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Blick in den Rechner mit Diagnose-Programmen23.08.2011
13:51 PC-Nutzer wissen oft nicht, was im Rechner steckt
Von dpa / Alexander Kuch
![]() Hardware identifizieren mit Diagnoseprogrammen Prozessor, Arbeitsspeicher, Grafikkarte: Viele Computerbesitzer wissen nicht oder nur ungefähr, welche Technik eigentlich in ihrem PC, Notebook oder Netbook steckt. Und selbst wer sich ein bisschen auskennt, ist bei Detailfragen zu Mainboard, freien Steckplätzen oder der genauen Art des benutzten Arbeitsspeichers schnell überfordert. Auch ein Blick unter die Computerhaube hilft in solchen Fällen nicht immer weiter - ein Analyseprogramm dagegen schon. Solche Software erstellt auf Knopfdruck lange Listen mit detaillierten Angaben zu Prozessor, Festplatte, Grafikkarte und allen anderen Komponenten, die sich im Rechner befinden. "Vor dem Aufrüsten kann so ein Gesamtüberblick sehr nützlich sein", sagt Markus Hahner, Ratgeberautor beim Fachverlag für Computerwissen. So kann man zum Beispiel vor dem Kauf von neuem Arbeitsspeicher herausfinden, ob dieser zu den vorhandenen RAM-Bausteinen passt. Einiges lässt sich zwar auch mit dem Windows-Gerätemanager herausfinden, erläutert Hahner. "Analyseprogramme bieten aber deutlich mehr Informationen." Außerdem erkennen sie oft auch Geräte, die Windows gar nicht zuordnen kann, und helfen teils bei der Suche nach den passenden Treibern. Alles wissen sie aber auch nicht: "Das Programm sagt mir nur, ob ein Steckplatz überhaupt frei ist", warnt Hahner. "Ob eine TV- oder Soundkarte aber auch an dieser Stelle in den Rechner passt oder irgendein anderes Teil im Weg ist, kann es natürlich nicht wissen." Diagnose-Programme liefern viele Informationen, die nicht immer verständlich sindAuch bei der Fehlersuche können Analyseprogramme eine große Hilfe sein, findet Professor Hans Ludwig Stahl, Direktor am Institut für Informatik der Fachhochschule Köln. "Wenn ein Rechner immer wieder bei bestimmten Vorgängen abstürzt, kann ein Tool zur Überwachung der Prozessortemperatur zum Beispiel sehr nützlich sein." Die meisten erhältlichen Programme bieten eine solche Funktion und können auf Wunsch auch umfangreichere Diagnosen anstellen - Voraussetzung ist allerdings, dass der Nutzer diese auch versteht. "Das ist wie ein schriftlicher Arztbefund", sagt Markus Hahner. "Ohne entsprechendes Fachwissen verstehen sie da auch nur Bahnhof." Denn die Analyseprogramme finden das Problem nicht von alleine, sondern liefern nur eine lange Liste möglicher Indizien, die für Laien kaum zu verstehen sind. "Viele denken: 'Wenn der Rechner spinnt, werfe ich einfach ein Analyseprogramm darauf'", sagt Frank Badenius von der Zeitschrift "Computer Bild". "So funktioniert es in der Realität aber nicht." Auch Informatik-Professor Stahl rät Laien eher davon ab, ohne Fachwissen umfangreiche Reparaturen vorzunehmen. "Bei Basteleien am System sollte man immer wissen, was man tut", sagt er. Kein noch so gutes Analyseprogramm könne Fachwissen ersetzen - und der Schaden durch unbedachte Änderungen ist möglicherweise groß. "In der Registrierungsdatei oder im Speichermanagement können Sie auch als normaler Windows-Nutzer viel Schaden anrichten." Nicht alle Hardware-Komponenten werden zuverlässig erkanntWer Analyseprogramme aber tatsächlich nur für die virtuelle Inventur nutzt, wird mit fast jedem der erhältlichen Programme glücklich. "Die Analyseergebnisse sind eigentlich überall ordentlich", sagt Frank Badenius. Auch die in nahezu jeder Software vorhandene Funktion zur Leistungsanalyse liefert brauchbare Ergebnisse: "Damit können Sie sehr gut sehen, wie schnell ihr Computer und einzelne Komponenten im Vergleich zu anderen sind." Mängel gibt es dagegen im Detail: "Bei der Erkennung von TV-Karten haben viele Programme Probleme", sagt Badenius. "Und auch die Benutzerführung könnte manchmal etwas besser sein." Manche Programme gibt es außerdem nur auf Englisch - bei deutschen Fachbegriffen oder Gerätenamen liefert die eingebaute Suche dann oft gar keine Ergebnisse. Hinzu kommt der hohe Anteil an Fachchinesisch in den Menüs oder Hilfetexten. Bekannte Analyseprogamme sind zum Beispiel das kostenpflichtige Everest von Lavalys, das kürzlich in Aida 64 umbenannt wurde, oder Sandra von SiSoftware, das in einer abgespeckten kostenlosen Version verfügbar ist. Ganz und gar gratis ist der PC-Wizard von CPUID. Vom gleichen Hersteller gibt es auch noch andere kostenlose Analyseprogramme wie das Info-Tool CPU-Z speziell für Prozessor und Mainboard oder PerfMonitor, das die Auslastung des Prozessors protokolliert. Einen guten Überblick über das System liefert auch das Programm System Information for Windows (SIW). Weitere Meldungen zu Netbooks
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