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OYO im Test: E-Book-Reader von Thalia mit WLAN für 139 Euro

07.11.2010
10:23

6-Zoll-Reader kommt mit Touchscreen und direkter Shop-Anbindung

Inhaltsverzeichnis:

1. Neuer E-Book-Reader mit direkter Shop-Anbindung von Thalia
2. Bedienung, Formate und virtuelles Bücherregal

Auf der diesjährigen IFA hat die Buchhandelskette Thalia gemeinsam mit buch.de und bol.de seinen ersten eigenen E-Book-Reader angekündigt. Das Lesegerät mit dem Namen Oyo verfügt über einen 6-Zoll-SiPix-Screen und eine WLAN-Schnittstelle und ist seit dem 28. Oktober zum Preis von 139 Euro in allen 295 Thalia-Filialen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie online bei den drei kooperierenden Buchhändlern erhältlich. Wir haben den E-Book-Reader auf Herz und Nieren geprüft und verraten Ihnen, ob der Oyo trotz seines Preises mit der Konkurrenz mithalten kann.

Kompakter Touchscreen-Reader mit SiPix-Display

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Oyo mit komplettem Lieferumfang
Der Oyo präsentiert sich in schlichtem Design und mit weißer, matter Kunststofffront. Mit seinen Maßen von 15,4 mal 12,4 mal 1,1 Zentimetern und einer Bilddiagonalen von 15,2 Zentimetern (6 Zoll) ist der Reader äußerst kompakt und liegt mit 240 Gramm zudem gut in der Hand. Navigiert wird der Oyo hauptsächlich über den Touchscreen, der den Lesestoff in einer Auflösung von 800 mal 600 Pixel und 16 Graustufen wiedergibt. Zusätzlich zur Steuerung über den berührungsempfindlichen Bildschirm, besitzt der Oyo am Kunststoffrand vier haptische Tasten. Mit ihnen kann in den Büchern vor- und zurückgeblättert sowie das Gerät ein- und ausgeschaltet werden. Eine weitere Taste führt zum Menü, über das verschiedene Funktionen aufgerufen werden können.

Zum Lieferumfang des Oyo gehört ein Ladegerät, ein USB-Kabel und eine Kurzanleitung inklusive Garantiekarte. Auf ein Etui oder eine Schutzhülle hat Thalia verzichtet. Entsprechendes Zubehör kann jedoch im Onlineshop oder in den Filialen für Preise ab 14,99 Euro nachgekauft werden.

Beim Oyo handelt es sich um einen von Medion konzipierten Reader der statt auf e-Ink auf die Alternative SiPix setzt. SiPix-Displays weisen ähnliche Eigenschaften wie die bisher hauptsächlich verwendeten E-Book-Reader-Displays von e-Ink auf. Die Vorteile des Displays liegen in seiner augenschonenden, spiegelarmen Darstellung und seinem geringen Stromverbrauch. Nachteil ist die graue Schrift auf grauem Hintergrund, die beim Oyo auch nicht angepasst werden kann. Mit der neuesten Pearl-Technologie, wie sie beispielsweise Sonys neue Reader mitbringen, kann das SiPix-Display nicht mithalten.

Der 1.200-mAh-Lithium-Ionen-Akku des Oyo soll zwei Wochen oder bis zu 8.000-mal Umblättern durchhalten.

Inbetriebnahme und Einstellungen

oyo-ebook-reader-querformat
Das Schriftbild im Querformat
Nach dem ersten Anschalten des Oyo wird der Nutzer zur Eingabe seiner WLAN-Daten aufgefordert. Anschließend nimmt der Reader Kontakt zum Online-Store von Thalia auf. Wer bereits bei Thalia bestellt hat, kann seine Nutzerdaten einfach auf den Oyo übertragen und hat dann Zugriff auf gegenwärtig rund 40 000 Buch-Titel. Auf Wunsch können mit dem integrierten Internet-Browser auch andere Online-Stores oder Webseiten via Google angesurft werden. Dazu sollte der Nutzer jedoch Geduld mitbringen. Ein Besuch von teltarif.de klappte im Test zwar ohne Probleme, jedoch brauchte das Laden der Seite bis zu sechs Sekunden.

Der Besuch gewünschter Internetseiten erfolgt über das Suchfeld von Google und Wikipedia oder direkt über das URL-Eingabefeld. Der Browser ist im ersten Sinne für den Besuch des Online-Buchhandels gedacht. Der Besuch von Webseiten mit häufigem Seitenwechsel, wie beispielsweise Social-Media-Diensten, ist aufgrund der Ladezeiten nicht zu empfehlen. Für gelegentliche Abstecher ins Internet, um beispielsweise Nachrichten zu lesen, genügt das Gerät aber durchaus.

Die WLAN-Reichweite lässt sich mit der eines Notebooks vergleichen. Thalia bietet in allen Filialen einen kostenlosen Zugang zum Internet an. Über das WLAN-Modul kann aber auch auf alle anderen erreichbaren Hotspots zugegriffen werden. Ein Schalter für das Ein- uns Ausschalten des Drahtlos-Internetzugangs fehlt. Etwaige Änderungen können lediglich über den Unter-Punkt "WLAN-Einstellungen" im Menü "Extras" vorgenommen werden. Nutzer sollten jedoch beachten, dass die Akku-Laufzeit bei eingeschaltetem WLAN-Modul deutlich verkürzt wird. In unserem Test war die Akku-Leistung bereits nach drei Tagen unter WLAN-Betrieb auf die Hälfte geschrumpft. Aus diesem Grund sollte das WLAN nur dann aktiviert sein, wenn auch eine Verbindung zum Internet hergestellt werden soll.

Lesen Sie auf der zweiten Seite, wie sich der Oyo im Betrieb schlägt und wie der Nutzer Inhalte auf den Reader bekommt.
 

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Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2012-01, Erwachsene ab 14 Jahre