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Acer Aspire 1830T mit Core i5 im Performance-Test

Von Sebastian Jentsch
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Acer Aspire 1830T Test Performance Benchmarks Bilder Fotos So klein und schon ein echtes Subnotebook? Es hat die Runde gemacht, dass das Aspire TimelineX 1830T von Acer einiges auf dem Kasten hat. Mit seinem Core i5-Prozessor in der ULV-Version hat es einerseits die Performance-Features der großen Notebooks (Core i5/i7). Der geringe Standard-Takt sowie eine niedrige Betriebsspannung sorgen aber auch für eine anständige Akkulaufzeit. Ist der 1830T der perfekte Notebook-Ersatz in 11,6 Zoll? Wir machen den Performance-Check und vergleichen mit älteren Core 2 Duo Prozessoren.

Wie klein kann ein starkes Subnotebook sein? Hersteller Acer sieht die Antwort bei 11,6 Zoll. In einem relativ stabilen Gehäuse werkelt ein Core i5-520UM mit 2 x 1.06 GHz. Das handliche Gerät ist dabei weder viel schwerer als ein Netbook (1,4 Kilogramm), noch ist das Chassis wuchtig geworden. Schlank und mit matten, griffigen Oberflächen schön handlich, so kommt Acers Mini Timeline daher. Die Optik ist auf Grund der fehlenden Hochglanz-Flächen (außer dem Display und dessen Rahmen) eher nüchtern und auf Arbeitsmaschine getrimmt. Das dürfte bei vielen ernsthaften Notebook-Käufern gut ankommen.

Der Preis von zirka 780 Euro liegt deutlich höher als bei den Netbooks. Doch angesichts der hohen Performance, die erstmals in einem Consumer Subnotebook zu haben ist, kann er als durchaus angebracht angesehen werden. Consumer Subnotebooks, wie zum Beispiel der Vorgänger Acer 1810T oder das Asus UL30A, basieren auf einem älteren Chipsatz und den CULV-Prozessoren mit Namen wie SU4100, SU3500, SU7400 oder SU9400. Der verbaute Core i5-520UM steckt alle dieser Prozessoren aber mit Leichtigkeit in die Tasche und nähert sich der Leistung des Standard Notebook Prozessors Core i3-330M. Wie er das macht, darauf gehen wir jetzt ein.

Theorie I: Performance dank Turbo Boost

Acer Aspire 1830T Test Performance Benchmarks Bilder Fotos Bei den Standard-Notebooks sind die Schwestermodelle des verbauten i5-520UM sehr gut angekommen. Der Grund ist nicht nur eine simple Leistungssteigerung, sondern Performance-Features, die Leistung nach Bedarf liefern, sich sonst aber stromsparend zurückhalten. Genau das ist der Grund, warum der 520UM im 1830T nur einen geringen Standard-Takt von 1,06 GHz besitzt. Turbo Boost kann diesen Takt nämlich ansteigen lassen – auf bis zu 1,86 GHz. Diese dynamische Übertaktung geht die Kerne des Prozessors separat und vollautomatisch an. Das heißt, während ein Kern noch mit 1,3 GHz taktet, arbeitet ein anderer schon mit 1,6 GHz. Die jeweiligen Anwendungen bestimmen, wie viele Kerne den Takt erhöhen. Benötigt eine Anwendung alle vier Threads, so takten nicht alle vier Cores mit 1,86 GHz, sondern eher mit 1,46 GHz oder geringer. Sind nur zwei Kerne aktiv, so liegt der Takt dieser beiden etwa bei 1,6 GHz. Und so weiter. Nur wenn ein einzelner Kern den kompletten Rechenaufwand übernimmt, dann kann sein Takt theoretisch auf die besagten 1,86 GHz steigen. In der Praxis dürfte letzterer Fall selten sein, denn das Betriebssystem braucht stets etwas Rechenkraft.

Theorie II: Multi-Power mit Hyper Threading

Das kennen wir bereits vom Intel Atom: Hyper-Threading. Hierbei werden die beiden physischen Kerne durch zwei virtuelle Cores ergänzt. Anwendungen können also mit vier Threads arbeiten, das heißt gleichzeitig abgearbeitet werden. Hier haben wir es dann mit schönen Multi-Tasking Operationen zu tun. Wenn hierbei alle Threads rechnen, dann ist der Durchschnitts-Takt relativ gering, in etwa bei 1,3 bis 1,46 GHz. Ein weiterer Vorteil gegenüber älteren Consumer Subnotebooks: Die Integration des Speichercontrollers und der Intel HD Graphics in den Prozessor. Das erhöht zwar den TDP auf 18 Watt, senkt aber de facto den Gesamtstromverbrauch des Systems. Die Intel HD mit ihren 1.113 3DMarks2006 macht für Spiele nichts her. Sie kann den Prozessor aber bei Dekodier-Aufgaben unterstützen.

Praxis I: 1830T in den Benchmarks ganz vorn

Wie schnell ist der i5-520UM Prozessor im Vergleich zu einer Standard-Notebook CPU? Wir bemühen synthetische Prozessor-Benchmarks. Beim Rechnen mit allen verfügbaren vier Threads erreicht der i5-520UM im Cinebench R10 Multi (64bit) 4.179 Punkte. Der starke Namensvetter 520M (2,4 GHz) liegt bei vergleichsweise gigantischen 8.000 Punkten. Kein Wunder, während die ULV-Version im 1830T noch mit zirka 4 x 1,46 GHz rechnet, liegt die Standard-CPU bei etwa 4 x 2,5 GHz.

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Beim Rechnen mit einem Kern kann sich die volle Kraft des Turbo Boost entfalten (Cinebench R10 Single 64 Bit). Das Aspire 1830T schafft 2.435 Punkte. Ein Core i3-330M liegt bei 2.850 Punkten, denn er besitzt kein Turbo Boost und muss mit 1 x 2,16 GHz rechnen. Damit kann er nicht viel schneller sein als der 520UM. Anders ein i5-520M (2,4 GHz). Der schafft im Durchschnitt 3.700 Punkte, denn im Turbo Takt läuft er mit 2,93 GHz.

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Praxis II: deutlich schneller als Core 2 Duo CULV-Prozessoren

Eine Niederlage für den 520UM? Nein, nur ein Vergleich mit standesgemäßen ULV-Prozessoren ist fair (Cinebench R10 64 Bit). Das wären zum Beispiel SU7300, SU4100, SU3500 oder auch SU9400. Einen High End Core 2 Duo Low Voltage Prozessor haben wir auch in die Vergleichsgrafik eingefügt: SL9600. Die Grafik zeigt: Im Vergleich mit der Core 2 Duo ULV Generation geht der 520UM immer als Sieger hervor. Ausnahme sind die teuren SL-Prozessoren (SL9600, Low Voltage). Diese werden aber ohnehin nicht in Consumer-Geräten unter 800 Euro platziert. Die hohe Prozessorleistung findet sich in einer sehr guten Systemleistung wieder, wobei das System vor allem vom Hyper Threading profitiert. Die Grafik des PCMark05 zeigt, dass alle CULV-Konkurrenten wie SU7300 oder K125 abgeschüttelt werden können.

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Beim 3DMark, der nun wirklich nicht die Stärke eines Subnotebooks ist, kann sich das 1830T ebenfalls deutlich von den Vorgängern absetzen. Die Werte einer GMA 4500MHD haben sich fast verdoppelt. Selbst die gelobte ATI Radeon HD 4225 des Aspire One 521 ist geschlagen.

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Ihr wollt mehr vom Timeline X 1830T sehen? Wir haben eine ausführliche Bildergalerie.