Frankreich

Roaming | Telefonieren in Frankreich

Bis 2017 sollen die Roaming-Gebühren innerhalb der EU vollkommen abgeschafft werden. Noch aber dürfen die Netz­betreiber einen Roaming-Aufschlag verlangen. Wir erklären Ihnen, wie hoch die Roaming-Gebühren der einzelnen Anbieter sind und zeigen Ihnen die Alternativen auf dem französischen Prepaid-Markt. Dabei gehen wir sowohl auf Tarife für Telefonie und SMS als auch auf die Tarife für das mobile Internet ein.
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Inhaltsverzeichnis

Illustration eines Smartphones vor der französischen Flagge.Telefonieren und Surfen in Frankreich

  1. EU-Roaming der Netzbetreiber
  2. EU-Roaming allgemein
  3. Abweichungen vom EU-Roaming
  4. Daten-Roaming (dt. SIM)
  5. Französische Prepaid-Karte (Daten)
  6. Französische Prepaid-Karte (Telefonie)
  7. Französisches Festnetz
  8. VOIP und WhatsApp Calls

Deutsche SIM-Karte in Frankreich

Bereits seit 2007 werden die Roaming-Gebühren innerhalb der EU sukzessive gesenkt. Sie sind dadurch auf einem Niveau angekommen, bei dem es sich oft nicht mehr lohnt, nach preis­werteren lokalen Alternativen Aus­schau zu halten. Wann sich das dennoch lohnt, erläutern wir im Verlauf des Artikels. Für den Über­blick aber hier zunächst die Tabelle mit den aktuellen EU-Roaming-Kosten für Vertragskunden der deutschen Netzbetreiber, wenn diese sich in Frankreich aufhalten. Anschließend werden wir die für Verträge anderer Provider und Prepaid-Karten gültigen Höchstpreise des EU-Roamings schildern.

EU-Roaming für Vertragskunden der deutschen Netzbetreiber

EU-Roaming
(Standard-Tarif)
Telekom Vodafone Telefónica
(o2 / E-Plus)
Obergrenze Taktung
Name des EU-Roaming-Standard-Tarifs Weltweit World Roaming Basic
Abgehende Gespräche innerhalb der EU Inlandspreis
+ 5,00
Inlandspreis
+ 5,95
5,95 22,61 30/1
Ankommende Gespräche innerhalb der EU 1,35 1,35 1,35 5,95 1/1
SMS innerhalb der EU Inlandspreis
+ 2,00
Inlandspreis
+ 2,38
2,38 7,14 pro SMS
Mobile Daten (pro MB) Inlandspreis
+ 5,00
Inlandspreis
+ 5,95
5,95 23,80 1 kB
Wenn Inlandspreis teurer
als Obergrenze, dann gilt
Obergrenze Inlandspreis
Stand: Juli 2016, in Cent pro Minute / SMS / MB, geringe Rundungsdifferenzen vorbehalten. Die EU-Roaming-Tarife der deutschen Netzbetreiber gelten innerhalb der EU sowie für Island, Liechtenstein und Norwegen.

EU-Roaming für Vertragskunden der Telekom

Die in der Tabelle aufgelisteten Preise für Telekom-Kunden gelten nur, wenn die Roaming-Option „Weltweit“ aktiv ist. Der End­preis für abgehende Gespräche ergibt sich dann aus dem Inlands­preis zuzüglich 5 Cent Roaming-Aufschlag pro Minute. Ankommende Gespräche kosten 1,35 Cent die Minute. Auf den Inlands­preis für SMS werden 2 Cent addiert. Pro Megabyte wird ein Auf­schlag von 5 Cent zum Inlands­preis berechnet.

Bei der Telekom gilt die EU-Obergrenze als Deckel. Das heißt, wer mit einem alten Tarif im EU-Ausland telefoniert, bei dem der Inlands­preis, mit oder ohne Roaming-Aufschlag, über der Ober­grenze liegt, dem wird bei der Telekom dann nur der Preis der Ober­grenze berechnet.

Alle MagentaMobil-Tarife, die ab dem 19.04.2016 gebucht wurden, enthalten bereits die Option "All Inclusive" ohne Auf­preis. Mit dieser Roaming-Option gilt der Inlands­preis schon jetzt im EU-Ausland ohne weiteren Roaming-Zuschlag. "All Inclusive" ist daher immer günstiger als "Weltweit", und es empfiehlt sich daher, bei "All Inclusive" zu bleiben.

