Ausprobiert

Samsung Galaxy Note im kurzen Test: Schnelles Mega-Smartphone

Android-Mischling wird zum Start knapp 800 Euro kosten
Von der IFA in Berlin berichtet
AAA

Samsung Galaxy Note mit halb herausgezogenem StylusSamsung Galaxy Note mit halb herausgezogenem Stylus Mit dem Galaxy Note hat Samsung auf der IFA eines der Highlights präsentiert, aber bereits bei der genauen Definition gehen die Schwierigkeiten los. Handelt es sich bei dem schlanken Android-Gerät mit dem 5,3 Zoll großen Display nun um ein Smartphone, oder doch schon um ein Tablet? Samsung selbst drückt sich ein bisschen darum, hier exakte Worte zu finden. Letzten Endes soll das Galaxy Note ein Alleskönner sein: Telefonieren wie ein Handy, Surfen wie auf dem Tablet, Akku-Ausdauer für einen ganzen Tag und durch den digitalen Eingabestift auch noch ein elektronischer Notizblock. Wir haben das Samsung Galaxy Note auf der IFA kurz im Test ausprobiert.

Samsung Galaxy Note

Mit seinen knapp 180 Gramm Gewicht und unter einem Zentimeter Dicke liegt das Samsung Galaxy Note gut in der Hand. Der Unterschied etwa zu einem Galaxy S II ist nicht so immens, als dass die neue Wunderflunder der Koreaner nicht auch als Smartphone durchgehen würde. Im Vergleich wirkt das ähnlich große und ausgelegte Dell Streak deutlich schwerer und klobiger. In dem Gehäuse hat auch noch der Stylus Platz, er ist in der unteren rechten Ecke platziert worden. Die Verarbeitung wirkt sehr gelungen, die Rückseite aus konturiertem Kunststoff greift sich angenehm an. Dank des Dual-Core-Prozessors mit einer Taktfrequenz von 1,4 GHz läuft das Samsung Galaxy Note, das Android 2.3.5 Gingerbread mit der TouchWiz-UI nutzt, flüssig und schnell, Hakler und Verzögerungen gibt es keine. Mit ein paar zusätzlichen Multitouch-Gesten, etwa Pinch-to-Zoom im Kalender zum Umschalten der Ansicht oder Über-das-Display-wischen zum Anfertigen eines Screenshots, hat Samsung zudem die Benutzungsmöglichkeiten etwas erweitert.

Bedienung mit dem Stift geht zügig und präzise

Umfangreiche Möglichkeiten zur BildbearbeitungUmfangreiche Möglichkeiten zur Bildbearbeitung Bei der Bedienung ist Samsung aber auch sonst vergleichsweise neue Wege gegangen. Obwohl die Bedienung von Touchscreen-Geräten mit einem Stylus bereits ein alter Hut ist, erlebt der digitiale Eingabestift gerade eine kleine Renaissance. Beim Samsung Galaxy Note ist er zudem überaus vielfältig einsetzbar, denn eigentlich lassen sich alle Befehle, die sonst mit dem Finger ausgelöst wurden, auch mit dem Stift erledigen. Bei der Konkurrenz wie etwa dem HTC Flyer ist das nicht ganz so gut umgesetzt. Um etwa den digitalen Notizblock zu starten, reicht ein Doppeltipp auf den Bildschirm mit gedrückten Knopf am Stylus. Dank der integrierten Screenshot-Funktion lassen sich auch alle möglichen Inhalte mit dem Stift bearbeiten und erweitern.

Erstaunlich gut lässt sich auf dem Galaxy Note auch zeichnen. Die Latenz zwischen der Bewegung des Stiftes und der Reaktion auf dem Display ist ziemlich gering, und gerade mit der feinsten Einstellung lässt sich sehr genau arbeiten. Mit der Lasso-Funktion lassen sich zudem recht intuitiv Teile ausschneiden und wieder einfügen. Das ganze macht auch deshalb so viel Spaß, weil das Super-AMOLED-Display des Galaxy Note extrem hell und farbstark ist und die Bilder - genau wie die Schrift im Browser oder in Mails - gestochen scharf wirken. Auch die Blickwinkelstabilität kann sich sehen lassen. Videos anzuschauen macht ebenfalls Freude, denn sogar der Ton, der aus dem flachen Gerät kommt, kann sich sehen - oder besser: hören - lassen. Wie die Gesprächsqualität beim Telefonieren, die Akku-Laufzeit und solche Dinge ausfallen, muss natürlich ein langfristiger Test noch zeigen, der erste Eindruck des Galaxy Note ist allerdings durchaus beeindruckend.

Samsung Galaxy Note wird kein Schnäppchen

Auch telefonieren kann das Galaxy NoteAuch telefonieren kann das Galaxy Note Die Leistung des Tablet/Smartphone-Zwitters kann sich also sehen lassen. Das gilt allerdings auch für den Preis, denn von den Schnäppchen-Regionen ist das Galaxy Note weit entfernt. Zum Start verlangt Samsung wohl zwischen 750 und 800 Euro für das Android-Gerät - ein stolzer Preis. Starten dürfte der Verkauf im Oktober, spätestens aber im November. Wer ein Auge auf das Samsung Galaxy Note geworfen hat, sollte sich allerdings noch ein wenig gedulden. In der Vergangenheit hatte Samsung meist recht hohe Startpreise aufgerufen, die dann relativ zügig auf ein erträglicheres Niveau gesunken waren - so etwa beim Galaxy Tab, das zunächst 799 Euro kosten sollte, aber schnell auf unter 600 Euro gefallen war.

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