Abschied

Rudi Gröger überraschend verstorben

Der langjährige Chef von Telefónica/o2 Germany, Rudolf Gröger, ist überraschend verstorben. Er wurde 60 Jahre alt.
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Rudolf Gröger ist im Alter von 60 Jahren überraschend verstorbenRudolf Gröger ist im Alter von 60 Jahren überraschend verstorben Der langjährige Unternehmenschef von VIAG Interkom/Telefónica o2, Dr. h.c. Rudolf Gröger ist in der Nacht zum 6. Oktober im Alter von 60 Jahren überraschend verstorben. Dies wurde gestern aus unternehmensnahen Kreisen bekannt.

Gröger, der ursprünglich von T-Systems zu VIAG Interkom (heute Telefónica Deutschland) gekommen war, leitete das Unternehmen von 2001 bis 2007 als Vorstandsvorsitzender von o2 Germany. Innerhalb nur eines Jahres brachte er o2 Germany in die Gewinnzone und stieg in die Top 100 der Unternehmen in Deutschland auf. Regelmäßig kam sein Chef Sir Peter Erskine auf die Messe CeBIT, um gute Nachrichten des Unternehmens unter der Leitung von "Rrrrudi Groger" selbst zu präsentieren.

Gröger machte die Marke o2 durch persönliches Engagement weit über die Fachwelt hinaus bekannt. Er lud bekannte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wie die Schauspielerin Veronica Ferres oder die Opernsängerin Anna Netrebko ein, für o2 Werbung zu machen, auch Dieter Bohlen kam zur Einweihung des o2-Flagship-Stores am Münchner Marienplatz vorbei, wo neben Fachpublikum auch die Regenbogenpresse auf "Rudi" wartete.

Unter Rudi Gröger wurden die Voraussetzungen für die Überführung des Geschäfts der englischen o2 Holding plc. zur spanischen Telefónica geschaffen.

2007 verließ Gröger das Unternehmen, startete mit Partnern einen Mobilfunk-Discounter mit dem Namen Snoog Mobile und engagierte sich als Präsident der Munich Business School. Für seine "zukunftsweisende Sicht auf die Telekommunikation" verlieh ihm die Fakultät der Wirtschaftswissenschaften der Technischen Universität München die Ehrendoktorwürde. Gröger war gesellschaftlich engagiert, Mitglied mehrerer Beiräte und Business Angel für zahlreiche Start-Ups, wofür er den Bayerischen Verdienstorden erhielt.

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