Die Roaming-Option "Weltweit" ist hingegen für viele Telekom-Kunden interessant, die ihren Vertrag vor dem 19.04.2016 abgeschlossen haben. Bei diesen wurde bei Vertrags­schluss oft ein deutlich teurerer Roaming-Tarif aufgeschaltet. Hat der Kunde einen solchen Alt­vertrag mit Inlands- und SMS-Flat, zahlt er im Roaming nach Wechsel zu "Weltweit" nur noch die Roaming-Aufschläge von 5 Cent pro Minute bzw. 2 Cent pro SMS. Der zugrundeliegende Inlands­preis beträgt dann ja 0 Cent.

EU-Roaming für Vertragskunden von Vodafone

Vodafone-Kunden, die mit der Roaming-Option "Vodafone World" im EU-Ausland unterwegs sind, zahlen zum Inlands­preis einen Auf­schlag von 5,95 Cent pro Minute bei allen abgehenden Gesprächen. Ankommende Gespräche kosten 1,35 Cent die Minute. Auf den Inlands­preis für SMS werden 2 Cent addiert. Pro Mega­byte wird ein Auf­schlag von 5,95 Cent zum Inlands­preis berechnet.

Bei Vodafone kann die EU-Obergrenze sogar überschritten werden! Denn wenn der Inlands­preis über der Ober­grenze liegt, darf laut EU-Roaming-Verordnung auch der Inlands­preis statt der Ober­grenze berechnet werden. So verhält es sich beispielsweise bei den Tarifen Smart S und Smart M von Vodafone: Diese kosten nach Verbrauch der Inklusiv­minuten 29 Cent die Minute – und zwar im Inland, wie auch im EU-Ausland. Telefoniert man noch innerhalb des Minuten­kontingents im EU-Ausland, wird entsprechend das Minuten­kontingent verbraucht und zusätzlich der Roaming-Zuschlag von 5,95 Cent pro Minute berechnet.

Die Red-Tarife und der Tarif Smart L von Vodafone beinhalten alle eine Telefon-Flat – es wird dementsprechend bei Gesprächen innerhalb der EU auch nur der Roaming-Aufpreis fällig, solange die Roaming-Option „Vodafone World“ aktiv ist. Bei Red-Tarifen die seit dem 14.04.2016 neu abgeschlossen oder verlängert wurden, ist die Roaming-Option "Gigatravel" inklusive. Mit "Gigatravel" erlaubt Vodafone seinen Kunden EU-Roaming ebenfalls schon jetzt ohne Aufpreis.

EU-Roaming für Vertragskunden von Telefónica (o2/E-Plus)

Kunden von Telefónica Deutschland haben es vergleichs­weise einfach: Wenn die Option "Roaming Basic" aktiviert ist, dann gelten die in der Tabelle aufgelisteten Preise, die wiederum dem Roaming-Aufschlag entsprechen. Der Inlands­preis spielt bei der Berechnung des Roaming-Endpreises keine Rolle.

Bei den Tarifen o2 Blue All-in L, o2 Blue All-in XL und o2 Blue Premium, die ab dem 03.02.2015 gebucht wurden, ist die Option "EU Roaming Flat" inklusive. Hier gilt auch der Inlands­preis im EU-Ausland, weshalb man nicht zum teureren Standard-EU-Roaming-Tarif zurückwechseln sollte.

Die Roaming-Preise waren bei o2 vor Juli deutlich höher, mussten allerdings auf Anweisung der Bundesnetzagentur gesenkt werden. Derzeit wird dieser nun sehr günstige EU-Roaming-Standard-Tarif bei Telefónica allerdings als bis Ende 2016 befristete Aktion geführt. Danach kann es insbesondere für Alt­verträge mit hohem Inlands-Minutenpreis auch im EU-Ausland wieder deutlich teurer werden - schließlich steht "Roam like Home" vor der Tür, bei dem der Inlands­preis auch im Ausland gelten soll.

EU-Roaming für andere deutsche Vertrags- und Prepaid-Kunden

Generell gilt für alle Verträge und Prepaid-Karten: Im EU-Ausland darf, wenn keine besondere Vereinbarung getroffen wurde, der Inlands­preis zuzüglich des Roaming-Zuschlags berechnet werden, aber nur maximal bis zur Roaming-Obergrenze. Liegt der Inlands­preis über der Roaming-Obergrenze, darf sogar der Inlands­preis auch im EU-Ausland berechnet werden, dann aber ohne weiteren Zuschlag.

