150 MBit/s

Samsung Galaxy Core LTE im Test: Schnelles LTE gepaart mit Langeweile

LTE-Smartphones müssen nicht über 500 Euro kosten, das Samsung Galaxy Core LTE bringt für 190 Euro ein modernes LTE-Modul mit. Doch im Test fragten wir uns, ob das Konzept wirklich aufgeht und wer so ein Gerät überhaupt braucht.
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Wer ein Smartphone mit den neuesten Netzwerk-Standards will, muss über 500 Euro für das allerneueste Spitzenmodell investieren: Diese alte Regel will das Samsung Galaxy Core LTE durchbrechen. Einserseits bringt es für 190 Euro ein LTE-Cat4-Modul mit Downstreamraten von bis zu 150 MBit/s mit. Beim Blick auf die restlichen Daten folgt allerdings die Ernüchterung. Im Test wollten wir herausfinden: Was taugt das Smartphone und wer könnte ein Gerät mit genau dieser Ausstattung benötigen?

Homescreen des Galaxy Core LTEHomescreen des Galaxy Core LTE Die Netzbetreiber rüsten ihre bereits vorhandenen LTE-Netze weltweit vermehrt mit LTE der Kategorie 4 auf - dieser Standard erlaubt Downstream-Raten jenseits der 100-MBit/s-Grenze, die viele LTE-Smartphones der ersten und zweiten Generation noch implementiert haben. Normalerweise muss der Nutzer zum LTE-Surfen mit 150 MBit/s also eines der neuen Spitzen-Smartphones besitzen und bei einem Netzbetreiber einen Vertrag abschließen, der ab 60 Euro monatlich Grundgebühr kostet. Zumindest auf der Hardware-Seite konnte Samsung mit dem Core LTE den Preis nun deutlich drücken.

Gute Verarbeitung mit rutschsicherer Rückwand

Das Galaxy Core LTE in der Kartonverpackung mit Holz-OptikDas Galaxy Core LTE in der Kartonverpackung mit Holz-Optik Das Samsung Galaxy Core LTE wird in einer beigefarbenen Kartonverpackung mit Holzmuster geliefert. Auf den ersten Blick wirkt es wie ein Zwitter aus zwei Galaxy-Smartphones der Modelljahre 2012 und 2013. Grundsätzlich besteht das Smartphone aus Kunststoff, der das Display umschließende silberne Rahmen gibt dem Telefon aber mehr Stabilität und lässt es etwas edler aussehen. Gut gefallen hat uns die robuste Rückseite, die im lederartigen Stil des Galaxy Note 3 gehalten ist - damit liegt das Telefon rutschsicher in der Hand. Insgesamt wirkt das Smartphone sehr robust, es gibt keine Spaltmaße, die Rückwand lässt sich nicht eindrücken und beim Versuch, das Gehäuse zu verbiegen, knarzt und bewegt sich nichts.

Schon der Sperrbildschirm zeigt die schlechte Auflösung des DisplaysSchon der Sperrbildschirm zeigt die schlechte Auflösung des Displays Die Robustheit hat allerdings auch ihren Preis: Mit 137 Gramm ist das 4,5-Zoll-Smartphone nicht gerade als federleicht zu bezeichnen. Beim Lieferumfang gibt es keine Überraschungen - Netzteil, Micro-USB-Kabel, Ohrhörer und eine Schnellstartanleitung liegen dem Telefon bei. Optisch und beim Lieferumfang herrscht also Samsung-Standard.

Micro-USB-Anschluss und umlaufender SilberstreifenMicro-USB-Anschluss und umlaufender Silberstreifen Wenn man sich fragt, warum das Samsung Galaxy Core LTE so günstig ist, wird man schnell fündig. Der Dual-Core-Prozessor ist mit 1,2 GHz ziemlich schwachbrüstig, ihm stehen 1 GB Arbeitsspeicher zur Seite. Besonders negativ aufgefallen ist uns die mickrige Display-Auflösung mit nur 540 mal 960 Pixel. Hell genug ist das Display aber glücklicherweise, auch wenn es an einem Sommertag nur auf 75 Prozent Helligkeit steht. Der interne Speicher ist mit nur 8 GB ebenfalls sehr mager ausgefallen, immerhin hat das Telefon einen microSD-Kartenslot für Speicherkarten bis 64 GB Kapazität. Knapp 3,5 GB des internen Speichers sind bereits von System und Apps belegt.

Auch die Android-Version 4.2.2 ist im Jahr 2014 alles andere als aktuell, es könnte aber sein, dass die Hardware für die neueren Varianten zu schwach ist. Das WLAN-Modul funkt nur im 2,4-GHz-Band und unterstützt lediglich den Standard 802.11b/g/n, aber nicht den neuesten ac-Standard. Bluetooth 4.0 und NFC sind aber an Bord.

Auf der zweiten und letzten Seite unseres Tests beleuchten wir die leistungstechnischen Probleme des Samsung Galaxy Core LTE und berichten über unsere Tests mit dem herausragenden LTE-Modul. Außerdem werfen wir einen Blick auf die Kameras und den Akku und diskutieren die Frage, was man mit diesem seltsamen Smartphone anstellen könnte.

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