24. Januar bis 6. Februar

teltarif.de vor 10 Jahren: i-mode, 1. UMTS-Prepaid und o2-Netzausbau

Wir drehen die Zeit zurück: In dieser Ausgabe von "teltarif.de vor 10 Jahren" werfen wir einen Blick zurück auf einen der letzten Versuche, i-mode zu promoten, erinnern uns an die Ankün­digungen von o2, in UMTS zu investieren und berichten über den langsamen Start von VoIP bei AVM und der Telekom.
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Wissen Sie noch, was vor zehn Jahren auf dem Tele­kommunikations­markt passierte? Wir blicken zurück auf die Innovationen und Produkte aus dem Jahr 2005. In unserer Serie "teltarif.de vor 10 Jahren" fassen wir die Ereignisse von damals in loser Folge zusammen.

Mobilfunk: i-mode kostenlos und erste UMTS-Prepaid-Angebote

i-mode war einer der ersten Versuche, Datendienste per Handy zu etablieren. E-Plus setzte statt auf normales WAP wie andere Anbieter auf ein geschlossenes System - eben i-mode. Doch nach dem Start 2002 wollte dieser Dienst nie so recht in Schwung kommen. Es fehlten gleichermaßen Inhalte wie auch attraktive Handys. Um zumindest Kunden, die ein i-mode-Handy hatten, den Dienst schmackhafter zu machen, meldeten wir am 24. Januar 2005, dass die Nutzung von i-mode für ein Wochenende kostenlos werden würde. Übrigens: Alles zu i-mode und seiner Geschichte gibt's bei uns in einer Zusammenfassung.

UMTS war Anfang 2005 noch ein vergleichsweise junger Dienst. Gerade erst hatte Vodafone begonnen, Handys mit UMTS an Bord auszuliefern, da kündigte das Unternehmen schon den nächsten Schritt an: UMTS werde schon bald auch für Prepaid-Kunden angeboten (27. Januar 2005). teltarif vor 10 Jahrenteltarif vor 10 Jahren

o2 war vor 10 Jahren auf einem enormen Erfolgskurs. In nur einem Quartal gewann man 729 000 Neukunden. Grund genug, mehr Geld in das eigene UMTS-Netz zu investieren. Der Etat für den Netzausbau wurde auf 3,5 Milliarden Euro erhöht. Damit sollte neben Großstädten auch das Umland in Ballungsgebieten versorgt werden. Der damalige o2-Chef Rudolf Gröger dachte sogar laut über einen flächendeckenden Ausbau nach (7. Februar 2005).

Festnetz: Telekom bringt erste VoIP-Angebote

VoIP war vor zehn Jahren noch ein zartes Pflänzchen, das von einigen wenigen Kunden beachtet wurde. Dabei galt VoIP vor allem als Alternative zu Call by Call, nicht als Ersatz zur eigentlichen Telefonleitung wie heute. Das lag zum einen an den Angeboten der Provider, aber auch an der Hardware. Am 25. Januar 2005 kündigte AVM an, man werde zur CeBIT im März - damals noch die wichtigste IT-Messe für Privatkunden - die erste FRITZ!Box vorstellen, mit der auch ISDN-Telefone per VoIP telefonieren können.

Üblicherweise bestellten die Kunden ihren VoIP-Anschluss unabhängig vom DSL-Anbieter. Bundles waren selten. Ein solches Bundle-Angebot kündigte am 2. Februar 2005 jedoch T-Online, die Internettochter der Telekom an, die damals noch unabhängig von der Festnetzsparte operierte. Schon damals machte die Telekom aber erste Andeutungen, langfristig komplett auf IP-Technik umstellen zu wollen.

Das war jedoch nicht die einzige T-Online-Neuerung: am 3. Februar 2005 meldeten wir unter der Überschrift "T-Online verkauft seine Mutter", dass T-Online erstmals nicht nur einen T-DSL-Anschluss bei der Telekom beauftragte, um anschließend einen Zugangstarif zu vermarkten, sondern zu Resale überging. Die Kunden bekamen also DSL-Zugang und -Tarif erstmals zusammen von T-Online - den Vorläufer jener Tarife, die inzwischen Magenta Zuhause heißen und auch noch den Telefonanschluss beinhalten.

Handy: Das Nokia 9300 brachte das mobile Büro

Nokia 9300 Smartphones? Noch in weiter Ferne. Das iPhone? Nie gehört. Doch das Nokia 9300 schickte sich an, zumindest das mobile Büro ansatzweise möglich zu machen. Am 1. Februar 2005 haben wir unseren Testbericht zu dem Gerät veröffentlicht. Das Fazit damals: "Der 9300 bietet fast alles, was der Communicator-Fan braucht. Zwar fehlt dem 9300 die WLAN-Schnittstelle und die VGA-Kamera - wer aber auf diese Features verzichten kann, bekommt im Gegenzug ein kommunikatives Multitalent."

Weitere Meldungen vor 10 Jahren:

30. Januar 2005: Vodafone verkündete den Angriff auf das Festnetz. Eine neue UMTS-Generation werde zwei bis drei mal schneller sein als DSL und ein Festnetz-Ersatzprodukt per Mobilfunk sei positiv getestet worden.

28. Januar 2005: Die neuen Mobilfunkdiscounter ließen die etablierten Mobilfunk-Anbieter kalt - zumindest offiziell. Ein Vodafone-Sprecher bezeichnete Tchibo als Nischenprodukt.

teltarif.de vor 10 Jahren: Die Themen der nächsten Ausgabe

Bei unserer nächsten Ausgabe unserer Serie "teltarif.de vor 10 Jahren" geht es unter anderem um die ersten Gerüchte einer Zweitmarke bei E-Plus, das neue surf@home bei o2, mobiles Fernsehen auf dem Handy und eine Vielzahl neuer Handys - unter anderem UMTS-Klapphandys von Samsung.

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