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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 23.05.2013 |
Praxiserfahrung: Handynummern-Portierung und Nebenwirkungen19.05.2010
19:12 Wenn die eigene Nummer in zwei Netzen geschaltet ist
Wer einen neuen Mobilfunkvertrag abschließt, steht vor der Entscheidung: Neue Handynummer bekommen
oder alte Handynummer mitnehmen (portieren).
Oftmals wird sich dabei zu Gunsten der alten Rufnummer
entschieden, ist sie doch im Freundes- und Bekanntenkreis verbreitet und zum Teil
auf Visitenkarten und anderen Dokumenten aufgedruckt. Die Anbieter versprechen - sofern der
Kunde entsprechend mitarbeitet - einen fast unterbrechungsfreien Wechsel. Dennoch kann es zu
interessanten Effekten kommen: Ein Praxisbericht.
Wechsel erfolgte vor VertragsendeIm konkreten Fall ging es um einen Wechsel von der Telekom-Mobilfunksparte (ehemals T-Mobile) zu o2. Der Vertrag bei der Telekom war bereits lange im Voraus gekündigt, Abschaltungstermin war ein Sonntag. Parallel wurde ein o2-Vertrag abgeschlossen und, etwa einen Monat vor dem Wechsel, die Rufnummernportierung bei o2 beantragt. Wenige Tage nach dem Absenden des Portierungsauftrages informierte o2 per SMS auf die zu portierende Nummer über den Portierungstermin. Dieser wurde auf drei Tage vor dem T-Mobile-Vertragsende datiert. Ein Telekom-Sprecher begründete dieses damit, dass man versuche, derartige Prozesse an normalen Arbeitstagen durchzuführen und nicht an einem Sonntag. Sollte etwas schief laufen, sei nicht nur ein Bereitschaftsdienst, sondern ein reguläres Team da, um einzugreifen. Nummer zeitweise in zwei Netzen geschaltet
Ein Blick auf das Telekom-Handy offenbarte aber: Es war noch im Netz eingebucht. Auch abgehende Telefonate waren möglich, ankommende ebenfalls, sofern diese nicht aus dem Netz von o2 kamen. Die fragliche Nummer war somit in den Morgenstunden des Portierungstages gleichzeitig in zwei Netzen geschaltet, die ankommenden Anrufe kamen je nach Ursprungsnetz bei T-Mobile oder o2 an. Gegen 9 Uhr schaltete die Telekom die SIM-Karte ab. Die Nummer war in dem Netz nicht mehr erreichbar, quasi minütlich kamen aber Festnetz- und Mobilfunkanbieter hinzu, die die Gespräche schon zu o2 vermittelten. Kurios: Bis in die frühen Nachmittagsstunden hinein konnte die Telekom-Mobilfunksparte nicht zu o2 vermitteln. Anrufer aus dem Telekom-Mobilfunknetz wurden an die Auskunft verwiesen, während das Telekom-Festnetz die Gespräche korrekt vermittelte. SMS aus dem Telekom Mobilfunknetz indes wurden zugestellt. Alle routeten korrekt zu o2 - außer dem Ex-NetzbetreiberErst am Nachmittag war die Nummer dann auch aus dem Netz des Bonner Netzbetreibers erreichbar. Ein Sprecher des Unternehmens begründete dieses mit einer Warteschlange, die im Laufe der Zeit abgearbeitet wurde. Dies sei beim für SMS zuständigen SMS-C eher geschehen als bei der Sprachvermittlung. Hier ist das HLR der Telekom zuständig, das auch die Anfragen anderer Netzbetreiber beantwortet. Ein Anruf eines Vodafone-Kunden zu der portierten Nummer wird also erst zur Telekom geroutet, die Vodafone darüber informiert, dass o2 der korrekte Netzbetreiber sei. Seitens der Telekom heißt es, derartige Warteschlangen bei einer Portierung seien nicht üblich. Da die betreffende Portierung aber am Ende eines Monats stattfand, ist zu vermuten, dass es zahlreiche ein- und ausgehende Portierungen gab und die Abarbeitung entsprechend länger dauerte. Unterm Strich bleibt aber zu sagen, dass die Portierung problemlos über die Bühne ging. Sicherheitshalber sollten Kunden aber davon ausgehen, am fraglichen Tag nicht erreichbar zu sein. In Einzelfällen, etwa bei Prepaid-Karten, sind auch mehrtägige Auszeiten möglich. Mehr zu den bei einer Rufnummernportierung entstehenden Kosten haben wir auf einer Übersichtsseite für Sie zusammengestellt.
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