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teltarif hilft: Festnetznummern-Portierung verlief im Sande


Kunde war nach Wechsel des Festnetzanbieters nur noch eingeschränkt erreichbar  01.01.2010
13:47

Ein Wechsel des Telefonanbieters gehört mittlerweile am Markt zu den üblichen Vorgängen. Wer seinen Festnetz- und DSL-Anbieter wechselt, muss dabei nur wenig beachten. Wichtig ist, dass der neue Anbieter den Anschluss beim alten Provider kündigt, damit beide sich über einen Umschalttermin verständigen können und auch die Portierung der Rufnummern klappt. Geht alles glatt, ist der Kunde nur wenige Minuten oder Stunden offline und ebenso lange telefonisch nicht erreichbar. In dieser Zeit wird in der Vermittlungsstelle gearbeitet.
     Doch nicht immer geht alles glatt. So auch im Fall von teltarif-Leser Burkhard R. aus Berlin. Er ging nach einem Wechsel von der Deutschen Telekom zu Kabel Deutschland wegen in seinen Augen nicht zufriedenstellender Leistungen zurück zur Deutsche Telekom. Die eigene Rufnummer sollte selbstverständlich mit. Am 23. Oktober diesen Jahres führte die Telekom den Auftrag aus, R. telefonierte wieder im Netz der Deutschen Telekom und war unter seiner alten Nummer erreichbar.

Nach erfolgreicher Portierung nach einigen Wochen nicht mehr erreichbar

Wenige Wochen später jedoch bekam er nur noch wenige Anrufe. Viele seiner Verwandten riefen nicht mehr an und beschwerten sich bei ihm, er sei nicht mehr unter seiner Festnetznummer erreichbar. Die Deutsche Telekom antwortete ihm auf seine Störungsmeldung, es sei alles in Ordnung, man könne kein Problem feststellen. Auf nochmalige Intervention wurden ihm nach einer Überprüfung sogar Kosten für den Technikereinsatz in Rechnung gestellt.
     Geändert hat sich für ihn nichts: Viele seiner Bekannten und Verwandten konnten ihn nicht erreichen. Auffällig dabei: Keiner derjenigen, die ihn plötzlich nicht mehr erreichen konnten, telefonierte über die Deutsche Telekom. Sie waren bei 1&1, Arcor oder riefen aus dem Netz von Vodafone an.
     Erst auf Nachfrage der teltarif-Redaktion kam wieder Bewegung in die Sache. Wenige Tage, nachdem wir mit der Deutschen Telekom Kontakt aufgenommen hatten, war Burkhard R. plötzlich wieder aus allen Netzen erreichbar. Eine letztliche (Er-)Klärung des Kunden-Falls liegt uns auch nach mehreren Tagen noch nicht vor. In einem ersten Statement der Deutschen Telekom jedoch mutmaßte ein Sprecher, dass es an einem technischen Phänomen einer Rufnummernportierung gelegen haben könnte: Der Rufumlenkzeit.

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Abgelaufene Rufumlenkzeit könnte Schuld an Erreichbarkeitspanne sein

Bei der Rufumlenkzeit werden Anrufe dritter Netzbetreiber möglicherweise noch zum ehemaligen Netzbetreiber geleitet. Dieser schaltet eine Rufumsteuerung, leitet Anrufe also in das korrekte Zielnetz weiter. Nach Ablauf der Rufumlenkzeit wird diese Umleitung abgeschaltet und die Anrufe verlaufen ins Leere, auch wenn vorher die Portierung augenscheinlich funktioniert hat. Meistens hat hier einer der beiden involvierten Netzbetreiber versäumt, eine entsprechende Portierungsmeldung zu veröffentlichen.
     Wer im konkreten Fall die Schuld trägt ist, ist unklar. Fest steht nur, dass betroffene Kunden beharrlich bleiben sollten und sowohl mit dem neuen, als auch mit dem alten Netzbetreiber Kontakt aufnehmen sollten, um das Phänomen so detailliert wie möglich zu schildern.

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RE: Was lernen wir daraus? grafkrolock 03.01.10 23:59
RE: Was lernen wir daraus? grafkrolock 03.01.10 23:57
RE: Was lernen wir daraus? rotella 03.01.10 11:08
RE: Was lernen wir daraus? d.c.n 03.01.10 10:57
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