Namensstreit

RIM: Aus Betriebssystem BBX wird Blackberry 10

Außerdem erste Hinweise auf neue Blackberry-Smartphones
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Blackberry Playbook bald auch mit UMTS-ModulBlackberry Playbook bald auch mit UMTS-Modul Der kanadische Hersteller Research In Motion muss sich einen neuen Namen für sein nächstes Betriebssystem überlegen. Das US-Bundesgericht in Albuquerque erließ eine einstweilige Verfügung gegen das Unternehmen, wonach RIM ab sofort die Nutzung des Markenzeichens BBX, das sich im Eigentum der BASIS International Ltd. befindet, auf der RIM-Entwicklerkonferenz in Singapur am 7. und 8. Dezember in Singapur untersagt ist. Im Vorfeld hatte RIM die Namensrechte nicht anerkannt und sich geweigert, die Verwendung des Namens einzustellen.

Die Begründung des Gerichts lautet: "Die Marke BBX ist identisch mit jener, die RIM angeblich für sein Produkt BBX verwendet", und "ungeachtet der Tatsache, dass beide Firmen nicht in unmittelbarem Wettbewerb stehen, haben die Produkte große Berührungspunkte und richten sich an den selben Käuferkreis, nämlich an Entwickler von kaufmännischer Software." Das Gericht stimmte mit BASIS darin überein, dass "die Rechtsverletzung wahrscheinlich zur Verwirrung bei Kunden und Interessenten führen kann, die fälschlicherweise annehmen könnten, dass Software-Anwendungen, die mit den BASIS-Entwicklungswerkzeugen geschrieben werden, nur auf dem RIM-Betriebssystem BBX lauffähig seien."

RIM muss das für kommenden Sommer geplante Betriebssystem nun wohl umbenennen, auf der Konferenz wird die Software derzeit Blackberry 10 genannt. Der kanadische Smartphone-Hersteller hofft, mit einem neuen Betriebssystem und neuen Endgeräten wieder zu Mitbewerbern wie dem Apple iPhone oder den Google-Android-Handys aufschließen zu können.

Hinweise auf neue Blackberry-Smartphones und ein 10-Zoll-Tablet

Unterdessen sind erste Hinweise zu den ersten Smartphones durchgesickert, die mit Blackberry 10 als Firmware auf den Markt kommen werden. So soll einem Bericht des Onlineportals Crackberry zufolge ein Blackberry Nevada die Nachfolge der Bold-Reihe antreten und mit Touchscreen und Hardware-Tastatur ausgestattet sein.

Als zweites Gerät ist ein Blackberry Milan im Gespräch, das in einer CDMA-Version für den amerikanischen Markt auch die Bezeichnung London trägt. Als weiteres Modell ist ein Smartphone mit dem Codenamen Lissabon in Planung. Zu den Spezifikationen der Geräte gibt es noch keine Informationen.

Gerüchte gibt es auch zu einem Tablet mit 10-Zoll-Display, das den Codenamen Black Forest trägt. Allerdings war von RIM auf dem Blackberry Innovation Forum vergangene Woche in Frankfurt am Main zu erfahren, dass es zumindest in den ersten drei Quartalen des kommenden Jahres kein 10-Zoll-Tablet geben soll. Dagegen ist ein 7 Zoll großes Playbook mit Mobilfunk-Modul fest in Planung.

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