Telefonieren in Frankreich
Landes-
vorwahl
+33
Mobilfunk-
Netzbetreiber
Orange France, SFR,
Bouygues Télécom, Free Mobile

Wie unterschiedlich die Netz­betreiber diese komplizierte Regelung abbilden, kann man den obenstehenden Aus­führungen zum EU-Roaming für Vertrags­kunden der deutschen Netz­betreiber entnehmen: Das Spektrum reicht von o2, die nur den Roaming-Zuschlag berechnen, über die Telekom, die Inlands­preis plus Zuschlag berechnen, aber immer an der Ober­grenze deckeln, bis hin zu Vodafone, die das zulässige Maximum ausschöpfen, also bei Inlands­preisen jenseits der Ober­grenze auch im Ausland den Inlands­preis in Rechnung stellen. Ähnlich divers sind auch die Regelungen bei den Vertrags­kunden der Provider und bei den Prepaid-Anbietern.

Trotzdem lassen sich ein paar Gemein­plätze formulieren: Wer während des Frankreichaufenthaltes auf seiner deutschen Nummer eingehende Gespräche annimmt, zahlt höchstens 1,35 Cent pro Minute. Und teurer als der Inlands­preis wird das Telefonieren im Ausland nur dann, wenn der Inlands­preis unter der Roaming-Höchstgrenze liegt, und selbst dann beträgt der EU-Roaming-Zuschlag für abgehende Telefonate höchstens 5,95 Cent pro Minute.

Grundsätzlich werden bei abgehenden Gespräche im EU-Ausland mindestens 30 Sekunden berechnet, auch, wenn das Gespräch kürzer war. Längere abgehende Verbindungen werden dann sekunden­genau tarifiert. Eingehende Gespräche werden dagegen immer sekunden­genau abgerechnet.

Abweichungen von der EU-Roaming-Verordnung

Allerdings gilt der EU-Roaming-Tarif nicht immer, denn es ist zulässig, dass Netz­betreiber und Kunde alternative Roaming-Konditionen vereinbaren. Diese können im Einzel­fall höher, aber auch niedriger als die regulierten EU-Roaming-Preise sein.

Beispiel: Alle Netz­betreiber werben bei den meisten ihrer Flatrate-Tarife damit, bereits heute die ab nächstem Jahr gültigen Roaming-Konditionen zu erfüllen, also keine Roaming-Aufpreise mehr zu verlangen. Die im Inland abgeschlossene Flat­rate gilt dann während des Urlaubs auch im EU-Gastland und für Telefonate nach Hause - zumindest, so lange man es bei der Nutzung nicht übertreibt. In diesem Fall sind die heute von den Anbietern angebotenen Roaming-Sonder-Konditionen also günstiger als das EU-Standard-Roaming, weil die Netz­betreiber auf den noch erlaubten Zuschlag verzichten. Auf vielen älteren Verträgen sind hingegen noch Roaming-Optionen aktiviert, die zumindest für bestimmte Verbindungen deutlich teurer als der EU-Roaming-Tarif sind.

Es ist also sinnvoll, vor Abreise nochmal zu prüfen, welche Roaming-Konditionen für den eigenen Vertrag oder die eigene Prepaid-Karte aktiviert sind. Dabei können solche Roaming-Pakete nicht nur beim Vertrags­abschluss vereinbart worden sein, sondern auch zwischen­durch bei einer Vertrags­verlängerung oder einem Upgrade auf einen Tarif mit höherer Inklusiv­leistung. Vielleicht hat man auch vor der letzten Reise ganz bewusst ein bestimmtes Paket aktiviert, weil es für diese Reise günstig war. Jedoch sollte man immer prüfen, ob so ein Roaming-Paket auch für das geplante Profil der nächsten Reise geeignet ist.

Ist man sich unsicher, welche Roaming-Konditionen gelten, empfiehlt sich ein Blick ins Online-Kundenportal, ein Anruf bei der Hotline oder alternativ auch ein Besuch im Laden des Providers.

Screenshot aus o2-Online: Mein o2 Tarifverwaltung
Als nächstes empfiehlt sich dann die Prüfung, welche der Roaming-Möglichkeiten (aktuell angebotene Roaming-Tarife oder -Pakete bzw. Standard-EU-Roaming) am günstigsten ist, und die entsprechende Aktivierung bzw. Deaktivierung der Roaming-Optionen.

