Palm Pre: Konfiguration für mobiles Internet derzeit nicht möglich
Feature soll in künftigen webOS-Versionen nachgerüstet werden
08.10.2009 19:05
Am kommenden Dienstag beginnt o2 mit dem Verkauf des Palm Pre
in Deutschland. Dabei forderte der Münchner Mobilfunk-Netzbetreiber seine Vertriebspartner auf, das neue
Palm-Flaggschiff nicht mit Verträgen eines Mitbewerbers zu verkaufen. Ähnlich wie
beim Apple iPhone, das mit Vertrag in Deutschland nur bei T-Mobile
zu haben ist, hat o2 für das Palm Pre die Exklusiv-Rechte.
Allerdings verkauft o2 das Smartphone im Gegensatz zum Apple iPhone bei
T-Mobile auch ohne Vertrag und vor allem ohne SIM- oder Netzlock. Damit lässt sich das Palm Pre auch mit
einer beliebigen anderen SIM-Karte verwenden. Wie berichtet wird das
Handy auch im Online-Shop des Discounters simyo angeboten.
Telefonieren und SMS mit beliebiger SIM-Karte möglich
Palm Pre Foto: Palm
Wie sich im Test der teltarif.de-Redaktion gezeigt hat, bucht sich das Palm Pre
auch bei Nutzung einer SIM-Karte von T-Mobile, Vodafone, E-Plus
und vistream nach Eingabe der PIN ins Netz ein. Telefonate können ohne Probleme geführt
werden und auch der Austausch von SMS-Mitteilungen klappt unabhängig davon, welche
SIM-Karte im Palm Pre genutzt wird.
Einschränkungen gibt es dagegen bei der mobilen Internet-Nutzung. Wer sich durch die
Menüs des neuen Palm-Handys klickt, wird schnell die Möglichkeit vermissen, den Internet-Zugang für einen
beliebigen Netzbetreiber festzulegen. Die Hilfe-Seiten zum Internet-Browser des Palm Pre verraten, dass eine
solche Konfigurationsmöglichkeit zumindest vorgesehen ist: Im Telefon-Menü soll es unter den "Einstellungen"
den Punkt "Netzwerkeinstellungen aktualisieren" geben. Zur Sicherheit wird im Text "falls verfügbar"
angemerkt.
GPRS-Einstellungen lassen sich nicht manuell ändern
Bei unserem Testgerät besteht diese Konfigurationsmöglichkeit nicht und wie die deutsche Palm-Presse-Agentur auf
Anfrage erklärte, wird dies auch bei den ab Dienstag offiziell verfügbaren Geräten nicht anders sein. Die
Presse-Agentur erklärte weiter, die GPRS-Zugänge aller gängigen Netzbetreiber
seien im Betriebssystem gespeichert. Die SIM-Karte werde automatisch
erkannt, so dass auch der mobile Internet-Zugang in einem gewünschten Handy-Netz möglich ist. Das zeigte sich
auch in unserem Test mit einer T-Mobile-Karte.
Es gibt jedoch Ausnahmen. So lassen sich mit Vodafone-Karten derzeit keine
WebSessions nutzen - mit einer
Prepaid-Karte des Düsseldorfer Betreibers wäre dies der einzige verfügbare
vollwertige Internet-Zugang. Auch der mit BILDmobil zur Verfügung stehende
WAP-Zugang wird nicht erkannt, so dass die Online-Verbindung nicht hergestellt werden
kann. Nicht zuletzt funktioniert der Online-Zugang für Besitzer einer SIM-Karte des virtuellen Netzbetreibers
vistream nicht. Diese werden als eine Karte aus dem E-Plus-Netz erkannt.
webOS sieht eigene Einstellungen für mobiles Internet noch nicht vor
Es handelt sich um keine Einschränkung seitens o2, sondern das webOS-System
sieht in seiner jetzigen Version die manuelle GPRS-Einstellung noch nicht vor, wie
die Palm-Presse-Agentur erläuterte. Für die meisten Nutzer sollte dies ohne Bedeutung sein. Vor dem Kauf des
Palm Pre lohnt es sich aber, zu überprüfen, ob der Internet-Zugang bei der gewünschten SIM-Karte über einen
Standard-Zugangspunkt des Netzbetreibers hergestellt wird oder ob besondere Einstellungen zu beachten sind,
die derzeit mit dem Palm Pre noch nicht nutzbar sind.
Da der Menüpunkt für die Netzwerk-Konfiguration bereits beschrieben wird, besteht zumindest Hoffnung, dass
dieses Manko durch ein Firmware-Update behoben wird. Bis es soweit ist, bleibt Nutzern einer SIM-Karte von
Anbietern wie BILDmobil oder solomo nur der Trost, dass zumindest per WLAN der
Internet-Zugriff mit dem Palm Pre möglich ist.
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