Kein Ende

Ring: Weiterhin Anschluss unter dieser Nummer

Der Mobilfunkanbieter Ring stellt seine Vermarktung ein. Für Bestandskunden soll sich laut Hotline allerdings nichts ändern. Dennoch verweisen die Mitarbeiter des Anbieters vermehrt auf die Installation der RingmeApp.
Kommentare (230)
AAA
Teilen (6)

Ring-Kunden sollen künftig lieber die App nutzen, so die HotlineRing-Kunden sollen künftig lieber die App nutzen, so die Hotline Heute stellt die Prepaid-Marke Ring ihre Vermarktung ein. Bereits vor einigen Tagen kündigte der Anbieter die Einstellung auf seiner Internetseite an. Wir sagen Ihnen, was Sie als Bestandskunde zu beachten haben und was Neukunden tun sollten.

Bestandskunden können weiterhin telefonieren

Wie uns eine Mitarbeiterin der Kunden-Hotline mitteilte, ändert sich für Bestands­kunden der Prepaid-Marke kaum etwas. Sie können, so lange ausreichend Guthaben auf ihrem Prepaid-Konto verfügbar ist, weiterhin mit ihrer SIM-Karte telefonieren, Kurz­mitteilungen versenden oder mobil im Internet surfen. Auch das Kunden­portal soll weiter zur Verfügung stehen.

Änderungen gibt es seitens der Aufladung des Prepaid-Guthabens. So sind nun keine Vouchers des Anbieters mehr verfügbar. Die Aufladung kann nun nur noch via Banküberweisung erfolgen oder mit Hilfe von Guthaben-Karten anderer GTCom-Marken wie beispielsweise Galeria Mobil.

Neukunden können Widerspruch einlegen

Kunden, die erst vor kurzem eine SIM-Karte bei der Ring Mobilfunk GmbH bestellt, diese aber noch nicht erhalten oder genutzt haben, können ihr Geld erstattet bekommen. Über ein Formular, welches bei Ring oder GTCom angefordert werden kann, können Neukunden Wider­spruch einlegen. Die geleistete Vorauszahlung soll laut Ring dann zurück auf das Bankkonto über­wiesen werden.

RingmeApp

Die Kunden­hotline verwies uns bei unserer Nachfrage auf die RingmeApp. Be­stands­kunden sollen diese App installieren, um weiterhin telefonieren zu können, auch wenn der Telefonie-Service nicht eingestellt wird.

Die App ist kostenlos für iOS und Android erhältlich. Der Service der App kann allerdings nur in Anspruch genommen werden, wenn man über ein Smartphone, eine SIM-Karte mit ausreichend Guthaben bzw. eine Datenverbindung verfügt, mit der auch Callthrough- oder VoIP-Anrufe getätigt werden können und zusätzlich auch das Guthabenkonto der Ringme­App aufgeladen ist. Dabei ist zu beachten, dass viele Mobilfunkprovider die Nutzung von Callthrough oder VoIP in ihren Nutzungsbedingungen explizit ausschließen oder sogar technisch sperren.

Das App-Konto muss also zusätzlich zum Prepaid-Konto der SIM-Karte über ausreichend Guthaben verfügen. Dennoch soll sich laut Angaben des Anbieters durch die App "Ein­sparungen von bis zu 95 Prozent im Vergleich zu den Standardtarifen der Mobilfunk­anbieter erzielen" lassen. Zwar werden für die Nutzung der App keine Grund- oder Anmelde­gebühren berechnet, jedoch wird pro Verbindungsaufbau 15 Cent in Rechnung gestellt.

Die App ist kostenlos im App-Store erhältlichDie App ist kostenlos im App-Store erhältlich Die RingmeApp bietet dem Nutzer zwei verschiedene Einstellungs­möglich­keiten: Normaltelefonierer und Vieltelefonierer. Dabei zielt die App vor allem auf den Verbindungsaufbau ins Ausland ab. Die Minutenpreise ähneln teilweise den Angeboten der Call-by-Call-Anbieter. Dennoch gibt es günstigere Alternativen außerhalb der App. Für eine Ge­sprächs­minute zu einem Fest­netz­anschluss in Großbritannien werden bei der Nutzung von Call-by-Call-Nummern zwischen 0,6  und 0,8 Cent in Rechnung gestellt. Über die RingmeApp im Tarif Ring Global kostet eine Gesprächs­minute 1 Cent zzgl. 15 Cent Verbindungsgebühr. Bei dem Tarif Ring Direct werden 3 Cent pro Gesprächsminute in Rechnung gestellt. Auch Gespräche zu andere Ziel­rufnummern wie beispielsweise in den USA oder nach Italien sind teurer. Telefonate von Nutzern der RingmeApp sind untereinander kostenlos.

Im Widerspruch steht, dass Neukunden ihr Geld zurück verlangen und Bestandskunden zur Nutzung der App gebracht werden sollen, sich laut Hotline aber auch in Zukunft keine Veränderungen für Ring-Kunden ergeben sollen.

Von Callax zu GTCom zu Callax

Die App lockt mit vermeintlich günstigen TarifenDie App lockt mit vermeintlich günstigen Tarifen Der Service des Mobilfunk­anbieters Ring läuft derzeit noch über die Firma GTCom, die in den letzten Monaten vor allem durch Probleme mit ihren anderen Prepaid-Marken auf sich aufmerksam gemacht hat. Der Service der RingmeApp wird hingegen von der Firma Callax Telecom Services GmbH realisiert, die eher durch ihren Call-by-Call-Service bekannt ist. Bevor die Marke von GTCom übernommen wurde, agierte das Unternehmen Ring als virtueller Netzbetreiber im E-Plus-Netz.

Teilen (6)

Was Sie sonst noch wissen sollten