Vorsicht: Man sollte keine neuen Lauf­zeiten für den Gesamt­vertrag und in der Regel auch keine Roaming-Optionen mit einer Lauf­zeit von länger als einem Monat akzeptieren. Zudem sollte man ebenfalls nicht vergessen, kosten­pflichtige Pakete mit einer Inklusiv­leistung (z.B. "1000 Roaming-Minuten für 10 Euro") nach der Rückkehr aus dem Urlaub auch wieder abzubestellen, und vorab zu klären, welche Kosten anfallen, sollte das Paket während des Auslands­aufenthalts komplett aufgebraucht werden.

Daten-Roaming mit deutscher SIM-Karte

Eine SIM-Karte in den Farben der deutschen Flagge.Daten-Roaming mit der deutschen SIM ist möglich, kann aber immer noch teuer werden. Die Kosten für das mobile Internet sind in der EU ebenfalls reguliert. Es dürfen pro verbrauchtem Mega­byte noch rund 6 Cent Auf­schlag auf den Inlands­preis erhoben werden. Insgesamt darf aber die von der EU festgelegte Ober­grenze von rund 24 Cent pro Mega­byte nicht überschritten werden. Ausnahme: Bei alten Tarifen kann es vorkommen, dass der Inlands­preis pro Mega­byte über der Ober­grenze liegt. Dann darf der Inlands­preis auch im EU-Ausland berechnet werden, obwohl dieser über der Ober­grenze liegt, allerdings ohne weiteren Zuschlag. Informieren Sie sich also ganz genau bei ihrem Provider, wenn Sie mit der deutschen SIM-Karte das Daten-Roaming in Frankreich nutzen wollen.

EU-Daten-Roaming Preis Obergrenze Taktung
brutto netto brutto netto
Mobile Daten
(pro MB)
Inlandspreis
+5,95
Inlandspreis
+5

23,80

20

1 kB
Stand: Juli 2016, Preise in Cent pro Minute / SMS / MB

Wer bei seinem deutschen Vertrag über Daten­volumen verfügt, kann das laut EU-Verordnung auch im EU-Ausland weiter­nutzen. Dann darf aber der Aufschlag von rund 6 Cent pro verbrauchtem Mega­byte berechnet werden. Auch hier empfiehlt es sich, nochmals genau beim Provider nachzufragen, wie sich das im Einzel­fall verhält.

Das EU-Daten-Roaming ist meist kein Schnäppchen. Denn wer bei seinem deutschen Tarif ein Gigabyte Daten­volumen gebucht hat und dieses komplett im EU-Ausland verbraucht, dem wird zwar "nur" der Roaming-Aufschlag von 5,95 Cent berechnet, dieser ergibt bei einem Gigabyte in der Summe aber einen End­preis von 59,50 Euro.

Für das EU-Daten-Roaming ergeben sich daher im wesentlichen drei Handlungs­alternativen: Wer einen neuen Vertrag hat, bei dem der Anbieter im EU-Ausland kostenloses Roaming ohne Aufschlag bietet, der kann im EU-Ausland erstmal los surfen, bis schlimmstenfalls die Drossel zuschlägt. Wer hingegen den Zuschlag von 6 Cent oder gar einen noch höheren Inlandspreis im EU-Ausland bezahlen muss, sollte Daten-Roaming mit der deutschen SIM-Karte nur in Ausnahme­fällen und bei sehr geringer Nutzung verwenden. Um ein paar WhatsApp-Nachrichten zu verschicken oder für vergleichbare Anwendungen ist der EU-Tarif durchaus brauchbar. Dann sollte man aber stets den Daten­verbrauch im Auge behalten. Landet man bei kostenlosem Daten­roaming in der Drossel, oder wird einem das kostenpflichtige EU-Daten­roaming zu teuer, empfiehlt sich meist die Nutzung einer vor Ort gekauften Prepaid-Karte.

Mobiles Internet in Frankreich – französische SIM-Karte

Leuchtreklame des Providers Orange.Lediglich der Provider Orange bietet eine Kundenhotline für Englisch sprechende Kunden an. Bei häufigerer Nutzung des mobilen Internets, rentiert sich meist die Anschaffung einer französischen Prepaid-Karte. Allerdings sollte man beachten, dass man zum Kauf einer französischen SIM-Karte eine französische Kredit­karten­nummer und/oder eine Adresse in Frankreich angeben muss. Speziell auf Touristen zugeschnittene Angebote lassen sich in der Regel auch auf anderem Wege aktivieren. Zudem gibt es fast keine Website der großen Netz­betreiber in englischer Sprache. Sich im Vorfeld zu Informieren – ist man dem Französischen nicht mächtig – ist also schwierig.

