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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 15.02.2012 |
Editorial: Noch ein Bezahldienst01.11.2009
18:09 Amazons "PayPhrase" tritt gegen Paypal an
Der Versandhandel über das Internet boomt und setzt dem
klassischen Versandhausgeschäft via Katalog schwer zu: Quelle muss
gar schließen. Doch
auch so mancher Kunde wird vom Internet-Versandhandel
übervorteilt: In der Hoffnung auf ein Schnäppchen überweist er den
Kaufpreis samt Versandkosten an den Händler. Doch die Ware kommt nie.
Bezahldienste sollen den Kunden hier Sicherheit geben: Kommt die Ware nicht an oder gibt es andere Leistungsstörungen, erstatten diese auf Antrag den Kaufpreis zurück. Doch wird damit dem Betrugsgeschäft andersherum Tür und Tor geöffnet: Der Kunde bestellt, zahlt und nimmt die Lieferung entgegen. Später erklärt er aber, die Lieferung nie erhalten zu haben. Vor allem kleine Händler beklagen, dass insbesondere der ebay-Ableger Paypal allzu oft in solchen Fällen den Kunden Glauben schenkt und die Zahlung rückabwickelt. Am Schluss bleibt dann der Händler auf dem Schaden sitzen. Vor dem genannten Hintergrund ist es begrüßenswert, dass zunehmend Online-Schwergewichte wie google mit Checkout oder Amazon mit Payphrase in den Markt der Internet-Bezahldienste einsteigen. Zu hoffen ist, dass diese die allfälligen Streitigkeiten besser klären als die bisherigen Anbieter. Insbesondere Amazon hat aus eigener Geschäftstätigkeit einen diesbezüglich sehr nützlichen Datenfundus: Korrekte Lieferanschriften oder Aussagen zur Zahlungsmoral in der Vergangenheit. Gefahr der Online-"Schufa"Doch sind solche Datensammlungen immer zweischneidig: Der Bezahldienstleister kann daraus beispielsweise Kundenprofile erstellen und gezielt zur Marketing-Ansprache nutzen. Ein Zusatzgeschäft, dass dem eigentlichen Händler entgeht. Falsche Daten beim Bezahldienstleister können einem Kunden künftig gar das Bestellen im Internet unnötig erschweren ("nur Vorkasse") oder gar ganz unmöglich machen. Wer schon mal wegen falscher Daten bei der Schufa keinen Kredit oder keinen Handyvertrag bekam, weiß, dass man in Datenbanken leichter rein als wieder rauskommt. Konkurrenz zwischen Paypal, Payphrase & Co. ist aber ein Weg, wie verhindert werden kann, dass ein Kunde schon wegen eines einzelnen Datenfehlers nicht mehr bestellen kann. Wenn Anbieter X die Transaktion nicht mehr abwickelt, geht man halt zu Anbieter Y. Andererseits können Betrüger - ob nun auf Käufer- oder Verkäuferseite - ihre krumme Nummer ebenfalls mehrfach abziehen, bevor sie bei allen Anbietern auf dem Index stehen. Am Ende wird es bei den Bezahldienstleistern wie mit den Kreditkartenanbietern laufen: Nur wenige unabhängige Systeme werden übrig bleiben. Die besten Chancen haben diejenigen, die sich anderen im Bezahlbereich starken Anbietern, also insbesondere den Banken und den klassischen Kreditkartengesellschaften, für Kooperationen öffnen. Weitere Editorials
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