Abgespeckt

Galaxy Note 3 Neo im Test: Woran Samsung im Vergleich zum Note 3 gespart hat

Das Galaxy Note 3 Neo ähnelt in vielen Punktem dem Galaxy Note 3. Doch es gibt auch markante Unterschiede. Woran Samsung beim Note 3 Neo gespart hat, was die einzelnen Unterschiede zum großen Note sind und wie das Note 3 Neo sich in der Praxis schlägt, verraten wir in unserem Test.
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Das Galaxy Note 3 von Samsung ist ein Gerät, dass die Menschen spaltet. Einerseits bietet es selbst ein Dreivierteljahr nach seiner Vorstellung noch die aktuelle Technik und spielt in der Smartphone-Oberklasse mit. Andererseits musste das Gerät aufgrund des Region-Locks einiges an Kritik einstecken. Mit dem Galaxy Note 3 Neo hat Samsung eine etwas abgespeckte Version des großen Note auf den Markt gebracht. Diese ist günstiger, bietet allerdings auch nicht so viele Funktionen wie das Note 3. Wir haben uns das Galaxy Note 3 Neo einmal näher angeschaut und auch mit dem Galaxy Note 3 verglichen. Was das Smartphone zu bieten hat und welche Unterschiede es zum Note 3 gibt, lesen Sie im Folgenden.

Abgespeckter Prozessor trotz sechs Kernen

Galaxy Note 3 Neo im Test: Woran Samsung im Vergleich zum Note 3 gespart hatDas Note 3 Neo ist kompakter als der große Bruder Samsung verkauft das Galaxy Note 3 Neo für eine UVP von 539 Euro. Das Galaxy Note 3 kostete bei seiner Einführung mit 749 Euro über 200 Euro mehr. Beim aktuellen Straßenpreis fällt die Differenz zwischen beiden Modellen mit gerade einmal 100 Euro (ca 350 zu 450 bis 500 Euro) deutlich geringer aus. Doch lohnt es sich, das Geld zu sparen und stattdessen auf das weniger gut ausgestattete Note 3 Neo zurückzugreifen?

Im Galaxy Note 3 Neo arbeitet ein 1,7-GHz-Hexa-Core-Prozessor vom Typ Exynos 5260, dem 2 GB Arbeitsspeicher zur Verfügung stehen. Zum Vergleich: Das Galaxy Note 3 wird von dem schnelleren Snapdragon 800 angetrieben, dessen vier Kerne mit maximal 2,3 GHz getaktet werden können. Der CPU zur Seite stehen 3 GB RAM. Ein wirklich echter Sechs-Kern-Prozessor ist der Exynos allerdings nicht, denn je nach Beanspruchung arbeiten entweder die zwei schnellen Cortex-A15-Kerne mit bis zu 1,7 GHz oder die vier langsamen Cortex-A7-Kerne mit bis zu 1,3 GHz.

Samsung Galaxy Note 3 Neo
Samsung bedient sich also dem klassischen big.LITTLE-Prinzip, bei dem im Fall des Note 3 Neo dank GTS (Global Task Scheduling) für besonders hohe Performance-Ansprüche auch alle sechs Kerne für eine kurze Zeit gleichzeitig laufen können.

Der Prozessor des Galaxy Note 3 Neo ist schwächer als der Snapdragon 800 des Galaxy Note 3, dessen Leistung wir uns im Test des Note 3 näher angeschaut haben. Im Alltag macht sich der Leistungs­unterschied allerdings kaum bemerkbar. Lediglich bei grafisch sehr anspruchsvollen Spielen werden Nutzer im direkten Vergleich ein etwas flüssigeres Spielerlebnis beim Note 3 bemerken. Zudem können bei diesem Modell dank des 3 GB Arbeitsspeichers mehr Anwendungen im Hintergrund laufen als bei dem abgespeckten Neo.

Galaxy Note 3 Neo im Test: Woran Samsung im Vergleich zum Note 3 gespart hatBeide Modelle zeigen die lederähnliche Rückseite Die Benchmark-Ergebnisse zeigen unsere Beobachtungen deutlich in Zahlen: Arbeiten alle sechs Kerne des Note 3 Neo zusammen, kommt das Gerät auf einen AnTuTu-Score von 30 555. Wie gesagt, ist die Zusammenarbeit aller Prozessor-Kerne aber auf eine kurze Nutzungsphase begrenzt. Bei dem Wert handelt es sich also um das optimale Ergebnis. Die vier Kerne des Snapdragon-Prozessors können hingegen dauerhaft zusammenarbeiten, schafften bei AnTuTu aber aufgrund ihrer geringeren Gesamt-Kern-Zahl nur einen Score von 25 125. Bei dem Grafik-Test 3DMark hatte hingegen das Galaxy Note 3 die Nase vorn. Einen Score von 16 762 schaffte es im Unlimited-Test, das Neo kam auf 9 067.

Auf der nächsten Seite lesen Sie, wie sich das Note 3 Neo äußerlich vom Note 3 unterscheidet, woran Samsung beim Display gespart hat und welche Funktionen gestrichen wurden.

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