Palm wendet sich ans USB Implementers Forum und erleidet Niederlage
Der Kampf zwischen Apple und Palm über die Möglichkeit des
Palm Pre, sich mit
iTunes zu synchronisieren, geht in die nächste Runde:
Laut dem Wall Street Journal-Blog All Things Digital
hat Palm jetzt einen ziemlichen Rückschlag einstecken müssen:
Das Unternehmen hatte sich beim
USB Implementers Forum, zuständig für die USB-Spezifizierung,
beschwert, dass Apple wiederholt
die Synchronisationsmöglichkeit unterbunden hat - und musste eine herbe Niederlage einstecken.
Hintergrund des gesamten Streits ist eine an sich schlaue Idee von Palm:
Der Palm Pre gilt als schickes Gerät mit ziemlich guten Multimedia-Fähigkeiten und daher als echter iPhone-Konkurrent
- kann aber nicht auf ein Angebot wie iTunes zurückgreifen.
Daher haben die Entwickler einfach die Möglichkeit implementiert,
dass sich der Pre mit iTunes synchronisiert - dies geschieht, indem sich das Gerät
nach dem Anstöpseln an den USB-Port einfach als Apple-Gerät ausgibt.
Apple störte dies - wenig verwunderlich - und sperrte den Pre mittels iTunes-Update aus.
Palm wiederum brachte auch ein Update, um wieder den Anschluss zu ermöglichen, Apple unterband
dies wieder.
Palm muss sich innerhalb einer Woche äußern
Jetzt argumentierte Palm gegenüber dem USB Implementers Forum, das Vorgehen
von Apple "verhindere den Wettbewerb" und sei daher
mit dem "USB-IF Membership Agreement" nicht vereinbar.
Das Forum sah dies offensichtlich völlig anders:
Palm verstoße seinerseits gegen die Richtlinien,
da der Palm eine falsche Anbieter-ID vorgaukle.
Palm wird im Zuge dieser Antwort eine Frist von einer Woche gegeben,
um hierzu Stellung zu nehmen. Eins dürfte sicher sein:
Wie auch immer diese Sache ausgeht, der Kampf der beiden Parteien um iTunes dürfte weitergehen.
Am 13. Oktober
kommt das Gerät übrigens auch nach Deutschland, und das exklusiv bei o2.