"Neue Generation"

ring tauscht alle SIM-Karten und streicht Tarif-Portfolio zusammen

Tarifmodelle ring Classic, Clear und Minutel Plus werden eingestellt
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ring-SIM-Karten-TauschAlle Kunden von ring und dessen
Zweitmarke Minutel erhalten neue SIM-Karten
Der virtuelle Netzbetreiber ring tauscht derzeit die SIM-Karten aller seiner Kunden aus. Wie der Anbieter auf Anfrage von teltarif.de mitteilte, führe man den Tausch nur deshalb durch, um künftig neue Dienste und Features anbieten zu können. Ein Wechsel in ein anderes Netz beziehungsweise die Zuteilung einer neuen Rufnummer sei damit nicht verbunden. Man arbeite weiterhin als MVNO (mobile virtual network operator) im E-Plus-Netz, so der Düsseldorfer Ableger der aus dem Call-by-Call-Markt bekannten Callax-Gruppe.

Künftig nur noch drei Tarifmodelle - Bestandskunden werden teilweise umgestellt

Allerdings können nicht alle Kunden ihr gewohntes (Quasi-) Prepaid-Tarifmodell behalten, wie teltarif.de von betroffenen Kunden erfuhr und ring unserer Redaktion gegenüber schließlich bestätigte. Die Tarifmodelle ring Clear und ring Classic werden eingestellt, betroffene Kunden in die Tarife ring Seven (für Clear-Kunden) und Minutel (für Classic-Kunden - Tarif nennt sich künftig "ring Minutel") migriert. Auch Minutel Plus wird eingestellt, Kunden des sekundengenau getakteten Modells werden auf das normale Minutel-Angebot umgestellt.

Bestellung der neuen SIM-Karte erfolgt über spezielle Website

Alle anderen Kunden behalten zwar ihre bisherigen Tarifmodelle ring Seven, Minutel oder ring Global, müssen die Bestellung der SIM-Karte der "neuen Generation" aber (ebenso) über die Website www.ring.de/ng veranlassen und hier ihre aktuelle Postanschrift angeben. Alle Kunden seien "per SMS über den bevorstehenden Kartentausch mehrfach informiert" worden, heißt es.

Zum Kartentausch gibt es keine Alternative

Kunden, die sich mit der Umstellung beziehungsweise dem Kartentausch nicht einverstanden erklären, können ihre Karte noch bis 31. März nutzen. Zu diesem Datum, so ring, würden die Prepaid-Verträge der Kunden "automatisch beendet".

Bonusmodell Telebonus / Telecredit wird eingestellt

Das Vergütungsmodell "ring Telebonus" beziehungsweise "Minutel Telecredit", bei dem der Kunde Guthaben dafür erhält, dass er eingehende Anrufe auf einen deutschen Festnetz-Anschluss umleitet, wird mit dem Kartenwechsel komplett eingestellt - offiziell deshalb, "da sie [die Option] von den Kunden nur relativ wenig genutzt wurde". Indes dürfte die Annahme nicht unwahrscheinlich sein, dass der "Telebonus" dem Unternehmen auf Dauer zu teuer wurde. Bereits Ende 2010 hatte man den Bonus im Zuge der gesunkenen Terminierungsentgelte halbiert.

ring will künftig auch Tarifoptionen anbieten

Die neuen 64k-Karten sollen ring-Kunden künftig endlich die Möglichkeit geben, auch MMS zu versenden und Datenverbindungen per UMTS - auch international - aufbauen zu können. In Kürze solle es auch zubuchbare Telefonie- und Daten-Flatrates geben, teilt ring mit. Auf der Umstellungs-Website werden zudem eine SMS- sowie eine Community-Flatrate angekündigt.

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