iPhone-Killer?

Palm Pre im ersten Test: Eindrücke von Palms neuem Flaggschiff

Das Palm-Pre-System webOS spielt ganz oben mit, Hardware aber mit Schwächen
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Viele Handy-Hersteller werden nicht müde, neue Geräte als "lang erwartet" anzupreisen. Auf den Palm Pre wurde indes tatsächlich mit Spannung gewartet, da schon bei der Vorstellung zur CES im Januar dieses Jahres die Anwesenden einen echten iPhone-Killer witterten - ob es einem gefällt oder nicht, das Apple-Handy ist aktuell das Maß der Dinge. Man sollte zudem meinen, dass Palm sich alle Mühe gegeben hat, hier etwas Hochklassiges zu schaffen: Das Unternehmen war zwar lange Zeit der PDA-Produzent schlechthin, aber die guten Zeiten sind lange vorbei - der Palm Pre soll das Ruder herumreißen, ansonsten gehen beim Hersteller nach Expertenmeinungen bald die Lichter aus. Bild vom Palm Pre und vom iPhonePalm Pre: Der iPhone-Konkurrent

Entsprechend präsentierte Palm mit dem Pre nicht nur irgendein neues Smartphone, sondern auch ein ganz neues System im Hintergrund, webOS genannt. Dieses löst das über Jahre (und auch heute noch) beliebte Palm OS ab, auch Windows-Mobile-Geräte wird es von diesem Hersteller nicht mehr geben. Zweieinhalb Jahre Arbeit will Palm in die Entwicklung des webOS gesteckt haben. Das macht neugierig - und wir hatten jetzt endlich Gelegenheit, das Gerät einem ersten Test zu unterziehen. Da der Pre aber mit ziemlich vielen Features aufwarten kann, würde ein alles einschließender Test den Rahmen dieses Artikels sprengen. Daher schonmal die Vorankündigung, dass wir Ihnen in den kommenden Tagen weitere Test-Details präsentieren werden. Jetzt gehts aber erst mal los mit den ersten Eindrücken vom Gerät.

Die Optik: Plastiklastig und etwas wackelig, aber schick

Nach dem Öffnen der Verpackung liegt der Pre direkt oben auf: Das Gerät ist dabei auf den ersten Blick sehr plastiklastig, wirkt aber abseits dessen durch die schimmernde schwarze Oberfläche durchaus edel. Ansonsten findet sich in der Verpackung noch ein Ladegerät, das mit dem USB-Kabel zusammengesteckt wird und über die entsprechende Schnittstelle Anschluss an den Pre findet, sowie ein Headset und eine Anleitung - diese hat allerdings nicht den Umfang eines klassischen Handbuchs, sondern ist eigentlich nur ein kleines Faltblatt. Bild von der scharfen Kante an der Unterseite des Palm PreScharfe Kante an der Unterseite -
eigene @-Taste

Nimmt man den Pre dann aus der Verpackung, zeigt er sich zunächst sehr handlich, allerdings auch etwas wackelig zwischen Vorder- und Rückseite der Gehäuseschale. Wird die Tastatur des Sliders ausgezogen, kommen zudem ziemlich scharfe Kanten am Rand dieses unteren Teils zum Vorschein. Beim Blick auf das Keyboard fällt allerdings positiv auf, dass dem @-Zeichen eine eigene Taste spendiert wurde, die direkt ohne umständliche Handgriffe zu nutzen ist - für ein als besonders Internet-affin angepriesenes Smartphone ein Mehrwert.

Der erste Eindruck ist aber erstmal alles in allem noch nicht wirklich überzeugend. Daher wird es Zeit, das Gerät in Betrieb zu nehmen, da der Pre vor allem ja auch mit seinen inneren Werten punkten will. Nach dem Anschalten werkelt er ein paar Minuten vor sich hin, anschließend erfolgt die ziemlich einfache Konfiguration. Hier sind nur einige wenige Daten erforderlich sowie die Anerkennung der Geschäftsbedingungen. Sollen standortbezogene Dienste genutzt werden, muss diese Einwilligung auch noch für die genutzte Google-Lösung abgegeben werden. Im Anschluss gibts ein kurzes Tutorial zur grundlegenden Nutzung: So lernt der Nutzer zum Beispiel direkt, dass der Befehl, um jeweils "zurück", also eine Menüebene höher zu gelangen, über eine Geste am unteren Bildschirmrand ausgelöst wird. Nachdem diese durchaus sinnvollen und kurz gehaltenen Übungen absolviert sind, kanns nach einem ebenfalls kurzen Video, das weitere Tipps gibt, endlich losgehen.

Auf der folgenden Seite erfahren Sie, wie sich der Pre in Punkto Steuerung sowie beim Surfen schlägt. Soviel vorab: In mancher Disziplin kann der Pre hier wirklich seine Stärken ausspielen.

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