Der größte Netzbetreiber Orange bietet immerhin einen Onlineshop für deutsche Kunden an. Darüber lässt sich aber nur die Orange holiday Europa SIM-Karte bestellen. Sie ist mit 42 Euro zuzüglich 10,99 Euro Versand­kosten zwar nicht gerade billig, dafür aber europa­weit nutzbar, teilnehmende Länder finden sich am Ende der Produktseite. Das heißt, das komplette Inklusiv-Kontingent von 1 GB Daten­volumen, 120 Gesprächs­minuten und 1000 SMS kann in ganz Europa verbraucht werden. Die Karte kann auch in Frankreich direkt bei Orange gekauft werden, dann werden "nur" noch 39,99 Euro fällig.

Andere Orange-Tarife gibt es nur auf der französischen Seite. Die Prepaid-Tarife für das mobile Internet reichen von 300 Megabyte für 5 Euro bis 5 GB für 25 Euro. Um diese Tarife buchen zu können, benötigt man aber zunächst eine Prepaid-Karte von Orange. Diese kostet laut Website 3,90 Euro. Wer kein Französisch spricht, informiert sich diesbezüglich besser im Laden vor Ort. Am besten am Flughafen oder Bahnhof, dort ist die Chance auf Englisch sprechendes Personal zu treffen höher. Alternativ kann man sich auch über eine Kundenhotline für Englisch sprechende Kunden informieren, sollte es an der Sprach­barriere scheitern.

Darüber hinaus gibt es ein paar kleinere Provider, die ihre Webseiten auch auf Englisch bereit­stellen. Lebara ist zum Beispiel auch aus Deutschland bekannt: Hier gibt es eine Vielzahl interessanter Angebote und die gesamte Webseite kann durch einen Klick in die Kopf­zeile in Englisch angezeigt werden. Lebara bietet auch Prepaid-Karten nur für die Internet­nutzung an: Etwa 1 GB für rund 10 Euro oder 3 GB für knapp 20 Euro.

Weil es auf dem französischen Mobilfunk­markt für Ausländer etwas unüber­sichtlich ist, gibt es mit Le French Mobile einen kleineren Provider, der sich voll und ganz Touristen und Besuchern widmet. Dort ist ein vergleichbarer Tarif wie bei Lebara zwar doppelt so teuer – 1 GB kosten circa 20 Euro – dafür sind wirklich alle Informationen auf der Seite in Englisch gehalten. Die SIM-Karten von Le French Mobile lassen sich sogar nach Deutschland verschicken, auch ein Express­versand ist möglich.

Mit einer französischen Prepaid-Karte in Frankreich telefonieren

Sollen überwiegend Gespräche im Inland geführt werden, ist eine französische SIM-Karte zu empfehlen. Gespräche von Frankreich nach Deutschland werden damit aber verhältnismäßig teuer. Zudem sollte bedacht werden, dass normalerweise eine französische Kredit­karte oder zumindest eine französische Anschrift benötigt wird, um eine französische SIM-Karte kaufen zu können.

Wenn dieses Hindernis kein Problem darstellt, finden sich bei Frankreichs größten Netz­betreiber Orange folgende Prepaid-Angebote: Telefon- und SMS-Flat samt 100 Mega­byte für 10 Euro, bei einer Gültigkeit von nur 10 Tagen. Oder für 20 Euro das Gleiche mit 1 GB Daten­volumen und einer Lauf­zeit von einem Monat – hier alle Tarife in der Übersicht. Für diese Tarife bedarf es aber zunächst einer Orange-Prepaid-Karte, die im Online-Shop für 3,90 Euro zu haben ist. Wer mit der französischen Website von Orange überfordert ist, kann sich auch über die Kundenhotline für Englisch sprechende Kunden informieren.

