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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 15.02.2012 |
Recognizr liefert die Daten zum Gesicht25.02.2010
14:22 Software verknüpft Handy-Fotos mit Daten in sozialen Netzwerken
Derzeit tobt in Deutschland ein Streit darüber, ob und wie weit realistische Straßenansichten samt Häusern, Fahrzeugen und Personen auf dem heimischen Rechner oder auf dem Handy zulässig bzw. gewünscht sind. Während die einen einen solchen Dienst als praktisch und wünschenswert einstufen, fürchten die anderen um Privatsphäre und Datenschutz. Doch im Vergleich zu dem, was technologisch sonst noch möglich ist, erscheint Google Street View schon wieder verhältnismäßig altmodisch und harmlos. Da wäre beispielsweise der neue Google-Dienst Buzz, bei dem der Suchmaschinen-Gigant mal eben locker flockig alle möglichen Daten seiner Nutzer für andere sichtbar gemacht hat - mit zum Teil verhängnisvollen Folgen. Zwar hat Google nach massiven Protesten nachgebessert - der Fall zeigt aber, dass sich Unternehmen nicht unbedingt im Voraus darum kümmern, was alles passieren kann, wenn sie Daten, die über die sie nunmal verfügen, anderen zugänglich machen.
Gesichter mit erweiterter Wirklichkeit
Ein schwedisches Unternehmen, das sich
The Astonishing Tribe nennt, hat im Rahmen des
Mobile World Congress in Barcelona eine Anwendung namens Recognizr vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine Software, die mit der Handykamera fotografierte Gesichter erkennt und mit dazu im Internet befindlichen privaten Informationen verknüpft - solche Anwendungen laufen ganz allgemein unter dem Label Augmented Reality. Recognizr soll demnächst als App im Android Market zu Verfügung stehen. Ähnliches gibt es übrigens mit der visuellen Suche Goggles auch schon aus dem Hause Google. Hier geht es allerdings nicht speziell um Gesichter, sondern um fotografierte Sehenwürdigkeiten, Logos oder sonstige markante Gegenstände.
Das Ganze ist erstmal unglaublich cool - von einer beliebigen Person ein Bild zu schießen und im Handumdrehen sämtliche Informationen zu erhalten, die über eben diese Person in sozialen Netzwerken zu finden sind. Andererseits werden die Nutzer von sozialen Netzen wie Facebook, YouTube und so weiter noch gläserner, als sie ohnehin schon sind. Nutzungsprofile bekommen damit nun im wahrsten Worte ein Gesicht. Kombiniert mit weiteren Diensten wie etwa Geotagging kann man auch noch einfach heraus finden, was eben diese Person wann getan oder zumindest wo sie was mit ihrem Handy fotografiert hat. Beindruckende Möglichkeiten, zweifellos. Wer angesichts solcher Dienste mit erweiterter Wirklichkeit (Augmented Reality) noch immer sagt: "Mir macht es nichts aus, gläsern zu sein, ich habe ja nichts zu verbergen", sollte einmal darüber nachdenken, dass nicht nur höchst offizielle staatliche Strafverfolgungsorgane bei der Ausübung ihrer Tätigkeit an derartigen Daten interessiert sind, sondern beispielsweise auch ganz normale Unternehmen, die beispielsweise gerne wissen möchten, was ihre potenziellen Kunden für Vorlieben haben oder Personalchefs, die sich ein Bild vom neuen Bewerber machen wollen. Ganz davon abgesehen, dass es Menschen gibt, die sich nichts zuschulden kommen lassen und trotzdem gute Gründe dafür haben nicht für jeden auffindbar zu sein. Wie etwa jene Frau in den USA, deren gewalttätiger Ex nun dank Google Buzz ihren aktuellen Aufenthaltsort und Arbeitsplatz kennt. Übrigens nutzen auch Kriminelle zunehmend soziale Netzwerke, um Informationen über mögliche Opfer zu sammeln. So kann man dort beispielsweise herausfinden, wann jemand garantiert nicht in seiner Wohnung anzutreffen ist. Artikel zum Datenschutz im Internet
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| Betreff | Autor | Datum | ![]() |
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| Frau Aigner und ihre Kollegen und ... | fe rnwe h | 01.03.10 22:43 | |||||||
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