GSM/UMTS/LTE

Mit dem Handy im Ausland: Funkt mein Smartphone auf der richtigen Wellenlänge?

Weltweit gibt vier GSM- und über 20 LTE-Frequenzbänder sowie verschiedene UMTS-Standards. Wer sein Handy im Ausland nutzen will, muss einiges beachten.
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(Fast) in jedem Netz nutzbar: Galaxy S5(Fast) in jedem Netz nutzbar:
Galaxy S5
Weltweit gibt es vier verschiedene GSM-Standards. GSM 900 ist in Deutschland als D-Netz (vornehmlich Telekom und Vodafone) und GSM 1800 als E-Netz (vornehmlich E-Plus und o2 Germany) bekannt, wobei mittlerweile auch die D-Netz-Anbieter das 1800-MHz-Band und E-Netz-Anbieter das 900-MHz-Band nutzen. Daher ist die Trennung in D- und E-Netz-Betreiber obsolet.

GSM 850 und GSM 1900 sind lediglich auf dem amerikanischen Kontinent gebräuchlich. Wer ein Quadband-Handy besitzt, der braucht sich darüber keine Sorgen zu machen - das funktioniert überall, wo es GSM-Netze gibt. Mittels unserer Handy-Datenbank können Sie sich gezielt Handys anzeigen lassen, die einen gewünschten Frequenzbereich - oder eben alle vier - unterstützen.

Praktisch alle modernen Handys bzw. Smartphones sind zumindest Dualband-, oft sogar Triband- oder Quadband-Geräte. Das heißt, sie unterstützen GSM 900 und GSM 1800, bei Triband ist in der Regel GSM 1900 mit dabei, Quadband-Handys unterstützen zusätzlich GSM 850, was vorweigend in Südamerika verwendet wird. Wer nicht nach Amerika fliegt, dem sollte ein Dualband-Handy ausreichen, mit Triband-Geräten kann zumindest in den USA telefoniert werden.

UMTS mit verschiedenen Standards, LTE mit zahlreichen Frequenzen

Bei UMTS sind nicht unterschiedliche Frequenzen das Problem sind, sondern der fehlende, einheitliche Standard. Während in Europa für UMTS der WCDMA-Standard verwendet wird, kommt zum Beispiel in den USA vorwiegend CDMA/CDMA2000 zum Einsatz. Europäische Smartphones funktionieren damit nicht, auch wenn sie den notwendigen Frequenzbereich unterstützen würden. Handys, die sowohl WCDMA als auch CDMA unterstützen, sind im Moment noch eher selten. Für Reisen innerhalb Europas sind viele deutsche UMTS-Handys aber bereits für UMTS-Roaming gerüstet.

Und schließlich gibt es noch die LTE-Netze, die mittlerweile weltweit schon recht gut ausgebaut sind und oft bereits ohne Zusatzkosten genutzt werden können. Bei LTE handelt es sich zwar um einen weltweit definierten Mobilfunkstandard, allerdings ist LTE nicht auf einheitlichen Frequenzbändern nutzbar. So gibt es derzeit weltweit weit über 20 Frequenzbänder, verständlicherweise können von einem Smartphone nicht alle unterstützt werden, einige Top-Smartphones unterstützen aber mittlerweile ziemlich viele Frequenzen, so dass LTE in den wichtigsten Länder bzw. Regionen mit dem eigenen Smartphone genutzt werden kann. Trotzdem kann es nicht schaden, sich vor der Abreise zu informieren, ob im Reiseland LTE genutzt werden kann.

GSM-Quadband-Handys in der Datenbank

Ladegeräte und Steckdosen

Nicht zuletzt sollte man auch darauf achten, dass sich das Ladegerät mit den jeweiligen Steckdosen vor Ort verträgt. Denn was nutzt das schönste Handy, wenn der Akku leer ist. Auch die Netzspannung ist zu beachten. Moderne Schaltnetzteile vertragen alle Netzspannungen von 110 bis 240 Volt. Für diese reicht es, einen billigen Zwischenstecker zu besorgen, der die Anschlüsse des Ladegeräts an die ausländische Steckdose anpasst. Einfache Steckernetzteile, wie sie meist mit Einsteiger-Handys ausgeliefert werden, vertragen hingegen nur geringe Spannungsschwankungen. Liegt die Netzspannung im Urlaubsland außerhalb des Bereichs von 220 bis 240 Volt, muss man sich dann entweder ein passendes zweites Netzteil oder einen Transformator zulegen. Genaue Angaben, mit welcher Spannung das Netzteil betrieben werden kann, sind dem Netzteil zu entnehmen, denn diese Info ist auf jedem Netzteil hinterlegt.

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