheitern. Wörtlich heißt es: "Europäisches Modell: Dieses Produkt sollte mit einer SIM-Karte verwendet werden, die von einem Mobilfunkanbieter aus der Region Europa (definiert als EU/EWR, Schweiz sowie folgende Länder außerhalb des EWR: Albanien, Andorra, Bosnien und Herzegowina, Republik Mazedonien, Monaco, Montenegro, San Marino, Serbien und Vatikanstadt) stammt. Wenn Sie SIM-Karten aus Ländern außerhalb des Region Europa verwenden möchten, muss zunächst mindestens fünf Minuten über die SIM-Karte eines europäischen Anbieters innerhalb der Region Europa telefoniert werden."

Netzsperre für die meisten Kunden kaum relevant

Für Kunden, die ihr in Deutschland gekauftes Smartphone überwiegend mit der Betreiberkarte ihres Heimat-Anbieters nutzen und das Gerät nur hin und wieder im Urlaub auch mit einer lokalen Prepaidkarte aus dem Gastland einsetzen, sollte diese Regelung unproblematisch sein. So konnten wir ein Ende November erworbenes Samsung Galaxy Note 3, für das eine vergleichbare Regelung galt, im Januar problemlos mit einer Prepaidkarte von T-Mobile USA verwenden.

Dennoch ist das Vorgehen von Samsung unverständlich. Zum einen mutet bislang kein weiterer Smartphone-Hersteller den Käufern seiner Geräte vergleichbare Restriktionen zu. Zum anderen ist es nicht bekannt, auf welchem Weg und wie schnell die Freischaltung des Handys vor alle Netze erfolgt, sobald die geforderten fünf Minuten mit der europäischen SIM-Karte innerhalb Europas telefoniert wurde.

Wird jede SIM korrekt erkannt?

Hinweise zum Region-Lock auf der Verpackung des SmartphonesHinweise zum Region-Lock auf der Verpackung des Smartphones Nicht zuletzt ist es nicht ausgeschlossen, dass Samsung Betreiberkarten von weniger bekannten Anbietern falsch einordnet und nicht als europäische SIM erkennt. So erkannte ein von teltarif.de getestetes Palm Pre vor einigen Jahren eine Karte des früheren virtuellen deutschen Netzbetreibers vistream nicht, was zur Folge hatte, dass das Gerät dauerhaft den Appstore für den "Rest der Welt" anstelle des für Deutschland bestimmten App-Katalogs bekam. Nachteil in diesem Fall: Selbst durch einen Werksreset konnte die Einstellung nicht rückgängig gemacht werden. Einzig ein Gerätetausch war möglich.

Erfahrungswerte von Samsung-Smartphone-Besitzern, deren SIM nicht eindeutig zugeordnet wurde, so dass der Region-Lock nicht aufgehoben wurde gibt es noch nicht. Dafür beklagten sich Nutzer in Online-Foren in der Vergangenheit, dass die alternativ angebotene Aktivierung über die Kundenbetreuung des Herstellers in der Praxis nicht funktioniert hat.

Kurz vor dem offiziellen Verkaufsstart des Galaxy S5 hatten wir Gelegenheit, das neue Smartphone von Samsung zu testen. Ob es überzeugen konnte und was die Neuerungen bei dem Gerät sind, lesen Sie in unserem Testbericht des Galaxy S5.

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