Aufgrund des Hindernisses mit der französischen Kredit­karten­nummer beziehungsweise Anschrift, können Urlauber, die nur ein bis zwei Wochen bleiben, auch zu speziellen Touristen-Angeboten greifen. Viele dieser Urlaubs-Prepaid-Angebote gelten ohnehin nur 14 Tage. So zum Beispiel die Prepaid-Karte Orange Holiday, die für 39 Euro folgendes bietet: 120 Gesprächs­minuten, 1000 SMS-Nachrichten sowie 1 GB Daten­volumen. Denselben Tarif gibt es auch im internationalen Orange-Shop für 42 Euro (+10,99 Euro Versandkosten). Dann aber kann man die SIM-Karte auch nach Deutschland verschicken lassen, wenn das gewünscht ist.

Deutlich günstiger wird es beim Provider Lebara, der für rund 20 Euro einen vergleichbaren Tarif im Angebot hat: 500 Gesprächs­minuten, 500 SMS und ebenfalls 1 GB mobiles Internet. Von Deutschland aus bestellen lässt sich die Lebara SIM-Karte nicht, dafür gibt es in Frankreich einige Lebara-Shops.

Wer sich bereits im Vorfeld eine SIM-Karte samt passendem Tarif aus­suchen möchte, sollte sich an Le French Mobile wenden. Dieser kleine Provider ist vor allem auf Touristen zugeschnitten und sämtliche Informationen werden in englischer Sprache bereit­gestellt. Hat man sich für ein Produkt entschieden, kann man sich dieses auch schon vor dem Urlaub nach Deutschland schicken lassen. Sehr flexibel ist das Tarif­modell der Prepaid-Karte für Frankreich. Für knapp 20 Euro gibt es eine SIM-Karte, samt 20 Euro Guthaben. Das Guthaben lässt sich dann flexibel verbrauchen, etwa für 100 Gesprächs­minuten und 1 GB Daten­nutzung.

Das Festnetz in Frankreich – für lange Gespräche

Ein Festnetztelefon.Achtung: Zimmertelefone sind in vielen Hotels teurer als der örtliche Festnetzanschluss. Wenn längere Gespräche aus Frankreich nach Deutschland geführt werden sollen, kann das Festnetz eine günstige Möglichkeit sein. Allerdings sollte man nicht einfach den Hörer des Hotel­telefons abnehmen und eine deutsche Nummer wählen. Denn die meisten Hotels rechnen mit einem eigenen Tarif­modell ab, um selbst an den Gesprächen zu verdienen. Meist wird es über das Festnetz erst günstig, wenn Calling Cards oder Callback-Angebote genutzt werden.

Um Callback-Angebote nutzen zu können, muss das Zimmer­telefon im Hotel unter einer spezifischen Durch­wahl zu erreichen sein. Ob sich Calling Cards benutzen lassen, muss dagegen an der Hotel­rezeption erfragt werden. Ein ganz normaler französischer Festnetz­anschluss, beispielsweise in einer Ferien­wohnung, erlaubt sowohl die Verwendung von Calling Cards als auch von Tarifen mit dem Callback-Verfahren. Wer einen günstigen Festnetz­tarif für Gespräche von Frankreich nach Deutschland sucht, kann entweder vor Ort eine entsprechende Calling Card erwerben oder sich schon vorher mit Hilfe unseres Calling-Card-Rechners informieren.

Kostenlos in Frankreich telefonieren – VOIP und WhatsApp Calls

Das WhatsApp Symbol und das Symbol eines Telefonhörers.WhatsApp Calls: Sicher und kostengünstig!
Über das Internet können Gespräche von Frankreich nach Deutschland sogar kostenlos sein. Zumindest von kostenlosen WLAN-Hotspots aus oder bei ausreichend großem und günstigem Daten­volumen auch über das 3G- oder 4G-Netz. Viele Hotels bieten entweder ein offenes WLAN-Netzwerk an oder aber man bekommt die Zugangs­daten an der Rezeption - teils kostenlos, teils gegen eine Gebühr.

Eine andere Möglichkeit sind Bars und Cafés in Frankreich, die vielfach kostenloses WLAN für ihre Kunden bereit­stellen. Die Seite hotspot-locations.de hat eine Auswahl kostenloser WLAN-Hotspots in Frankreich erstellt.

Ein Anruf von Frankreich nach Deutschland ist zudem am sichersten, wenn man einen Messenger mit Verschlüsselung verwendet, wie sie beispielsweise WhatsApp Call bietet. Das heißt, es ist derzeit technisch unmöglich, so ein Gespräch vom Netz aus abzuhören. Nur wer mit wem wie lange telefoniert hat, wird protokolliert.

Sind Sie der Meinung, wir haben einen wichtigen Tipp vergessen, dann schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an info@teltarif.de.

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