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Festnetz Internet Mobilfunk Handy & Co. mobicroco Meldung Meinung Service 12.02.2012 

Überblick: Prepaid-Tarife mit Mindestumsatz (aktualisiert)

26.02.2010
13:31

Hinweise auf tatsächliche Kosten nur im Kleingedruckten

Inhaltsverzeichnis:

1. Mindestumsatz bei Nichtnutzung der SIM-Karte
2. Die Mindestumsatz-Regelungen in der Übersicht
Prepaid-Tarife sind toll: Nutzer eines solchen Handy-Tarifs zahlen nur dann, wenn sie tatsächlich eigene Anrufe durchführen, und sind ansonsten stets ohne weitere Kosten mobil erreichbar - so lautet jedenfalls die gängige Annahme. Die Wirklichkeit sieht anders aus: Nicht wenige Anbieter von Prepaid-Tarifen berechnen ihren Kunden einen bestimmten Mindestumsatz von wenigen Euro pro Monat, wenn die Kunden über einen längeren Zeitraum ihre SIM-Karte ungenutzt lassen. So entstehen auch bei einer in der Schreibtisch-Schublade schlummernden Prepaid-SIM-Karte Kosten für den Handy-Nutzer. Nicht jeder Mobilfunkkunde ist aber bereit, diese Kosten zu tragen. Wir zeigen Ihnen, welche Mobilfunk-Anbieter in ihren (Quasi-)Prepaid-Tarifen einen Mindestumsatz erheben.

Informationen über zu erwartenden Mindestumsatz nicht immer leicht zu finden

Werbung von discoTEL
Werbung von discoTEL (Prepaid)
Auf den ersten Blick sichtbar in den Tarifinformationen der Prepaid-Anbieter ist der Mindestumsatz meist nicht. In der Regel wird er entweder in den Fußnoten oder in den AGB als "Administrationsgebühr" oder Entgelt "zur Kontopflege" erwähnt, teilweise spricht ein Anbieter an anderer Stelle sogar explizit von "0 Euro Mindestumsatz". Der in Rechnung gestellte Betrag wird entweder gleich vom bestehenden Guthaben-Konto abgezogen oder, wenn kein Gesprächsguthaben vorhanden ist, im Nachhinein, sobald der Kunde sein Prepaid-Guthaben aufstockt. Alternativ kann auch die Kündigung des Prepaid-Vertrags bzw. die Abschaltung der SIM-Karte drohen.

Wie viel Umsatz der Prepaid-Nutzer mit eigenen Anrufen oder dem SMS-Mitteilungsversand verursachen muss, variiert von Tarif zu Tarif. In den Prepaid-Tarifen clever3 und clever9 des Anbieters callmobile müssen die Kunden über drei aufeinanderfolgende Monate mindestens 6 Euro für Telefonate und SMS ausgeben, damit der Provider ihnen in den Folgemonaten nicht ein "Straf-Entgelt" von 1 Euro pro Monat berechnet.

Drohende Kündigung bei simply und McSIM

simply berechnet dagegen seinen Kunden 1,79 Euro pro Monat, wenn diese ihre Prepaid-SIM-Karte zwei Monate lang hintereinander nicht für Anrufe genutzt haben. Wer dadurch auf seinem Guthaben-Konto einen Minus-Betrag aufweist, muss die Kündigung durch den Anbieter befürchten. Mit Kündigung drohen auch die anderen Drillisch-Marken maXXim und McSIM, wenn der Prepaid-Kunde 15 Monate lang kein neues Guthaben auflädt und (nicht "oder"!) zwei Monate lang in Folge keinen eigenen Anruf vornimmt. Erhält der inaktive Kunde eine Kündigungsmitteilung eines der beiden Anbieter, kann er diese zurücknehmen lassen, indem er innerhalb der Kündigungsfrist neues Guthaben auflädt oder ein Telefonat über den Prepaid-Anschluss führt. Werbung von snoog seven
Werbung von snoog seven (Postpaid)

Der Mobilfunk-Discounter discoTEL hat inzwischen eine Formulierung auf seiner Startseite entfernt, die versprochene Bonus-Gutschriften nur an "aktive Kunden" bzw. Umsatz verursachende Kunden vorsah. Wie uns der Anbieter nach Veröffentlichung dieses Artikels mitteilte, sei diese Bestimmung zum vergangenen Jahreswechsel nicht angewandt worden und sei auch nicht mehr gültig. Die in Aussicht gestellte Gutschrift würden zum Jahresende alle noch bestehenden discoTEL-Kunden erhalten.

In diesem Prepaid-Tarif werden dem Kunden zunächst 8 Cent pro Gesprächsminute und pro SMS-Mitteilung berechnet. Am Ende des Jahres erhalten nur die Kunden eine Guthaben-Gutschrift von 0,5 Cent pro vertelefonierter Minute bzw. pro verschickter SMS-Mitteilung. Auf diese Weise wird der von discoTEL beworbene Gesprächs- und SMS-Preis von 7,5 Cent pro Minute erzielt. Zusätzliche Kosten bei Nichtnutzung der SIM-Karte muss der discoTEL-Kunde also nicht hinnehmen.

snoog seven: Neuer Postpaid-Tarif mit Mindestumsatz

Doch nicht nur in Prepaid-Tarifen finden sich solche versteckten Mindestumsatz-Regelungen. In dem kürzlich eingeführten, grundgebührfreien Laufzeitvertragsangebot snoog seven berechnet der Anbieter zum Beispiel seinen Kunden eine Gebühr in Höhe von 2 Euro, wenn sie drei Monate lang keinen eigenen Anruf durchführt (wir berichteten). In den grundgebührfreien Laufzeit-Tarifen des Anbieters Klarmobil muss der Kunde innerhalb von drei Monaten einen Umsatz in Höhe von mindestens 3 Euro verursachen, um nicht Kosten von 1 Euro aufgebrummt zu bekommen. Im ebenfalls grundgebührfreien Postpaid-Tarif Mein Base Web Edition muss der Nutzer dagegen dann die einmalige Einrichtungsgebühr in Höhe von 25 Euro zahlen, wenn zuvor die SIM-Karte ungenutzt blieb.

Auf der folgenden Seite haben wir die unterschiedlichen Mindestumsatz-Regelungen der Prepaid-Anbieter in einem Übersicht zusammengefasst.
 

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Meinungen und Erfahrungen der Community:

Betreff Autor Datum
RE: Die Angaben sind unvollständig! marbri 12.03.10 23:50
RE: Die Angaben sind unvollständig! Halina 12.03.10 16:14
Pferdefüße in allen Prepaid-Tarifen cassiel 04.03.10 10:42
RE: Die Angaben sind unvollständig! marbri 28.02.10 14:48
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Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2011-10, Erwachsene ab 14 Jahre